Film und Medien Stiftung NRWNewsPressemitteilungenDer 27. Kinoprogrammpreis NRW

Der 27. Kinoprogrammpreis NRW

Film- und Medienstiftung vergab Dienstagabend 429.000 Euro an 66 NRW-Kinos

  • Spitzenpreise: Kino in der Brotfabrik Bonn, Filmpalette in Köln und Cinema in Münster
  • Neue Filme: „Aus dem Nichts“, „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“, „1000 Arten, den Regen zu beschreiben“, „So viel Zeit“, „Teheran Tabu“, Doku „Die Nacht der Nächte“
  • Prominente Paten: Denis Moschitto, Andrea Sawatzki, Bibiana Beglau, Richy Müller, Armin Rohde, Elmira Rafizadeh, Negar Mona Alizadeh, Yasemin Samdereli und Nesrin Samdereli u.v.m.
  • Herbert Strate-Preis an Filmverleiher Peter Sundarp vergeben

Zum 27. Mal wurde am Dienstagabend der Kinoprogrammpreis NRW verliehen. Jedes Jahr im Herbst zeichnet die Film- und Medienstiftung NRW Kinos aus, die im Vorjahr durch ein herausragendes Programm aus deutschen und europäischen Filmen und durch besondere Kinder- und Jugendprogramme überzeugen konnten. In diesem Jahr verteilten sich die Preise in einer Gesamthöhe von 429.000 Euro auf insgesamt 66 Filmtheater aus 40 Städten Nordrhein-Westfalens. Die Spitzenpreise 2017 gingen erneut an das Kino in der Brotfabrik in Bonn, die Filmpalette in Köln und das Cinema in Münster (eine Liste aller prämierten Kinos finden Sie im Anhang).Sie waren mit je 16.000 Euro dotiert.

Die Preisträger des Abends: 429.000 Euro gehen an 66 NRW-Kinos © Ralph Sondermann/Film- und Medienstiftung NRW
Die Preisträger des Abends: 429.000 Euro gehen an 66 NRW-Kinos © Ralph Sondermann/Film- und Medienstiftung NRW

Kein Bundesland verfügt über eine so große Anzahl an Leinwänden wie NRW. Dank der außerordentlich vielfältigen und lebendigen Kinolandschaft, die aus einer Mischung aus traditionellen Kinos und modernisierten Spielstätten besteht, ist das kulturelle Angebot NRWs einzigartig. Für ihr Engagement und den Beitrag zur Kultur des Landes wurden die NRW-Kinos in den zurückliegenden 27 Jahren bereits mit rund 10,5 Millionen Euro prämiert.

„Die Kinobetreiber Nordrhein-Westfalens überzeugen mit Ideenreichtum und Gespür bei der Gestaltung ihres Filmprogramms, und vor allem beweisen sie Jahr für Jahr Engagement und Leidenschaft für ihre Häuser und das Kino. Die Verleihung der Kinoprogrammpreise ist die Gelegenheit, ihnen dafür zu danken“, so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW. „Allen Preisträgern des heutigen Abends gratuliere ich herzlich und bedanke mich bei den vielen prominenten Filmschaffenden, die uns bei der Ehrung unterstützen. Ein herzlicher Glückwunsch auch im Namen des HDF Kino e.V. an den diesjährigen Herbert Strate-Preisträger: Peter Sundarp!“

Prominente Paten
Auch in diesem Jahr übernahmen wieder eine Reihe von prominenten Paten die Ehrung der Kinobetreiber. Auf diesem Wege bot sich den Schauspielern, Regisseuren und Produzenten die Gelegenheit, sich für das Engagement der Arthouse-Kinobetreiber zu revanchieren. Die Präsentation aktueller geförderter Filmprojekte ergänzte das Programm des Abends zusätzlich. Durch die Verleihung führte 1LIVE-Moderator Andreas Bursche.

