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Der kleine Eisbär kommt zurück ins Kino

Filmstiftung Nordrhein-Westfalen fördert 24 Projekte

Die Fans von Lars dem kleinen Eisbär können sich auf eine Fortsetzung seiner Abenteuer auf der Leinwand freuen. Produziert werden die neuen Lars-Geschich­ten, die den Helden diesmal auf die Galapagos Inseln führen, von der Berliner Cartoon Film, die für ihren Kinospaß "Der kleine Eisbär II" von der Filmstif­tung 1,3 Mio Euro Förderung erhält. Regie führen Piet de Rycker und Thilo Rothkirch. Rund 2,7 Millionen große und kleine Besucher begeisterte "Der kleine Eisbär" bereits im Kino, so dass der Verleih und Koproduzent Warner Bros. vor wenigen Tagen seine Verleihförderung von über 150.000 Euro an die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen zurückzahlen konnte.

"Der kleine Eisbär" ist aber nur einer von drei neuen Animationsfilmen für Kinder und Junggebliebene, die mit Unterstützung der Filmstiftung Nordrhein-West­falen entstehen: Auch "Der kleine König Macius" will das Kino erobern. Die Leipziger Saxonia Media Filmproduktion produziert die Abenteuer des kleinen Königs als deutsch-französisch-polnische Koproduktion mit dem KiKa, wo Macius schon eine große Fangemeinde besitzt. Inszeniert wird die Geschichte von den Regisseuren Lutz Sützner, Sandor Jesse und Marc Boreal. Die Filmstiftung ist mit 320.000 Euro dabei. Und noch ein kleiner animierter Bär will auf die Lein­wand. Regisseur Greg Manwaring inszeniert "Little Big Panda" als deutsch-chinesisch-luxemburgische Gemeinschaftsproduktion der Benchmark Enter­tainment Picture Productions und des BR. Die Filmstiftung unterstützt das Projekt mit 400.000 Euro.

Götz George, Martina Gedeck und Vadim Glowna spielen die Hauptrollen in dem Kinofilm "Maria an Callas", den Regisseurin Petra Katharina Wagner nach ihrem eigenen Drehbuch 2004 auch in Nordrhein-Westfalen dreht. In der deutsch-französischen Koproduktion der Kölner BB Film mit der Berliner Moon­film erzählt sie eine Geschichte über Liebe, Lüge, Betrug und die Illusion, sein Leben in der Hand zu haben. Die Filmstiftung fördert das Projekt, das der Verleih Nighthawks Pictures in die Kinos bringt, mit 950.000 Euro.

In Kaiserswerth bei Düsseldorf sind die Dreharbeiten zu Joseph Vilsmaiers neuem Film "Vera" schon in vollem Gange. Mario Adorf, Gunther Gillian, Lara Joy Körner, Max Tidorf und Heinz Hoenig spielen die Hauptrollen in der zweiteiligen Degeto-Produktion über ein junges Mädchen, das ihrem Geliebten in dessen Heimat Sizilien folgt und dort in eine Fehde rivalisierender Mafia-Fami­lien gerät. Produziert wird die wahre Geschichte, für die Rolf-René Schneider das Drehbuch schrieb, von der Münchner Graf Film und der ausführenden Schiwago Film, die dafür von der Filmstiftung NRW 700.000 Euro erhalten.

Ebenfalls einen TV-Zweiteiler inszeniert Regisseur Rolf Schübel für Kadir Sözens Kölner Produktionsfirma Filmfabrik und den WDR. In "Goldsucher" erzählt er nach dem Drehbuch von Tevfik Baser von der tragischen Liebe zwischen Melike und Mustafa und vom Aufbruch der ersten türkischen Gastarbeiter nach Deutschland – eine Geschichte, die 1962 beginnt und bis in die heutige Zeit führt. Gedreht wird 2004 auch in NRW, die Filmstiftung fördert schon jetzt mit 1,3 Mio. Euro.

