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Film und Medien Stiftung NRWEventsDrama Series Days 2018Eröffnung Drama Series Days 2018

Im Berliner Zoo Palast ist am Morgen des Montag, 19. Februar, die vierte Ausgabe der "Drama Series Days" offiziell eröffnet worden. Die Veranstaltung sei mittlerweile aus dem Programm des European Film Market (EFM) nicht mehr wegzudenken, erklärte Matthijs Wouter Knol, der Direktor des EFM in seiner kurzen Begrüßungsrede. Die "Drama Series Days", eine gemeinsame Initiative der Berlinale Industry Plattformen EFM, Berlinale Co-Production Market und Berlinale Talents, werden von Beginn an von der Film- und Medienstiftung NRW als offiziellem Hauptpartner unterstützt. Dieses Engagement sei nicht zuletzt vor dem Hintergrund zu sehen, dass Nordrhein-Westfalen der führende TV-Standort in Deutschland sei, führte Petra Müller, die Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung, in ihrer Eröffnungsrede aus. Die Bedeutung von High End-Dramaserien sei in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, führte Müller aus. Sie seien Teil einer globalen Kultur geworden und sprächen ein großes internationales Publikum an. Zudem sei es bemerkenswert, welche Innovationskraft im Bereich des Storytellings von den Serienproduktionen ausgehe.

In Keynotes und einem kurzen Gespräch leiteten anschließend die israelische Regisseurin und Autorin Keren Margalit, die mit “Sleeping Bears” im diesjährigen Serienprogramm der Berlinale vertreten ist, und der US- amerikanische Produzent und Showrunner Frank Spotnitz (u. a. “Akte X”, “The Man In The High Castle”) die Veranstaltung thematisch ein. Margalit rief dabei dazu auf, die Stoffe für Serien aus einer persönlichen Perspektive heraus zu erzählen. Dann sei es auch leichter ein Publikum dafür zu begeistern – egal ob national oder international. Eine Ansicht, die Spotnitz, der seit mehreren Jahren in Europa lebt, teilt: Je spezifischer ein Stoff erzählt werde, um so interessanter sei er auch für andere Märkte außerhalb des Produktionslandes. Dies stehe im Gegensatz zur früheren Praxis des “Europuddings” bei europäischen Koproduktionen. Spotnitz rief zudem dazu auf, trotz der Attraktivität von Streaming-Plattformen wie Netflix oder Amazon das klassische Free-Tv nicht außer Acht zu lassen. Hier werde nach wie vor ein Millionenpublikum erreicht, das die Web-Angebote gar nicht nutze und ebenfalls wichtig sei, führte Spotnitz aus. Gerade in Zeiten, in denen das allgemeine politische Klima von Unsicherheit geprägt sei, seien die Schöpfer von TV-Programmen als Erzähler realistischer und überzeugender Geschichten gefordert.

V.l.n.r.: Florian Weghorn (Berlinale Talents, Programmleiter), Solmaz Azizi (EFM), Frank Spotnitz (Drehbuchautor, Keynote), Moderator Ali May, Keren Margalit (Autorin, Regisseurin), Petra Müller (Film- und Medienstiftung NRW), Matthijs Wouter Knol (EFM-Direktor)
V.l.n.r.: Florian Weghorn (Berlinale Talents, Programmleiter), Solmaz Azizi (EFM), Frank Spotnitz (Drehbuchautor, Keynote), Moderator Ali May, Keren Margalit (Autorin, Regisseurin), Petra Müller (Film- und Medienstiftung NRW), Matthijs Wouter Knol (EFM-Direktor) © Ralph Sondermann

Das ganze Programm finden Sie hier www.filmstiftung.de/events/drama-series-days/