  • Schauspieler Denis Moschitto stellte den neuen Film „Aus dem Nichts“ des Regisseurs Fatih Akin vor, in dem Moschitto die Rolle des Anwalts spielt. Am 23. November startet der Film – Diane Kruger wurde für ihre Darstellung als Beste Schauspielerin in Cannes ausgezeichnet – in den deutschen Kinos.Produktion: bombero international in Koproduktion mit Warner Bros. Film Productions Germanycorazón international u.a., den Verleih übernimmt Warner. „Aus dem Nichts“ geht als deutscher Kandidat ins Rennen um die Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester nicht englischsprachiger Film.
  • Andrea Sawatzki zeigte mit dem jungen Hauptdarsteller Oskar Keymer erste Bilder aus „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“, der von blue eyes FictionKaribufilmDeutsche Columbia Pictures und Mini Film produziert wurde und den Sony Pictures am 18.01.2018 in die Kinos bringt. Weitere Rollen übernehmen u.a. Anja Kling und Axel SteinSven Unterwaldts Vorgängerkomödie „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ lockte im vergangenen Jahr etwas mehr als eine Mio. Besucher in die deutschen Kinos.
  • Regisseurin Isabel Prahl präsentierte gemeinsam mit Schauspielerin und Hauptdarstellerin Bibiana Beglau den Trailer zu „1000 Arten, den Regen zu beschreiben“, der von Made in Germany produziert wird und im März 2018 – weitere Rollen u.a. Bjarne Mädel und Emma Bading – in die Kinos kommt (Verleih Film Kino Text).
  • Richy Müller, Matthias Bundschuh und Armin Rohde stellten Ausschnitte aus dem Film So viel Zeit“ von Philipp Kadelbach vor. Jan Josef Liefers und Jürgen Vogel wirken ebenfalls in der Tragikomödie nach einem Roman von Frank Goosen mit. Die Produktion von UFA Cinema und Feine Filme in Koproduktion mit Degeto Film wird im Verleih von Universum Film in die Kinos kommen.
  • Regisseur Ali Soozandeh präsentierte gemeinsam mit den Schauspielerinnen Elmira Rafizadeh und Negar Mona Alizadeh Ausschnitte seines animierten Gesellschaftsdramas und Debütfilms „Teheran Tabu“. Die Produktion der Little Dream Entertainment in Koproduktion mit Coop99 Filmproduktion feierte seine Uraufführung beim Festival de Cannes, Kinostart ist in der Woche des Kinoprogrammpreis (Verleih: Camino).
  • Der Tailer zu „Die Nacht der Nächte“ wurde von den Regisseurinnen Yasemin Samdereli und Nesrin Samderelivorgestellt. Der Dokumentarfilm wird von S2R Film und Fruitmarket produziert, den Verleih übernimmt Concorde
  • Anne Leppin, Geschäftsführerin der Deutschen Filmakademie, zeigte Ergebnisse des 2016 gegründeten integrativen Filmbildungsprojekts „Mix it!“. Iris Berben, die 2015 mit dem Herbert Strate-Preis ausgezeichnet wurde, hatte das Preisgeld für die Entwicklung des Projektes verwandt. Bei dem Projekt geht es darum, dass geflüchtete und einheimische Jugendliche gemeinsame Kurzfilme realisieren.

Die Jury für den Kinoprogrammpreis 2017 setzte sich in diesem Jahr wie folgt zusammen: Emma Klopf (Prokino Filmverleih, München), Felix Bruder (AG Kino – Gilde e.V., Berlin), Stephan Holl (Rapid Eye Movies, Köln), Verena von Stackelberg (Wolf Kino GmbH, Berlin) und Britta Lengowski (Film- und Medienstiftung NRW) widmeten sich gemeinsam den eingereichten Anträgen und wählten daraus schließlich die innovativsten und anspruchsvollsten Programmideen aus, darunter auch herausragende Kinderprogramme.

Herbert Strate-Preis an Peter Sundarp
Einen weiteren Höhepunkt des Abends stellte auch die Verleihung des Herbert Strate-Preis dar, mit dem die Film- und Medienstiftung NRW und der HDF Kino e.V. an den 2004 verstorbenen Kinobetreiber Herbert Strate erinnern. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis für besondere Verdienste um den deutschen Film ging in diesem Jahr an einen Verleiher, Central Film-Geschäftsführer Peter Sundarp.

Film- und Kinokongress NRW
Der Kinoprogrammpreis NRW fand als feierlicher Abschluss des Film- und Kinokongress statt, welchen die Film- und Medienstiftung NRW am 14. November im Kölnischen Kunstverein als eintägiges Event veranstaltete (siehe auch www.filmkongress.com).

Prämierte Kinos 2017 (PDF)