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„Djangos Erben“ und Hans Dampf

Filmstiftung NRW entscheidet im Bereich Produktion

22 Projekte unterstützt die Filmstiftung NRW in verschiedenen Stadien der Reali­sierung, darunter acht von Studenten nordrhein-westfälischer Filmhochschulen.

Mittelpunkt von „Djangos Erben“, ein Dokumentarfilm von Robert Krieg und Monika Nolte, ist das jährlich in Koblenz stattfindende gleichnamige Musikfesti­val, das Sinti-Musiker aus Deutschland und Frankreich zusammenbringt, um den legendären Sinti-Swing zu spielen. Treibende Kraft hinter dem Musik-Festival ist die Familie Reinhardt, die seit Generationen in Koblenz lebt; ihre Lebensentwürfe spiegeln Vielfalt und Widersprüche einer bis heute diskriminierten Minderheit wieder. „Djangos Erben“ wird von der Neue Cameo Film produziert.

Hans Dampf“ ist ein märchenhaftes Roadmovie, angelehnt an das Märchen Hans im Glück. Hans Dampf ist ein Glückspilz und der Kinofilm von Christian Mrasek und Jukka Schmidt beschäftigt sich mit dem Habenwollen und dem Kriegenkönnen. Mit einer Mischung aus professionellen Schauspielern und Laien bauen sie ihren Film wie ein buntes Mixtape auf. Den 90-Minüter produzieren sie mit ihrer Kölner ehrenmann filmproduktion.

Luis“ ist der Titel des Kurzfilms, mit dem Michael Koch seinen Abschluss an der Kunsthochschule für Medien Köln abschließt. In dem 25-Minüter sucht der 18-jährige Luis seinen Vater Henryk auf, um von ihm Geld für sein Studium zu ver­langen. Luis, der sich die emotionale Nähe zu seinem Vater wünscht, ist komplett überfordert, als er seinen Vater mit einer neuen Familie antrifft, von der er nie etwas geahnt hat. Henryk selbst versucht, seine emotionalen Unzulänglichkeiten als gönnerhafter Vater zu überspielen. „Luis“ ist eine Koproduktion mit der Schweizer Dschoint Ventschr.

Nach ihrem Studium an der KHM will Christine Lang mit „Adela und der Schnee oder die Macht der Umstände“ (AT) ihr Langspielfilm-Debüt geben. Wie ein dokumentarisch anmutender Spielfilm will sie die Geschichte der Philippi­nin Adela erzählen, die nach Deutschland kommt, um mit Stefan eine Vernunftehe zu führen. Alles scheint seine Ordnung zu haben, doch weder Adela noch Stefan ist glücklich. Die Filmstiftung unterstützt sie mit einer Drehbuchförderung für ihr Debüt.

Das Gremium der Filmstiftung NRW, Produktion 2, entschied in seiner Sitzung Produktion vom 27. Februar 2008, 22 Projekte zu unter­stützen. Die vom Verein Filmbüro NW benannten Mitglieder des bei jeder Sitzung wechselnden Förderausschusses waren der Produzent Peter Kreutz (aquafilm, Köln), die Cutterin Gesa Marten (Köln) sowie der Regisseur Felix Randau („Die Anruferin“, Berlin).

Die Fördertabelle im pdf-Format finden Sie hier

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Filmstiftung NRW, Tanja Güß, Erna Kiefer, Tel.: 0211 – 930500; presse@filmstiftung.de