Großer Premierenapplaus für „Der vermessene Mensch“ im Haus der Berliner Filmspiele

Die filmstiftungsgeförderte Produktion „Der vermessene Mensch“ (zero one film) von Lars Kraume feierte am Mittwoch im Berlinale Special im Haus der Berliner Festspiele ihre Premiere. Auf dem roten Teppich präsentierten sich unter anderem die Hauptdarsteller:innen Leonard Scheicher, Girley Charlene Jazama und Peter Simonischek sowie Regisseur und Drehbuchautor Lars Kraume. Das Publikum applaudierte nach dem Film dem Team, das noch die zahlreichen Fragen der Zuschauer beantwortete und von den Dreharbeiten berichtete.

[caption id="attachment_116453" align="alignnone" width="1639"] Peter Simonischek, Lars Kraume, Girley Charlene Jazama und Leonard Scheicher vor der Premiere von "Der vermessene Mensch". © Sebastian Gabsch[/caption]

In "Der vermessene Mensch" geht es um Alexander Hoffmann (Leonard Scheicher), der Ende des 19. Jahrhunderts ein ehrgeiziger Ethnologie-Doktorand an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin ist. Als im Zuge der „Deutschen Kolonial-Ausstellung“ eine Delegation von Herero und Nama aus „Deutsch-Südwestafrika“ nach Berlin reist, lernt Hoffmann die Dolmetscherin der Gruppe, Kezia Kambazembi (Girley Charlene Jazama), kennen. Hoffmann entwickelt ein intensives Interesse an den Herero und Nama – und widerspricht nach den Begegnungen und Gesprächen mit ihnen der gängigen evolutionistischen Rassentheorie. Nachdem der Aufstand der Herero und Nama in der Kolonie niedergeschlagen wird und die Kolonialherren einen Vernichtungskrieg beginnen, reist Hoffmann im Schutz der kaiserlichen Armee durch das Land und sammelt für das Berliner Völkerkundemuseum zurückgelassene Artefakte und Kunstgegenstände. In Wahrheit sucht er jedoch weiter nach Beweisen für seine These – und nach Kezia. Vor Ort erlebt Hoffmann mit, wie deutsche Soldaten mit unmenschlicher Härte den Vernichtungsbefehl ausführen. Doch auch der Ethnologe überschreitet moralische Grenzen, als er einwilligt, seinem Berliner Professor (Peter Simonischek), Schädel und Skelette von toten Herero zum Zwecke der Forschung zu schicken. zero one film produzierte mit dem Autor und Regisseur Lars Kraume in Ko-Produktion mit Studiocanal und ZDF/ARTE sowie Akzente Film und WunderWerk. Die Filmstiftung förderte „Der vermessene Mensch“ mit 680.000 Euro. Weitere Unterstützung kam von MBB, MOIN, BKM, FFA und DFFF. Der Kinostart in Deutschland ist für den 23. März 2023 im Verleih von Studiocanal geplant.

Alle Infos zu „Der vermessene Mensch“ im aktuellen „Film- und Medien NRW – Das Magazin“

[caption id="attachment_116452" align="alignnone" width="2560"] Cast, Crew und Produktion "Der vermessene Mensch" bei der Premiere. Foto: Sebastian Gabsch[/caption]

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