Film und Medien Stiftung NRWNewsFördermeldungenFörderung von 22 Projekten mit 2,4 Mio. Euro

Förderung von 22 Projekten mit 2,4 Mio. Euro

  • „Deutschstunde“: Literaturverfilmung von Christian Schwochow
  • „Kids Run“: Barbara Otts Langfilmdebüt mit Jannis Niewöhner
  • „Let’s buy Ecuador“: Marc Wiese über die Ölressourcen in Ecuador
  • „Cunnigham 3D“: Künstlerportrait des Choreographen von Alla Kovgans
  • „Hexe Lilli rettet Weihnachten“: ab November im Kino

In ihrer 162. Sitzung förderte die Film- und Medienstiftung NRW 22 Projekte mit 2,4 Mio. Euro. 1,68  Mio. Euro gehen an vier Kinofilme, 370.000  Euro an vier Dokumentarfilme. Mit 145.000 Euro werden vier Filme bei Kinostart und Vertrieb unterstützt. 117.000 Euro gehen in die Kinomodernisierung.


Spielfilm

  • Siegfried Lenz „Deutschstunde“, einen der Schlüsselromane um die Frage nach Pflicht und Schuld im Dritten Reich, verfilmt Christian Schwochow nach einer Adaption von Heide Schwochow. Für den Kinofilm um den jungen Siggi, der 1943 in die Auseinandersetzung zwischen seinen Vater und seinen Patenonkel gerät, stehen Ulrich Noethen, Tobias Moretti und Dagmar Manzel auch in NRW vor der Kamera des vielfach ausgezeichneten Frank Lamm. (Produktion: Network Movie, 750.000 Euro)
  • Mit dem Drama „Kids Run“ gibt Autorin und Regisseurin Barbara Ott ihr Langfilmdebüt. Die Geschichte um einen jungen alleinerziehenden Vater, der sich in einen Kampf um das Sorgerecht für sein jüngstes Kind begibt, wird zum Großteil in NRW realisiert. Jannis Niewöhner und Yelena Tronina übernehmen die Hauptrollen. (Produktion: Flare Film, 400.000 Euro)
  • Der Kleinganove Denis schuldet einigen Männern, die sehr unangenehm werden können, Geld. So lässt er sich darauf ein, in das Haus eines reichen Schlaganfallpatienten einzubrechen. Doch alles kommt anders, als Denis dort auf den mürrischen Raimund und seine überforderte Enkelin trifft. Wolfgang Gross dreht „Kalte Füße“ mit Heiner Lauterbach, Sonja Gerhardt und Emilio Sakraya. (Produktion: Claussen+Putz, 350.000 Euro)
  • Ebenfalls sein Debüt gibt Xaver Xylophon mit „Doch wir lächeln zurück“. Eine faustische Nacht beginnt für Juri, als er einen düsteren Österreicher trifft, der behauptet, der Tod zu sein. Da Juri von Panikattacken und seiner Angst zu Sterben gebannt ist, scheint der Trip durch die Nacht eine gute  Herausforderung zu sein. Noah Saveedra, Vanessa Loibl und Georg Friedrich übernehmen in der Tragikomödie die Hauptrollen. (Produktion: Komplizen Film, 180.000 Euro)


Fernsehfilm

  • In ihrem Doku-Drama „Sie hatten keine Wahl – 100 Jahre Frauenwahlrecht“ beleuchtet Annette Baumeister die Geschichte des Frauenwahlrechts. Noch vor 100 Jahren waren Frauen beinahe rechtlos. Ehemänner durften sie schlagen, die Kinder gehörten ihnen wie auch das Geld der Frauen. (Produktion: Gebrüder Beetz, 100.000 Euro)


