Vier filmstiftungsgeförderte Filme gehen bisher ins Rennen um die Shortlist für den Oscar 2026
Visar Morinas gefördertes Drama „Von Scham und Geld“ geht für Deutschland ins Rennen um den begehrten Oscar. Aufgrund der neuen Regularien der Academy of Motion Pictures and Arts hat sich der bewegende Film mit dem Gewinn des CineMasters Award beim Sundance Film Festival bereits für die Einreichungen qualifiziert. Produziert wurde der Film von Vicky Bane in Koproduktion mit Schuldenberg Films, Eagle Eye Production und On Film Production. „Von Scham und Geld“ startet am 24.9. im eksytent Verleih in den deutschen Kinos. Bereits 2022 wurde Regisseur und Autor Visar Morina 2022 ex aequo mit dem Baumi Award für sein überzeugendes Treatment ausgezeichnet.
Für Ungarn geht Ildikó Endeyis „Silent Friend“ ins Oscar-Rennen. Im Mittelpunkt des poetischen Werks steht ein Ginkgobaum, der über hundert Jahre stiller Zeuge und Beobachter von tiefgreifenden Veränderungen im Leben dreier Menschen ist. Der Film feierte seine Weltpremiere beim Filmfestival in Venedig, wo er mit insgesamt sechs Preisen ausgezeichnet wurde. Pandora Film produzierte „Silent Friend“ in Koproduktion mit Galatée Films und Inforg–M&M Film. Pandora Medien brachte den Film in die deutschen Kinos. Endeyi vergab als Gastjurorin des Baumi Awards 2022 den Preis an für das beste Script an Visar Morinas „Von Scham und Geld“.
Für Nepal geht Abinash Bikram Shahs Langfilmdebüt „Elefanten im Nebel“ in die Auswahl. Der Film feierte seine Premiere beim 79. Festival de Cannes in der Reihe Un Certain Regard, wo er mit dem Jurypreis ausgezeichnet wurde. Realisiert wurde der Film als deutsch-majoritäre Koproduktion von zischlermann filmproduktion gemeinsam mit der Kölner Die Gesellschaft DGS, Les Valseurs und Anup Poudel unter Senderbeteiligung von ZDF/Arte. Den Weltvertrieb hat Best Friend Forever übernommen.
Für Österreich ins Rennen um den Besten Auslandsfilm geht Markus Schleinzers Drama „Rose“, das im Deutschland des frühen 17. Jahrhunderts nach dem 30-jährigen Krieg spielt. Die Geschichte folgt Rose, einer alleinstehenden Frau, die in einer sich wandelnden Gesellschaft ums Überleben kämpft. Hauptdarstellerin Sandra Hüller wurde für ihre Leistung bei der diesjährigen Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Die Produktion der ROW Pictures in Koproduktion mit Schubert ist ebenfalls Filmstiftungsgefördert.
Die Shortlist der Oscars wird am 15. Dezember, die Oscar-Nominierungen am 21. Januar 2027 bekannt gegeben. Die Verleihung der 99. Academy Awards findet am 14. März 2027 statt.