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„Die große Stille“ zahlt sich aus

Philip Gröning zahlt Filmstiftung NRW auf der Berlinale die Produktions­förderung für seinen Dokumentarfilm "Die große Stille" zurück

Mit einem symbolischen Scheck in Höhe von 102.258 Euro zahlt Filmemacher Philip Gröning während der Berlinale die komplette Förderung zurück, mit der die Film­stiftung NRW die Produktion seines erfolgreichen Dokumentarfilms "Die große Stille" ermöglicht hat. Die Übergabe des Schecks erfolgt auf dem Presselunch der Filmstiftung NRW, zu der die NRW-Filmförderung traditionell während der Berliner Filmfestspiele in das Restaurant San Nicci einlädt.

Für seinen Dokumentarfilm über das Leben der Mönche des Kartäuser-Klosters Grande Chartreuse verbrachte Gröning als erster Filmemacher überhaupt mehrere Monate in dem Kloster und unterwarf sich dabei den strengen Regeln der Mönche. Aus den 200 Stunden Filmmaterial schuf er in zweieinhalb Jahren im Schneideraum eine kontempla­tive Meditation über die Stille, die ihre Premiere 2005 auf dem Filmfestival in Venedig feierte. Seit dem Kinostart im November 2005 sahen in Europa über eine Million Menschen die Doku auf der Leinwand. Neben vielen anderen Preisen gewann der Düsseldorfer Philip Gröning für "Die große Stille" 2006 den Europäischen Filmpreis und 2007 den Deutschen Kamerapreis.

Produziert wurde "Die große Stille" von Philip Grönings eigener Produktionsfirma als deutsch-schweizerische Koproduktion in Zusammenarbeit mit Arte/ZDF und BR.

Derzeit bereitet Philip Gröning seinen neuen Film "Die Frau des Polizisten" vor, erneut mit Unterstützung der Filmstiftung NRW. Der Film wird komplett in Nordrhein-Westfalen realisiert.

"Die große Stille hat bewiesen, dass auch leise Filme ihre Liebhaber an der Kinokasse finden und wirtschaftlich erfolgreich sind. Anspruch und kommerzieller Erfolg müssen sich nicht ausschließen, denn das Publikum ist klüger, als manch einer denkt. Das ist für uns Ansporn, auch in Zukunft auf den ersten Blick ungewöhnliche Produkti­onen zu unterstützen", freut sich Michael Schmid-Ospach über die Rückzahlung der Förderung.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Filmstiftung NRW, Tanja Güß
Tel.: 0211-930500, Fax: 0211-93050-85,