Film und Medien Stiftung NRWNewsNews29. Kinoprogrammpreis NRW: Verleihung am 5. November in Köln

29. Kinoprogrammpreis NRW: Verleihung am 5. November in Köln

  • Kinoprogrammpreise 2019: 450.000 Euro für 65 NRW-Kinos mit besonderem Programmangebot
  • Paten für die Preisverleihung: u.a. Leonie Brill, Max von der Groeben, Neele Leana Vollmar, Henning Baum, Mario Adorf, Yoran Leicher, Ute von Münchow-Pohl, Leon Seidel
  • Neue Filme: „Es hätte schlimmer kommen können – Mario Adorf“, „Auerhaus“, „Der letzte Bulle“, „Zu weit weg“, „Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen“, „Der Verräter“
  • Außerdem: Verleihung des Herbert Strate-Preis an Mario Adorf
  • Tagsüber: Film- und Kinokongress mit aktuellen Themen rund um Kino und Film

Am Dienstag, dem 5. November 2019, wird im Kölner Gloria Theater zum 29. Mal der Kinoprogrammpreis NRW verliehen. Seit 1991 ehrt die Film- und Medienstiftung NRW mit dieser Auszeichnung jährlich Kinobetreiber, die mit ihrem Programm und ihrer Auswahl von deutschen und europäischen Filmen sowie Kinder- und Jugendfilmen überzeugen. In diesem Jahr können sich 65 Filmtheater aus 39 Städten Nordrhein-Westfalens über Prämien von insgesamt 450.000 Euro freuen. In welcher Höhe welches Kino prämiert wird, erfahren die Kinobetreiber erst während der Verleihung. Insgesamt konnten somit seit 1991 rund 11,2 Millionen Euro an engagierte Kinobetreiber aus NRW vergeben werden.

Moderiert wird die Preisverleihung von Schauspieler und Regisseur Jasin Challah (aktuell in der Serie „Andere Eltern“ zu sehen). Und auch in diesem Jahr werden wieder prominente Preispaten erwartet, die die Auszeichnungen überreichen und zudem ihre neuen Projekte vorstellen.

Preispaten und aktuelle Filmprojekte:

  • Regisseur Dominik Wessely blickt gemeinsam mit Schauspieler Mario Adorf und Verleiher Christoph Ott in „Es hätte schlimmer kommen können – Mario Adorf“ auf die Karriere des Schauspielers zurück. Das Drehbuch zum Dokumentarfilm schrieb Wessely gemeinsam mit Herbert Schwering. Dieser produzierte den Dokumentarfilm mit Christine Kiauk (beide Coin Film). Die NFP wird den Film ab dem 7. November 2019 in die deutschen Kinos bringen. Der Film feierte Weltpremiere auf der diesjährigen Berlinale und wurde auf dem Film Festival Cologne gezeigt.
  • Ausschnitte aus der Verfilmung des Erfolgsromans „Auerhaus“ von Bov Bjerg präsentieren Regisseurin Neele Leana Vollmar mit Schauspieler Max von der Groeben. „Auerhaus“ ist eine Produktion von Pantaleon Films in Ko-Produktion mit Warner und Brainpool Pictures. Kinostart: 5. Dezember (Verleih: Warner)
  • Regisseur Peter Thorwarth zeigt kurz vor Kinostart Ausschnitte aus „Der letzte Bulle“ gemeinsam mit Hauptdarsteller Henning Baum und Leonie Brill. Gedreht wurde komplett in NRW. Außer den beiden standen Maximilian Grill, Florence Kasumba, Lucas Gregorowicz u.v.a. vor der Kamera. Christian Becker produzierte mit seiner Produktionsfirma Westside Filmproduktion, in Koproduktion mit SevenPictures und Warner. Das Drehbuch schrieb Thorwarth zusammen mit Stefan Holtz. „Der letzte Bulle“ wird von Warner am 7. November in die Kinos gebracht.
  • Zur Vorstellung des Kinderfilms „Zu weit weg“ kommt Regisseurin Sarah Winkenstette mit den Darstellern Yoran Leicher und Sobhi Awad. „Zu weit weg“ ist eine Produktion von Weydemann Bros. in Koproduktion mit Orange Roughy Filmproduktion und Rotor Film, in Zusammenarbeit mit dem NDR. Das Drehbuch schrieb Susanne Finken, die ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmen wird. Der Film wird am 12. März 2020 im Verleih von Farbfilm deutschlandweit in den Kinos starten.
  • Regisseurin Ute von Münchow-Pohl und Schauspieler und Sprecher Leon Seidel zeigen Ausschnitte aus dem Animationsfilm „Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen“. Das Drehbuch lieferte Jan Strathmann. Louis Hofmann, Bill Mockridge, Elke Heidenreich, Marie Louise Marjan und Jella Haase haben den quirligen Heinzelmännchen ihre Stimmen geliehen, große Teile der Animation wurden in NRW erstellt. „Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen“ wurde produziert von Akkord Film Produktion. Tobis bringt den Film Ende Januar 2020 in die deutschen Kinos.
  • Die deutsche Koproduzentin Viola Fügen präsentiert Ausschnitte aus „Der Verräter“ von Marco Bellochio. Das Mafiadrama feierte seiner Premiere im Wettbewerb der Filmfestspiele Cannes und wurde jüngst von Italien ins Oscar-Rennen für den Besten fremdsprachigen Film geschickt. Für das u.a. von der Kölner Match Factory Productions produzierte Biopic standen Pierfrancesco Favino, Maria Fernanda Candido und Fabrizio Ferracane vor der Kamera. Das Drehbuch schrieb Bellochio gemeinsam mit Ludovica Rampoldi, Valia Santella, Francesco Piccolo und Francesco La Licata. ZDF/Arte beteiligen sich als Sender, den Verleih übernimmt Pandora.

Jury
Die Jury für die Kinoprogrammpreise 2019 setzte sich zusammen aus Emma Klopf (Prokino Filmverleih, München), Stephan Holl (Rapid Eye Movies, Köln), Christina Essenberger (IFFF Dortmund/Köln), Felix Bruder (AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater, Berlin) und Britta Lengowski (Film- und Medienstiftung NRW). Aus den eingereichten Anträgen wählte die Jury die besten und innovativsten Filmprogramme aus und vergab Sonderpreise für herausragende Kinderprogramme.

16. Herbert Strate-Preis
Im Rahmen des Kinoprogrammpreis NRW wird zum 16. Mal der renommierte Herbert Strate-Preis vergeben. Mit dem Herbert Strate-Preis erinnern Film- und Medienstiftung NRW und HDF Kino e.V. an Kinobetreiber Herbert Strate, der sich als langjähriger Präsident der FFA und des Hauptverbands deutscher Filmtheater. Der Preis zeichnet Menschen aus, die sich wie der Namensgeber um den deutschen Film verdient gemacht haben. In diesem Jahr geht die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung an Mario Adorf.

9. Film- und Kinokongress NRW
Unmittelbar vor der Verleihung trifft sich die Branche am Nachmittag zum neunten Mal beim Film- und Kinokongress NRW, der in diesem Jahr in der Kölner Wolkenburg stattfindet. Der Kongress wird von Film- und Medienstiftung NRW in Kooperation mit Creative Europe Desk NRW organisiert. Schwerpunkt sind einmal mehr die aktuellen Herausforderungen der Kinobranche, u.a. das Zukunftsprogramm Kino, Konkurrenz durch Streamingportale, Nachhaltigkeit in Produktion und Drehbuch sowie dynamische Preismodelle (siehe auch www.filmkongress.com).