Film und Medien Stiftung NRWNewsNewsDreharbeiten in NRW: Neues Kino, serielle Innovationen und historische Stoffe zum Jahresende

Dreharbeiten in NRW: Neues Kino, serielle Innovationen und historische Stoffe zum Jahresende

Zum Jahresende stehen nach einem produktiven und intensiven Produktionsjahr 2025 in NRW erneut Dreharbeiten für spannende und aufregende Geschichten an, sowohl für die große Leinwand wie fürs Binge-Watching.

Schatten (AT)

Gerade in Köln abgedreht wurde Benjamin Teskes Kinodebüt „Schatten“ (AT). Das Genre-Melodrama erzählt die Geschichte einer jungen Mutter (Alice Dwyer), die um ihr Leben kämpft und sich in einen Vampir (Sabin Tambrea) verliebt, der sich nach dem Tod sehnt. Weitere Darstellende sind Sara Fazilat, Werner Wölbern, Samia Chancrin, Benny O. Arthur, Susi Banzhaf und Bernd Hölscher, das Drehbuch stammt von Julia C. Kaiser. Produzentinnen sind Wüste Film und Wüste Film West. Die Kölner Filmeditorin Yana Höhnerbach übernimmt den Schnitt. Senderpartner sind WDR, Arte und SWR. Die Film- und Medienstiftung NRW förderte „Schatten“ mit 300.000 Euro. Weitere Förderung kam von MOIN, der FFA sowie dem Deutschen Filmförderfonds. „Schatten“ (AT) wird im Verleih von mindjazz pictures Köln in den deutschen Kinos starten.

Husk (AT)

Aktuell entsteht die sechsteilige ZDFneo-Original-Serie „Husk“ (AT). Gedreht wird in NRW u.a. in Bocklemünd, Bornheim, Dormagen, Rösrath, Dellbrück, Mülheim und Junkersdorf. Die Serie erzählt die Geschichte von Emilia Walser (Luna Jordan), die seit Jahren an der Schuld am Skiunfall ihrer Schwester Clara (Alicia von Rittberg) leidet. Clara liegt seit dem Unfall im Koma. Eine neuartige Technologie erlaubt es, Bewusstsein von einem Körper in einen anderen zu übertragen. Emilia will Clara ihr Bewusstsein „ausleihen“ und sie so ins Leben zurückzuholen. Die Regie übernehmen Mia Meyer (Folgen 1–3, 6) und Tim Trachte (Folgen 4–5). Produziert wird die Serie von der U5 Filmproduktion. Nach dem Dreh in Nordrhein-Westfalen geht es nach Frankfurt und Südtirol. Die Film- und Medienstiftung förderte „Husk“ mit 1,1 Millionen Euro.

Die Stille liebt es und die Nacht

Für die Kölner Heimatfilm entsteht unter der Regie von Nana Neul der historische Spielfilm „Die Stille liebt es und die Nacht“, der ein wenig bekanntes Kapitel aus Friedrich Schillers Leben in den Mittelpunkt rückt. Im Fokus steht die Beziehung zwischen dem jungen Autor und dem Komponisten Andreas Streicher, die kurz nach dem Triumph der „Räuber“ ihren Anfang nimmt. Gemeinsam kämpfen sie – für die Kunst, die Freiheit, die Freundschaft und die Liebe. Das Drehbuch verfasste Sylke Rene Meyer. Hugo Tiedje, Jan Bülow, Stefanie Reinsperger und Thomas Schubert stehen vor der Kamera. Nach Drehs in Thüringen und Hessen wird nun in NRW u.a. auf Schloss Türnich gedreht. Die Film- und Medienstiftung NRW förderte „Die Stille liebt es und die Nacht“ mit 700.000 Euro. Weitere Förderung kam von der MDM, Hessen Film & Medien, BKM, FFA und DFFF. Neue Visionen bringt den Film ins Kino.

Tania

Vorne v.ln.r.: Daniel Hernandez, Mercedes Müller, Alberto Ammann
Hinten v.ln.r.: Ko-Produzent Jakob Gisik (Try Us), Regisseur Elmar Fischer Redakteurin Caren Toennissen (WDR), Produzent Fritjof Hohagen (enigma/ near future Films), Ko-Produzent Matthias Kampmann (Try Us).

Elmar Fischer dreht aktuell den Kinofilm „Tania“, der die wahre Geschichte der ostdeutschen Revolutionärin Tamara „Tania“ Bunke erzählt. Anfang der 1960er kämpfte sie an der Seite Che Guevaras. Der Film erzählt ihren Weg von Ost-Berlin nach Kuba, ihre Rolle als Agentin im Kalten Krieg und ihren tragischen Konflikt zwischen Liebe und Loyalität. Mercedes Müller spielt Tania, Alberto Ammann Che Guevara, in weiteren Rollen sind Claudia Michelsen, Ronny Zehrfeld, Hanno Koffler, Anna Unterberger, Daniel Hernandez und Moritz Führmann zu sehen. Das Drehbuch verfasste Tobias Stille gemeinsam mit Elmar Fischer und Thomas Brussig. Produzenten sind near future films und enigma film. Neben NRW sind Eisenhüttenstadt, Südtirol und Gran Canaria Drehorte. Die Film- und Medienstiftung NRW unterstützt mit 350.000 Euro. Weitere Unterstützung kam von MBB, IDM Südtirol, FFF und DFFF.

 

Ausblick Start 2026

2026 startet das Dreh-Jahr in NRW dann u. a. mit der Verfilmung von Saša Stanišics „Herkunft“ in der Regie von Clara Zoë My-Linh von Arnim für die UFA Fiction und Felix Stienz Verfilmung von Tilmann Rammstedts „Morgen Mehr“ für die Kölner Weydemann Bros.. Für den Serienmarathon wird ebenfalls gesorgt: John Strickland übernimmt die Regie für „Embassy“. Die Kölner Turbine Studios sind deutscher Produzent der sechsteiligen Serie.