Film und Medien Stiftung NRWNewsFördermeldungenVerleihförderung für Low Budget-Projekte

Verleihförderung für Low Budget-Projekte

Die Filmstiftung vergibt insgesamt 95.000 Euro für Low Budget-Projekte im Bereich Verleih

Zu den fünf geförderten Filmen zählen zwei Dokumentarfilme, eine kulinarische Killerballade, ein Liebesfilm und ein Science-Fiction-Jazz-Musical

„Wenn Gott schläft“, verleih: Real Fiction Film, Förderung: 25.000 Euro
Im Jahr 2012 veröffentlichte der iranische Sänger Shahin Najafi einen satirischen Rap. In dem Song soll er einen der zwölf Imame verunglimpft haben, die von den Schiiten verehrt werden. Radikale Geistliche erließen eine Todes-Fatwa gegen Najafi und setzten ein Kopfgeld von 100.000 US-$ auf ihn aus. Der Dokumentarfilm, der mit einem Gerd Ruge Stipendium entwickelt wurde, behandelt das Thema der künstlerischen Freiheit und der freien Meinungsäußerung – auch und gerade im religionskritischen Kontext. Kinostart ist am 12. Oktober

„Mr. Long“, verleih: Rapid Eye Movies, Förderung: 25.000 Euro
Ein taiwanesischer Auftragskiller strandet in einer japanischen Vorstadt. Seine Mission ist missglückt und ihm bleiben fünf Tage, um Geld für die geplante Rückreise aufzutreiben. Unvermittelt erhält er dabei Hilfe: Der klei­ne Jun weicht nicht von seiner Seite, und ahnungslose Anwohner zeigen sich von seinen Kochkünsten so begeistert, dass sie ihm ein berufliches Standbein schaffen wollen. Nach der Premiere im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale ab 14. September im Kino.

„Hope – Der Klang des Lebens“, Verleih: mindjazz, Förderung: 20.000 Euro
Der südafrikanische Geiger Daniel Hope zählt zu den interessantesten und profiliertesten Künstlern seiner Generation. Seine persönliche Geschichte ist stark von der wechselhaften familiären Geschichte geprägt. Sowohl seine Großeltern, als auch seine Eltern mussten ihre Heimat aufgrund politischer Umstände verlassen. Die autobiografische Entdeckungsreise wird die besondere Thematik des Exils, des immerwährenden Neuanfangs und die dadurch resultierenden Einflüsse auf die Musik beleuchten. Ab 19. Oktober im Kino.

„Die Hannas“, Verleih: W-Film, Förderung: 15.000 Euro
Anna und Hans sind zusammen die Hannas: Ein ausgeglichenes Langzeitpaar mit gemeinsamer Kochobsession in den eingeschlafenen Dreißigern. Dann treffen sie auf die ADHS-Schwestern Kim und Nico und starten jeweils eine Affäre – ohne vom Betrug des anderen zu wissen. Dabei werden die beiden emotional durch den Fleischwolf gedreht. Ab 2. August im Kino.

„Space is the Place“, Verleih: Rapid Eye Movies, Förderung: 10.000 Euro
Kalifornien in den Siebzigern. Der Musik-Prophet Sun Ra träumt von einer besseren Zukunft für die unterdrückte Schwarze Bevölkerung der USA. Nachdem er einige Jahre durch Raum und Zeit gereist ist, kehrt Ra auf die Erde zurück. Seine heilsbringende Mission: Er will die Schwarze Community retten, allein durch die Kraft der Musik, dem einzig wahren intergalaktischen Medium. Im Rapid Eye Lab wurde die originale und wohl einzige 35mm-Kopie neu abgetastet. Ab August erstmals im deutschen Kino.

Als Jury für die Förderentscheidungen benannte das Filmbüro NW Johannes Duncker, Festivalleiter KFFK/Kurzfilmfestival Köln, Mustafa El Mesaoudi, Kinobetreiber, und Jennifer Schlieper, ebenfalls Kinobetreiberin.

Nächste Einreichtermine für die Vereinfachte Förderung – Verleih und Vertrieb – ist der 23. November 2017.