Film und Medien Stiftung NRWNewsPressemitteilungenDeutscher Filmpreis 2019: Lola in Gold, Silber und Bronze für filmstiftungsgeförderte Produktionen

Deutscher Filmpreis 2019: Lola in Gold, Silber und Bronze für filmstiftungsgeförderte Produktionen

  • Mit 6 Lolas ist „Gundermann“ von Andreas Dresen und Pandora Film der große Gewinner: Lola in Gold als Bester Spielfilm, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste männliche Hauptrolle, Bestes Kostümbild, Bestes Szenenbild
  • 4 Lolas für „Styx“ von Wolfgang Fischer: Lola in Silber als Bester Spielfilm, Beste weibliche Hauptrolle, Beste Kamera, Beste Tongestaltung
  • 3 Lolas für „Der Junge muss an die frische Luft“ von Caroline Link: Lola in Bronze als Bester Spielfilm, Beste weibliche Nebenrolle sowie Auszeichnung als besucherstärkster Film des Jahres
  • 69. Deutscher Filmpreis heute Abend im Palais am Funkturm in Berlin

Bei der Verleihung des 69. Deutschen Filmpreises in Berlin wurden am Freitag (03. Mai) drei filmstiftungsgeförderte Produktionen mit 13 Lolas in allen wichtigen Kategorien ausgezeichnet.

Der Gewinner des Abends war mit 6 Lolas „Gundermann“ von Andreas Dresen, der die Lola in Gold als Bester Spielfilm sowie die Preise für Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste männliche Hauptrolle, Bestes Kostümbild und Bestes Szenenbild und damit die meisten Auszeichnungen erhielt. 4 Lolas wurden an „Styx“ von Wolfgang Fischer vergeben: die Lola in Silber als Bester Spielfilm sowie für die Beste weibliche Hauptrolle, Beste Kamera und Beste Tongestaltung. 3 Lolas gingen an „Der Junge muss an die frische Luft“ von Caroline Link, der neben der Lola in Bronze als Bester Spielfilm und für die Beste weibliche Nebenrolle auch als besucherstärkster Film des Jahres geehrt wurde. In geheimer Wahl waren die Preisträger zuvor durch die knapp 2.000 Mitglieder der Deutschen Filmakademie unter ihrem neuen Präsidenten Ulrich Matthes ermittelt worden.

„Was für ein grandioser Abend für ‚Gundermann‘! Herzlichen Glückwunsch an Andreas Dresen, Laila Stieler und Produzentin Claudia Steffen von der Kölner Pandora Film und natürlich an Alexander Scheer. Glückwünsche auch an Wolfgang Fischer zu 4 Lolas für ,Styx‘ – sowie an Caroline Link und ihr Team für ,Der Junge muss an die frische Luft‘ zu 3 Lolas und 3,6 Mio. Besuchern. Wir freuen uns und sind glücklich, dass wir diese besonderen Filme unterstützen durften“, so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW. „Gratulation an Christian Becker zum Bernd-Eichinger Preis, und dann vor allem an die Ehrenpreisträgerin, die großartige Regisseurin Margarethe von Trotta, der das deutsche Kino wunderbare Filme und Frauenfiguren zu verdanken hat. Ein Dank geht nicht zuletzt an die Akademie und ihren neuen Präsidenten Ulrich Matthes für eine warmherzige und engagierte Preisverleihung.“

Lola in Gold für „Gundermann“: Regisseur Andreas Dresen mit den prämierten Produzenten Christoph Friedel und Claudia Steffen (Pandora Film) © Sebastian Gabsch / Deutsche Filmakademie

Die filmstiftungsgeförderten Preisträger im Überblick:

Lola in Gold für den Besten Spielfilm
Gundermann“, Regie: Andreas Dresen, Drehbuch: Laila Stieler, Produktion: Pandora Film, Kineo Filmproduktion

Lola in Silber für den Besten Spielfilm
Styx“, Regie: Wolfgang Fischer, Drehbuch: Wolfgang Fischer, Ika Künzel, Produktion: Schiwago Film, Amour Fou Filmproduktion

Lola in Bronze für den Besten Spielfilm
„Der Junge muss an die frische Luft“, Regie: Caroline Link, Drehbuch: Ruth Toma, Produktion: UFA Fiction, Gesellschaft für Feine Filme, Warner Bros. Entertainment

Beste Regie
Gundermann“, Regie: Andreas Dresen, Drehbuch: Laila Stieler, Produktion: Pandora Film, Kineo Filmproduktion

Bestes Drehbuch
Gundermann“, Regie: Andreas Dresen, Drehbuch: Laila Stieler, Produktion: Pandora Film, Kineo Filmproduktion

