77.000 Euro für vier Abschlussarbeiten

In der zehnten Sitzung ihres Programms zur Förderung von Abschlussfilmen unterstützte die Film- und Medienstiftung NRW vier Abschlussarbeiten von Studentinnen und Studenten nordrhein-westfälischer Filmhochschulen.

„Label Me“, Regie: Kai Kreuser, ifs Der 30jährige Syrer Waseem prostituiert sich seit seiner Ankunft in Deutschland vor eineinhalb Jahren an andere Männer. Vermeintlich heterosexuell wird die Situation für ihn zunehmend schwierig, als er den gleichaltrigen Freier Lars kennenlernt. Die beiden verbindet sofort eine enge Beziehung, die ständig zwischen dem Wunsch nach Dominanz und der Sehnsucht nach Nähe wechselt. Mit Autor und Regisseur Kai Kreuser machen ebenfalls Kameramann Malte Hafner sowie Editorin Tabea Hannappel ihren Bachelor an der ifs. Förderung: 20.000 Euro

„Klausentreiben“, Regie: Raphaela Selge, ifs Die unbeschwerte Psychologiestudentin Lea macht ein Praktikum an einer abgelegenen psychotherapeutischen Klinik im Allgäu, die sie als sehr pseudoesoterisch empfindet. Doch langsam gerät sie in einen immer gefährlicheren Strudel. Ihre Faszination für den geheimnisvollen Ort führt sie beständig tiefer in dunkle Abgründe ihres Begehrens.  Immer mehr verstrickt sie sich in einem bedrohlichen Strudel aus Gewalt, bis die Situation während des alemannischen Brauchs des Klausentreibens eskaliert. Mit Raphaela Selge machen auch Produzent Manuel Zilleken, Kameramann Jakob Gehrmann und Editor Maximilian Rodegra ihren Abschluss. Förderung: 20.000 Euro

„Es war schön“, Regie: Naomi Kantor, ifs Malki, eine 30jährige Israelin, ist ihrem Freund Laurens nach Deutschland gefolgt und lebt nun mit ihm zusammen. Doch sie hadert mit ihrem neuen Leben in der deutschen Vorstadt. Ein vermeintlich einfacher Ausflug zum Hallenbad gerät zur absurden Odyssee. Doch eine ungewöhnliche Verfolgungsjagd mit einem Fremden lässt ihre Existenz in einem neuen Licht erscheinen. Gemeinsam mit Naomi Kantor beendet auch Produzent Charly Hoffmann sein Studium. Förderung: 20.000 Euro

 „Mein Hund“, Regie: Fabian Epe, KHM Mit einer abstrakten Zeichnung seines Hundes überschreitet der siebenjährige Tom die Grenzen eines faschistischen Regimes. Panisch vernichten die Eltern die Zeichnungen. Doch schon ist in der Nachbarschaft bekannt geworden, was Tom gemalt hat. Förderung: 17.000 Euro

Fördertabelle (PDF)

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