303.000 Euro für die Entwicklung von zwei Konzepten und fünf Prototypen

In ihrer Fördersitzung für die Entwicklung innovativer audiovisueller Inhalte vergab die Film- und Medienstiftung NRW sieben Förderdarlehen mit einer Gesamthöhe von insgesamt 303.000 Euro. Neben einem Games- und einem VR-Konzept wurden fünf Games-Prototypen gefördert.

Die geförderten Projekte im Einzelnen:

  • „Superhelden der Tiefsee“, Northdocks, Mohnheim, Förderung Games Prototyp: 60.000 Euro Ein Tiefseetauchgang  in die nährstoffarme, dunkle und kalte Tiefsee stellt deren vielfältigen, für das Ökosystem Ozean unersetzlichen Lebensraum und seine an die extremen Tiefsee-Bedingungen angepassten Organismen und besonderen Lebensgemeinschaften vor. Die Game-Komponenten werden mit 360° Rundumerlebnis in VR zur Wissensvermittlung von Nachhaltigkeit, Klimaerwärmung, Ozean, Tiefsee und deren Lebewesen kombiniert.
  • „Resort“, Backwoods Entertainment, Bochum, Förderung Games Prototyp: 60.000 Euro Im Herbst 1975 passiert die Schriftstellerin Laura Tanner den Kurort Laburnum Creek. Als sie auf einen verunglückten Autofahrer stößt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, in dem Ängste, Träume und Realitäten zu verschmelzen scheinen. In dem interaktiven Mystery-Abenteuer muss Tanner es schaffen, die finsteren Geheimnisse von Laburnum Creek zu lüften, selbst wenn eine unerklärliche Macht ihre innersten Gefühle durcheinanderbringt.
  • „Mater ex Machina“, milapi, Köln, Förderung Games Prototyp: 60.000 Euro Der Spieler befindet sich in einer unbestimmten Zukunft. 90% der Bevölkerung sind tot, ein Großteil der Erde ist von der Natur zurückgewonnen und mit Tieren bevölkert. In den wenigen größeren Städten regieren Maschinen, die Menschen neben ihnen als Bürger dulden. Der Spieler übernimmt die Rolle der Ex-Sklavin Alma, die mit ihrem Sohn auf der Flucht vor dem Vater ist. Auf dem Weg zur weit entfernten Metropole müssen sich Alma und ihr Sohn durch die wilde Natur schlagen und Alma muss sich immer mehr Cyber-Module implantieren, was ihrem Sohn gar nicht gefällt.
  • „Fiete Soccer“, Ahoiii, Köln, Förderung Games Prototyp: 40.000 Euro Diesmal ist Fiete als Fußballer unterwegs. Die neue App richtet sich gezielt an Kinder zwischen 3 und 6 Jahren und will ihnen nicht nur die spannende Fußball-Stimmung, sondern insbesondere auch Spaß am Sport, Kultur und Fairplay nahebringen. Deshalb gibt es bei Fietes Weltmeisterschaft natürlich nur gemischte Teams, die aus der ganzen Welt kommen.
  • „Pharao“, Sunlight Games, Köln, Förderung Games Prototyp: 28.000 Euro Der Spieler startet als Besucher einer Pyramide in einer der letzten Führungen des Tages. Als unvorhergesehen ein kurzes Erdbeben stattfindet, ist der reguläre Ausgang versperrt. Doch durch einen Spalt ist der Zugang zu einem neuen Tunnelsystem geöffnet. Die Erforschung der neuen Gänge beginnt. Der Spieler muss Rätsel lösen, um den Ausgang möglichst schnell wieder zu finden. Das Spiel wird sowohl am Monitor als auch mit VR-Brille spielbar sein.
  • „Das schwarze Gold“, Broadview TV, Köln, Förderung VR/360 Grad Konzept: 40.000 Euro Die ersten 360 Grad-Aufnahmen in einer deutschen Zeche werden auch die letzten sein, denn Ende 2018 schließt die letzte in Deutschland und damit in Westeuropa. Über die Arte 360°-App wird der Achtminüter, der begleitend zum ebenfalls geförderten gleichnamigen Dokumentarfilm entsteht, abrufbar sein. Mit VR-Brille und Kopfhörer befindet sich der Zuschauer im engen Förderkorb, fährt interaktiv mit 16 Meter pro Sekunde hinab und erfährt, wie die Zeche aufgebaut ist, begleitet von den Stimmen der Bergleute.
  • „Die Abenteuer von Lily und Leo“, Kristin Janulik Consulting, Hürth, Förderung Games Konzept: 15.000 Euro
    Der Spieler begleitet die Geschwister Lily und Leo und taucht so in deren Erlebniswelt ein. Er hilft ihnen auf ihren spannenden Wegen und erlebt die Abenteuer der Geschwister interaktiv mit. Zentrales Element ist das Lesen, das mit einem anschließenden Spielabschnitt kombiniert ist. Das episodisch angelegte und beliebig erweiterbare Lernspiel richtet sich an Grundschüler.

Ein Fachbeirat, bestehend aus Friederike Behrends (Zee TV), Prof. Dr. Gundolf S. Freyermuth (ifs internationale filmschule köln und Cologne Game Lab) und Ronald Kaulbach (UBISOFT) unterstützt Geschäftsführerin Petra Müller bei der Auswahl der Projekte.

Nächster Einreichtermin ist der 28. Februar 2018.

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