Beste weibliche Hauptrolle
Susanne Wolff in „Styx“, Regie: Wolfgang Fischer, Drehbuch: Wolfgang Fischer, Ika Künzel, Produktion: Schiwago Film, Amour Fou Filmproduktion

Beste männliche Hauptrolle
Alexander Scheer in „Gundermann“, Regie: Andreas Dresen, Drehbuch: Laila Stieler, Produktion: Pandora Film, Kineo Filmproduktion

Beste weibliche Nebenrolle
Luise Heyer in „Der Junge muss an die frische Luft“, Regie: Caroline Link, Drehbuch: Ruth Toma, Produktion: UFA Fiction, Gesellschaft für Feine Filme, Warner Bros. Entertainment

Beste Kamera/Bildgestaltung
Benedict Neuenfels für „Styx“, Regie: Wolfgang Fischer, Drehbuch: Wolfgang Fischer, Ika Künzel, Produktion: Schiwago Film, Amour Fou Filmproduktion

Bestes Szenenbild
Susanne Hopf für „Gundermann“, Regie: Andreas Dresen, Drehbuch: Laila Stieler, Produktion: Pandora Film, Kineo Filmproduktion

Bestes Kostümbild
Sabine Greunig für „Gundermann“, Regie: Andreas Dresen, Drehbuch: Laila Stieler, Produktion: Pandora Film, Kineo Filmproduktion

Beste Tongestaltung
Andreas Turnwald, Uwe Dresch, Andre Zimmermann und Tobias Fleig für „Styx“, Regie: Wolfgang Fischer, Drehbuch: Wolfgang Fischer, Ika Künzel, Produktion: Schiwago Film, Amour Fou Filmproduktion

Besucherstärkster deutscher Film des Jahres: „Der Junge muss an die frische Luft“
Als besucherstärkster deutscher Film des Jahres wurde Caroline Links „Der Junge muss an die frische Luft“ ausgezeichnet, der Ende 2018 in den deutschen Kinos startete und bisher 3,6 Millionen Besucher erreichte. Der Film erhielt zudem die Lola in Bronze als Bester Spielfilm sowie eine Lola für Luise Heyer als Beste Darstellerin einer Nebenrolle.

Ehrenpreis für Margarethe von Trotta
Die Autorin, Regisseurin und Schauspielerin Margarethe von Trotta wurde bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises mit dem Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet. Die Filmstiftung verbindet mit Margarethe von Trotta eine langjährige Zusammenarbeit, aus der Filme wie die Biopics „Hannah Arendt“ und „Visionen – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen“ hervorgegangen sind, die mehrfach ausgezeichnet wurden. 2013 wurde sie mit dem Herbert Strate-Preis ausgezeichnet, der von der Film-und Medienstiftung und dem HDF Kino verliehen wird. Die Laudatio auf Margarethe von Trotta hielt Katja Riemann.

Bernd Eichinger Preis 2019 für Christian Becker
Mit dem Bernd Eichinger Preis wurde am Abend der Produzent Christian Becker ausgezeichnet. Die siebenköpfige Jury des 2012 ins Leben gerufenen Preises, der u. a. die Stifterinnen Katja und Nina Eichinger angehören, würdigt mit der Auszeichnung die „herausragende Produzententätigkeit“ Beckers: „Seine Leidenschaft, seine Treue zu seinen Weggefährten wie auch seine Bereitschaft, den sicheren Pfad zu verlassen und neue Wege zu gehen, machen ihn zu einem würdigen Träger des Bernd Eichinger Preis“, heißt es in der Laudatio. Christian Becker produzierte mit seiner „Westside Filmproduktion“ u. a. die filmstiftungsgeförderten Produktionen „Auf Augenhöhe“, „Nicht mein Tag“, „Der letzte Bulle“ und „Benjamin Blümchen“. Den Preis überreichte Regisseur Peter Thorwarth, dessen Erfolgsfilm „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“ Becker produziert hatte.

Der Deutsche Filmpreis
Der Deutsche Filmpreis, die wichtigste und höchstdotierte Auszeichnung für den deutschen Film, ist mit Preisgeldern in einer Gesamthöhe von knapp drei Mio. Euro der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) dotiert und wird nach der Wahl durch die Mitglieder der Deutschen Filmakademie von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters verliehen. Die Verleihung ist eine Veranstaltung der Deutschen Filmakademie in Zusammenarbeit mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), produziert von der DFA Produktion. Gastgeber waren in diesem Jahr die Schauspielerin und Moderatorin Désirée Nosbusch und der Comedian und Schauspieler Tedros Teclebrhan. Das ZDF überträgt die Gala noch heute Abend.

Weitere Infos unter www.deutscher-filmpreis.de