Film und Medien Stiftung NRWNewsFördermeldungenFilm- und Medienstiftung NRW vergibt 378.600 Euro für 11 Low Budget Projekte

Film- und Medienstiftung NRW vergibt 378.600 Euro für 11 Low Budget Projekte

Düsseldorf, 15. November 2016. In der dritten Fördersitzung des laufenden Jahres für Low Budget Projekte förderte die Film- und Medienstiftung NRW in den Bereichen Drehbuch, Spielfilm, Kurzfilm, Dokumentarfilm sowie Animations- und Experimentalfilm.

Spielfilm

„Die schlummernde Familie“, Produzent: Pandora Film, Regie: Maria Alché, Förderung: 60.000 Euro
Marcelas harmonisches Familienleben droht auseinanderzubrechen, als Rina, ihre Schwester, plötzlich stirbt. Das Entrümpeln der Wohnung bringt viele Erinnerungen zutage, plötzlich sitzen Onkel und Tanten leibhaftig am Cafétisch, und Marcela muss ihre Mutter gegen Vorwürfe verteidigen. Als sie einen Bekannten ihrer Tochter kennenlernt, entschließt sie sich, mit ihm auf eine Reise zu gehen.

„Los Perros“, Produzent: augenschein, Regie: Marcela Said, Förderung: 50.000 Euro
Mariana, eine 40-jährige Chilenin, ist gefangen in der Rolle einer gutbürgerlichen Ehefrau, die ihr Vater und Ehemann für sie geschaffen haben. Befreiung findet sie ausgerechnet in Juan, ihrem 65-jährigen Reitlehrer, der zu ihrem Mentor wird und in ihr das Verlangen nach einem anderen Leben entfacht. Doch Juan ist auch ein ehemaliger Oberstleutnant mit einer dunklen Vergangenheit, die er nicht länger verstecken kann…

„La Cama – Das Bett“, Produzent: Sutor Kolonko, Regie: Monica Lairana, Förderung: 50.000 Euro
Jorge (58) und Mabel (56) verbringen ein letztes Wochenende als Paar in ihrem Haus: Sie haben Sex, weinen und lachen, essen und trinken miteinander. Währenddessen lösen sie ihren Haushalt und ihre Beziehung auf.

Dokumentarfilm

„Playhouse of A.“, Produzent: Hübner / Wallenfels, Regie: Benjamin Schindler, Förderung: 50.000 Euro
In poetischer Form nähert sich „Playhouse of A.“ den Ursprüngen jener Mythen, die durch das Hollywoodkino Teil unseres kollektiven Gedächtnisses werden – und eröffnet eine ungewöhnliche Perspektive auf eine wahr gewordene Kulissenwelt, gefangen im eigenen Bilderkosmos.

„Alleinunterhalter“, Produzent: Treibsand Film, Regie: Christian Meyer, Förderung: 50.000 Euro
Der Film begleitet drei Alleinunterhalter. Er dokumentiert ihren Alltag, ihr soziales Umfeld, ihre Erfolge und Misserfolge. Er zeigt drei Menschen mit ähnlichen Programmen, deren vielschichtige Charaktere unähnlicher nicht sein könnten. Keine Skandale oder spektakuläre Affären bestimmen das Leben unserer Protagonisten. Dafür aber ein Alltag, der immer spektakulär und skandalös ist.

Kurzfilm

„Diese furchtbare Straße, Teil 2 – 2017“, Produzent, Regie: Matthias Grünewald, Förderung: 25.000 Euro
Basierend auf den poetischen Dokumentarfilm „Diese furchtbare Straße“ von 1996 soll ein zweiter Teil entstehen, der sich wieder mit der „Lebens- und Hauptschlagader“ des Ruhrgebiets beschäftigt. Die Trennung von Bild- und Tonebene soll dabei erneut einen besonderen kunstvollen Blick auf die räumliche und emotionale Beziehung der Menschen zum Ruhrschnellweg / B1 / A40 und die Veränderung seit zwei Jahrzehnten werfen.

„Der Mandarinenbaum“, Produzent: lutzfilm, Regie: Cengiz Akaygün, Förderung: 25.000 Euro
Türkei heute: Nach langer Haft als politischer Gefangener darf Seyid zum ersten Mal Besuch empfangen. Das von seiner 8-jährigen Tochter gemalte Bild eines Vogels wird vom Wärter als anarchisches Symbol eingestuft und zerstört. Seyid glaubt aber, dass die Freiheit der Gedanken unzerstörbar ist. Die Tochter versteht und malt beim zweiten Besuch einen „harmlosen“ Mandarinenbaum. Wird ihre versteckte Botschaft erkannt?

„Qilin – Das Einhorn in Chocolate City“, Produzent, Regie: Samuel Hopkins, Förderung: 25.000 Euro
Ein hybrider Dokumentarfilm, der die labyrinthartige Welt von afrikanischen Wanderhändlern auf den Export-Märkten Guangzhous in Südchina erforscht. Guangzhous ist die neue Hauptstadt des Süd-Süd-Handels und Schnittstelle des aufstrebenden, globalen Kapitalismus des 21. Jahrhunderts.

Animation / Experimentalfilm

„f u e n f“, Produzent, Regie: Peter Kaboth, Förderung: 23.600 Euro
Die fünf Finger eines Handschuhs. Eine miteinander verstrickte Schicksalsgemeinschaft. Jeder Finger erfüllt eine bestimmte Funktion und nur gemeinsam können sie überleben. Doch die fragile Ordnung gerät durcheinander, als zwei sich verlieben und versuchen, ihre Liebe auszuleben.

Drehbuch

„Dark Sky“, Autor Bastian Kleppe, Förderung: 10.000 Euro
Die Gewalt steckt im Kopf. Eine Nacht. Eine Stadt. Ein Killer mit einer Kugel im Kopf. Mik ist ein sogenanntes Phantom, ein professioneller Auftragskiller, der kommt, seinen Job erledigt und wieder verschwindet. Aber in dieser Nacht läuft alles anders.

„Der Wald steht stumm“, Autor Christina Ebelt, Förderung: 10.000 Euro
Melli muss um ihre Existenz kämpfen, um für sich und ihren achtjährigen Sohn zu sorgen. Durch die Verkettung von unglücklichen Umständen verliert sie ihre Wohnung und die Suche nach einer neuen Bleibe wird für die junge Mutter mit Schufa-Eintrag zunehmend demütigend und aussichtslos. Als Mutter und Kind schließlich in die Obdachlosigkeit gedrängt werden, zieht Melli mit ihrem Sohn in den Wald…

Als Jury für die Förderentscheidungen benannte das Filmbüro NW die Produzentin Nicole Ringhut sowie die Regisseure Uli Gaulke und Jan Schomburg.