Deutschland und Polen vis à vis
-Podiumsdiskussion zu Ehren von Wajdas "Katyn" in Berlin, 15.2.2008
„Wir haben in der Warschauer Filmschule große Träume gehabt
vom europäischen Kino“, erzählte Oscarpreisträger Andrzej Wajda bei der
Diskussion am Freitag, den 15.2. von Filmstiftung und polnischem Institut
Düsseldorf anlässlich der Aufführung von Wajdas „Katyn“ auf der Berlinale. „Ich
bin froh und stolz, dass es heute tatsächlich eine so gute Zusammenarbeit
gibt und ich wünschte, ich wäre noch jung genug, um an dem wundervollen Ausbau der Kooperationen
mitzuwirken“, ermutigte er die Filmemacher, die Produzenten und
Filminteressierten, die zahlreich gekommen waren.
Engagiert führte die Journalistin Grazyna Torbicka vom
polnischen Fernsehen durch die Diskussion, Angnieszka Odorowicz vom polnischen
Filminstitut und Produzent Raimond Goebel von Pandorafilm erläuterten, dass die
Kooperation zwischen Deutschland und Polen noch jung ist, aber mit viel
Interesse verfolgt wird. „Leben in mir“ von der Regisseurin Malgorzata
Szumowska war zum Beispiel nach
eigener Aussage die erste Koproduktion, die auf Vermittlung von Michael
Schmid-Ospach, Geschäftsführer der Filmstiftung, zustande kam. Auch die
Regisseure Stanislaw Mucha und Robert Thalheim sowie die Schauspielerin
Patrycja Ziolkowska gaben ein eindrucksvolles Bild der deutsch-polnischen
Zusammenarbeit. Von großartigen Erlebnissen, von Schwierigkeiten, von
Hoffnungen und Ängsten war die Rede, wobei für alle das überwinden nationaler
Unterschiede und historischer Schwierigkeiten eine wichtige Aufgabe ist. So
nannte Malgorzaza Szumowska die internationale Zusammenarbeit nicht nur eine
„filmische“, sondern auch eine „persönliche Bereicherung“.
„Die rege Diskussion und das große Interesse von Seiten der
Zuschauer zeigt, dass wir einen Kernpunkt internationaler Zusammenarbeit
getroffen haben. Es gibt gute Fortschritte
in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die uns alle einladen, hier weiter
zu arbeiten“, folgerte Michael Schmid-Ospach nach der Diskussion.