11. Verleihung des Gerd Ruge Stipendiums der Film- und Medienstiftung NRW

  • 100.000 Euro für vier Dokumentarfilm-Stipendien in 2012 vergeben
  • Überreichung durch Gerd Ruge im Schloss Jägerhof, Düsseldorf
  • Begrüßung durch NRW-Medienministerin Dr. Angelica Schwall-Düren

Zum elften Mal vergab die Film- und Medienstiftung NRW heute das Gerd Ruge Stipendium für junge Dokumentarfilmer und Dokumentarfilmerinnen. Das mit bis zu 100.000 Euro dotierte Stipendium ist die höchste Förderung, die in Deutschland für die Vorbereitung und Entwicklung von Dokumentarfilmen vergeben wird. Die Verleihung fand im Düsseldorfer Schloss Jägerhof statt.


Medienministerin Angelica Schwall-Düren, Gesa Hollerbach, Thorsten Trimpop, Carmen Losmann,  Gerd Ruge, Susanne Binninger und Petra Müller (Geschäftsführerin Film- und Medienstiftung NRW)

Aus 59 eingereichten Anträgen wählte eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Gerd Ruge vier Projekte für das Stipendium aus. Die Mitglieder der Jury sind: Regisseurin Doris Metz, WDR-Kulturchef Matthias Kremin, Filmjournalist Hanns-Georg Rodek (Die Welt), der Produzent Thomas Kufus (zero one film) sowie Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung.

„2012 war ein Jahrgang mit außerordentlich starken Projektvorschlägen“, so Petra Müller. „Am Ende haben vier Projekte das Rennen gemacht, die – ein jedes auf seine Art – unsere Gegenwart erforschen wollen. Vielen Dank für die ausgezeichneten Einreichungen, vielen Dank an die Jury und den Juryvorsitzenden Gerd Ruge für die intensive Juryarbeit und den Stipendiaten viel Glück bei der Entwicklung ihrer Filme.“ 

Die Gerd Ruge Projektstipendien 2012

  • Carmen Losmann aus Köln erhält für „Hypo Real“ ein Gerd Ruge Stipendium über 30.000 Euro. Es geht um eine Analyse unseres Geldsystems vor dem Hintergrund der Finanzkrise. Die KHM-Absolventin macht sich auf die Suche nach den tieferen Zusammenhängen zwischen der Dynamik des Geldes und der Arbeitswelt jedes Einzelnen.
     
  • The New Normal“ von Thorsten Trimpop, Berlin, ist das zweite Projekt, das mit einem Stipendium in Höhe von 30.000 Euro ausgezeichnet wird. Trimpop will die Lebenssituation der Menschen am Rande der Evakuierungszone von Fukushima zeigen.
     
  • Die Kölner Autorin Gesa Hollerbach erhält eine Förderung von 20.000 Euro für „Wir sind das Dorf“. Bei diesem Projekt geht es um den Kampf von Tausenden von Dörfern und Gemeinden ums Überleben. Dabei wirft sie die Frage auf, wer die Verantwortung übernimmt, wenn der Staat nicht mehr in der Lage ist, gleiche Lebensbedingungen für alle zu garantieren.
     
  • Das vierte Stipendium geht an „Fighter“ (20.000 Euro). Das Projekt der Berliner Autorin Susanne Binninger will  die Geschichte eines Mannes erzählen, der sich entschieden hat, ein Kämpfer zu sein. Er setzt alles auf eine Karte und will wissen, ob er es in der härtesten Sportart der Welt, den Mixed Martial Arts, bis an die Weltspitze schafft.

Gerd Ruge Projektstipendien 2002-2012

Mit ihrem Stipendium will die Film- und Medienstiftung NRW jungen Filmemachern und Filmemacherinnen die Möglichkeit geben, ihre Ideen für anspruchsvolle Kino-Dokumentarfilme zu entwickeln. Nach der Zusage haben die Stipendiaten 18 Monate Zeit, ein qualitativ hochwertiges Dokumentarfilmprojekt für das Kino zu entwickeln.

Seit 2002 wurden 53 Projektstipendien erteilt, von denen 24 bisher realisiert wurden. Dazu gehören „Weisse Raben“ von Tamara Trampe, „Traumfabrik Kabul“ von Sebastian Heidinger und Nils Boekamp und „Plug & Pray“ von Jens Schanze, „Unter Kontrolle“ von Volker Sattel, „Raising Resistance“ von Bettina Borgfeld und Christin Stoltz sowie „Mark Lombardi – Kunst und Konspiration“ von Mareike Wegener.

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