Dokumentarfilm

  • Grimme-Preisträger Marc Wiese beleuchtet in „Let’s buy Ecuador“ den Ausverkauf der ecuadorianischen Ölressourcen an chinesische Staatsunternehmen. Der dokumentarische Politthriller lässt miterleben, was es heißt, im Untergrund gegen übermächtige Gegner und korrupte Politiker für den Erhalt des Regenwaldes zu kämpfen. (Produktion: Dreamer Joint Venture, 120.000 Euro)
  • Für Alla Kovgans Künstlerportrait „Cunningham 3D“ über den legendären amerikanischen Choreographen Merce Cunnighman stehen als Protagonisten Robert Swinston, Jennifer Goggans, Ashely Chen und Cédric Andrieux vor der Kamera. Der Düsseldorfer Musiker Hauschka, der bereits Oscar-nominiert wurde, wird die Filmmusik komponieren. (Produktion: Achtung Panda!, 80.000 Euro)
  • Leo Wagner war CSU-Bundestagsabgeordneter, enger Vertrauter Franz Josef Strauß, schillernde Figur und IM der Stasi. Außerdem war er der Großvater des Regisseurs Benedikt Schwarzer, der im Dokumentarfilm „Die Geheimnisse des schönen Leo“ zeigt, wie er fast die komplette Familie ruinierte. (Produktion: Lichtblick, 70.000 Euro)


Drehbuch und Produktionsvorbereitung

  • Peter Gitzinger und Roger Schmelzer adaptieren mit „Wohin wir gehen“ den Roman von Christoph Scheytt um zwei jugendliche Flakhelfer, die im März 1945 desertieren und versuchen, ihre Werte zu bewahren. (20.000 Euro)
  • Daniel Kosch schreibt mit „Motor d’or“ eine Coming-of-Age Story um die beiden Außenseiter Flo und Lipp, die in ihrem kleinen Dorf an der belgischen Grenze einen ganz besonderen Sommer erleben. (Produktion: Grid-Filmproduktion, 15.000 Euro)
  • Florian Caspar Richter und Rainer Niermann verfassen das Drehbuch zur Verfilmung von „Elisabeth“, dem erfolgreichsten Musical aller Zeiten. (Produktion: Achilleion, 25.000 Euro)
  • In „Rockin’ Olaf“ stolpert Olaf Schubert auf der Suche nach seinen musikalischen und biografischen Wurzeln über ein spektakuläres Geheimnis der Musikgeschichte. Heike Fink verfasst das Buch und übernimmt die Regie. (Produktion: Ester.Reglin.Film, 20.000 Euro)
  • Laura Harwarth und Martin Hawie verfassen mit „Die Zukunft ist ein einsamer Ort“ einen Film über einen Mann, der seinen inneren Kompass verloren hat. (Produktion: Hupe Film, 20.000 Euro)
  • Visar Morina erzählt in „Exil“ die Geschichte eines Ingenieurs mit ausländischer Herkunft, der sich in seiner Arbeitsstelle diskriminiert und gemobbt fühlt und so in eine Identitätskrise gerät. (Produktion: Komplizen Film, 20.000 Euro)


Verleih

  • Ab 9. November ist „Hexe Lilli rettet Weihnachten“ im Kino, in dem die kleine Hexe unbedacht Knecht Ruprecht in ihre Welt zaubert und fast Weihnachten zerstört. (Verleih: Universum, 75.000 Euro)
  • Ab 26. Oktober sind „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ in den deutschen Kinos zu sehen. (Verleih: Tobis Film, 30.000 Euro)
  • Seit 20 Jahren befindet sich der Kongo im Bürgerkrieg. „Das Kongo Tribunal“, von Milo Rau initiiert, ist ab 16. November im Kino. (Verleih: Real Fiction Film, 25.000 Euro)


Vertrieb

  • ZAMA“ ist die Geschichte eines Kolonialbeamten der spanischen Krone, der in der Provinz festsitzt und auf einen Brief des fernen Königs für die ersehnte Versetzung wartet. (Weltvertrieb: The Match Factory, 15.000 Euro)

Kinomodernisierung
In Warburg wird das Cineplex um zwei Säle erweitert (50.000 Euro). Im Lichtwerk in Bielefeld werden u.a. die Stühle erneuert (36.000 Euro). Die Lichtburg in Essen erhält eine neue Tonanlage (25.000 Euro) und das Schlachthofkino in Soest ebenfalls neue Stühle (6.000 Euro).
Die vollständigen Förderergebnisse entnehmen Sie bitte der anhängenden Fördertabelle.