Lola und Manni leben in Berlin und sind Anfang zwanzig. Als Manni, der als Geldkurier für einen Autoschieber arbeitet, auf der Flucht vor Fahrscheinkontrolleuren eine Plastiktüte mit 100.000 Mark in der U-Bahn verliert, bleiben ihm nur 20 Minuten, um das Geld zu beschaffen. Verzweifelt ruft er Lola an, die sich sofort auf den Weg macht. In drei Varianten erzählt „Lola rennt“ dieselbe zwanzigminütige Zeitspanne – mit kleinen Veränderungen, die jeweils zu einem anderen Ausgang führen.
Der im Sommer 1997 in Berlin gedrehte Film kam am 20. August 1998 in die Kinos und gilt als Meilenstein des jungen deutschen Films. „Lola rennt“ gewann acht Deutsche Filmpreise, darunter für den Besten Film und die Beste Regie, erhielt den Publikumspreis beim Sundance Film Festival und feierte seine Weltpremiere 1998 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Venedig.
Ein besonderer Akzent für den Filmstandort Nordrhein-Westfalen ist die Aufnahme von „Lola rennt“ in die Berlinale-Retrospektive, die 2026 unter dem Motto „Lost in the 90s“ steht. Die Retrospektive widmet sich Filmen der 1990er-Jahre – einer Dekade des Umbruchs, der Neuorientierung und ästhetischer Radikalität. Mit „Lola rennt“ ist ein Schlüsselwerk dieser Zeit vertreten, das mit seinem Rhythmus, seiner visuellen Energie und seiner erzählerischen Konsequenz wie kaum ein anderer Film für den internationalen Aufbruch des deutschen Kinos steht.
Regie: Tom Tykwer Drehbuch: Tom Tykwer Produktion: X Filme Creative Pool Senderbeteiligung: WDR, arte Verleih: X Verleih
Förderung & Finanzierung
Film- und Medienstiftung NRW: 950.000 Euro
Kinostart: 20. August 1998
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