Ins Jahr 1913, kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges, entführt die Regisseurin Vivian Naefe die Zuschauer in ihrem neuen Fernsehfilm "Wellen", den die Berli­ner Ziegler Film als deutsch-litauische Koproduktion für ZDF/arte produziert. Marie Bäumer, Monica Bleibtreu und Matthias Habich spielen die Haupt­rollen in dem Historienbild voller Dramatik und Erotik, für das Günter Schütter das Drehbuch geschrieben hat und das die Filmstiftung NRW mit 400.000 Euro unterstützt.

Weil er Geld braucht, eröffnet der 23-jährige Elviz die erste Sex-Hotline nur für Türken und hat Erfolg. Welchen Ärger ihm das bringt, erzählt Regisseur Torsten Wacker in dem Kinofilm "Süperseks", den die Magnolia Filmproduktion mit Valerian Film, Studio Babelsberg Motion Pictures und dem ZDF produziert und dafür von der Filmstiftung 250.000 Euro Förderung erhält. Denis Moschitto, Hilmi Sözer, Martin Glade und Sevgi Özdamar spielen die Hauptrollen bei der Verfilmung des Drehbuchs von Kerim Pamuk und Daniel Schwarz.

Vier Geschichten, die durch den Plot, den Europäischen Gedanken und die Idee der Gleichzeitigkeit verbunden sind, bringt Regisseur und Autor Hannes Stöhr ("Berlin is in Germany") in seinem neuen Kinofilm "Galatasaray – Depor" auf die Leinwand. Die deutsch-spanische Koproduktion der Berliner moneypenny Filmproduktion mit dem ZDF soll 2004 auch in NRW gedreht werden und von Piffl Medien in die Kinos gebracht werden. Die Filmstiftung beteiligt sich mit 200.000 Euro.

Anfang des Jahres erhielt Regisseur und Autor Gandulf Hennig eine Vorberei­tungsförderung für seine Kino-Dokumentation "Fallen Angel – Gram Parsons" über die ungewöhnliche Lebensgeschichte und den bizarren Tod des gleichnami­gen Millionenerben und Musikers. Jetzt steht die Koproduktion der Düsseldorfer Spothouse TV mit der BBC Music Entertainment und dem BR kurz vor Dreh­beginn und erhält dafür 215.000 Euro Produktionsförderung.

1960 wanderte der Vater der indischen Regisseurin Sandhya Suri nach England aus, von wo aus er regelmäßig Super 8 Filme und Tonbänder nach Hause schickte. In ihrer deutsch-italienischen Koproduktion "Safar", die von der Kölner zero west mit ZDF/arte produziert wird, montiert die Regisseurin dieses Material mit neuen Aufnahmen und Interviews. Das Ergebnis ist ein bewegendes Filmdoku-ment über Immigration, das die Filmstiftung mit 60.000 Euro unterstützt.

Auch "Alexandrine Tinne" verließ ihre Heimat. Als 21-jährige ging die junge Holländerin 1856 erstmals in den Orient und blieb ihm Zeit ihres Lebens verfallen. In seinem Dokumentarfilm, der in Zusammenarbeit mit WDR/arte entsteht und den Real Fiction in die Kinos bringen will, folgt Dokumentarfilmer Dietrich Schubert ihren Spuren und erhält dafür 122.000 Euro Förderung.

In "Samsara" bot Regisseur Pan Nalin bereits opulente Bilder aus seiner Heimat. Auch sein neues Projekt "Valley of Flowers" beginnt wieder im Himalaja und erzählt eine magische Geschichte, die ihren Bogen über ein Jahrhundert vom Leben in den Bergen bis ins hektische Tokio von heute spannt. Die Kölner Pan­dora Film erhält für den Kinofilm von der Filmstiftung eine Vorbereitungsförde­rung in Höhe von 100.000 Euro.

In seiner Geschichte "Das Lächeln der Tiefseefische", die Till Endemann für Zieglerfilm Köln schreibt, erzählt der Absolvent der Filmakademie Ludwigsburg vom Erwachsenwerden auf einer Ferieninsel, von Verantwortung, Träumen und natürlich der Liebe. Um daraus ein drehfertiges Drehbuch zu machen, erhält Zieglerfilm Köln eine von vier vergebenen Drehbuchförderungen der Filmstiftung.

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