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Film und Medien Stiftung NRWNewsPressemitteilungen„Contergan“-Ausstrahlung: „Happy End für die Freiheit der Kunst“

„Contergan“-Ausstrahlung: „Happy End für die Freiheit der Kunst“

Das Erste strahlt Adolf Winkelmanns Film über den Contergan-Skandal am 7. und 8. November aus – Michael Schmid-Ospach würdigt TV-Zweiteiler

Nach langen juristischen Auseinandersetzungen strahlt das Erste am 7. und 8. November den TV-Zweiteiler "Contergan" aus. Am 7. November ist der erste Teil "Eine einzige Tablette" zu sehen. Am 8. November folgt mit "Der Prozess" der zweite Teil von Adolf Winkelmanns Fernsehdrama über den Contergan-Skandal Anfang der 60er Jahre. Die von der Filmstiftung NRW mit 1,5 Mio. Euro geförderte Fernsehproduktion, für die Benedikt Röskau das Drehbuch schrieb, wurde Ende 2005 in Köln, Bonn und Umgebung gedreht. Die Hauptrollen spielen Benjamin Sadler und Katharina Wackernagel. Sendebeginn ist jeweils 20:15 Uhr.

Die Aachener Pharmafirma Grünenthal, die das Schlafmittel Contergan 1957 auf den Markt brachte, hatte hartnäckig gegen den Film geklagt. Erst Anfang September gab das Bundesverfassungsgericht grünes Licht für die Ausstrahlung, indem es einen Eil­antrag des Pharmakonzerns zurückwies. Produziert wurde der Zweiteiler von der Kölner Zeitsprung Entertainment (Produzent: Michael Souvignier) in Zusammenarbeit mit dem WDR.

"Wir hätten uns eine stillere Gangart gewünscht seitens der Firma Grünenthal, die die Ausstrahlung mit allen Finessen bekämpft und bekriegt hat. Die versuchte Einmischung in die Freiheit der Kunst war ein Lehrstück über den Machtfaktor Chemie in unserer Gesellschaft. Zum Glück mit einem Happy End für die Kunst. Contergan ist ein großes Werk, ein berührender Film, bei dem sich die Filmstiftung NRW mit 1,5 Mio. Euro enga­giert eingebracht hat. Die Entscheidung beim Bundesverfassungsgericht, den Weg für den Film freizugeben, ist für mich eines der schönsten Ereignisse der letzten Monate", so Michael Schmid-Ospach, Geschäftsführer der Filmstiftung NRW über die bevor­stehende Ausstrahlung der geförderten Produktion.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Filmstiftung NRW, Tanja Güß, Tel.: 0211-930500, Fax: 0211-93050-85, presse@filmstiftung.de