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Film und Medien Stiftung NRWNewsPressemitteilungenDritter NRW-Dokutag: Verwertung jenseits des Flächenstarts?

Dritter NRW-Dokutag: Verwertung jenseits des Flächenstarts?

Am Mittwoch, 6. Juni, findet im Alten Pfandhaus in der Kölner Südstadt der dritte NRW-Dokutag statt. Anknüpfend an die Themen des Vorjahres geht es 2018 um innovative Verwertungskonzepte jenseits der klassischen Herausbringungsformen. Experten aus dem In- und Ausland stellen ihre aktuellen  Arbeitsansätze vor, sie fragen, welche Maßnahmen bereits bei der Stoffentwicklung ergriffen werden können, wie erfolgreiche Zielgruppenkonzepte aussehen und welche nationalen Bedürfnisse bei einer internationalen Verwertung beachtet werden müssen.

In Vorträgen, Interviews und Gesprächen geht es von 13.00-18.00 Uhr um unterschiedliche Arbeitsansätze, alternative Verleihstrategien und internationale Auswertungsformen. Unter der Überschrift „Made in NRW“ stellen die Produzenten das abwechslungsreiche Dokumentarfilmjahr in NRW vor. Und auch in diesem Jahr soll die Arena im Pfandhaus den intensiven Austausch zwischen Experten und Besuchern ermöglichen.

„Der Dokumentarfilm ist eine der großen inhaltlichen Stärken der NRW-Filmproduktion, tut sich aber im Kino zunehmend schwer. Filmemacher, Produzenten und Verleiher sind mehr denn je gefragt, über Auswertungs- und Herausbringungskonzepte nachzudenken, mit denen ihre Dokumentarfilme auch in Zukunft ihr Publikum erreichen können“, so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW. „Damit schließt der Themenschwerpunkt des Dokutages durchaus an die zuletzt veröffentlichten NRW-Fördergrundsätze an, die auf Qualitätssteigerung der geförderten Projekte ebenso abzielen wie auf ihren marktlichen und wirtschaftlichen Erfolg.“

  • Nach der Begrüßung von Filmstiftungsgeschäftsführerin Petra Müller und Filmbüro-Vorstand Torsten Reglin macht Regisseur und Produzent Arne Birkenstock (Vorstand Dokumentarfilm Deutsche Filmakademie) den Auftakt mit einem kurzen Überblick zum „Dokumentarfilm im Kino und anderswo“. Birkenstock vertritt die These, dass der Flächenstart für den Dokumentarfilm nicht mehr funktioniert und nennt aktuelle Zahlen.
  • Im Anschluss geht es in Präsentationen sowie Q&A’s um neue, spannende Arbeitsansätze für Entwicklung, Marketing und Auswertung. Vorgestellt werden drei MEDIA geförderte Initiativen:
    Der Workshop dok.incubator unterstützt Dokumentarfilmschaffende mit Projekten in der Postproduktion bei der Entwicklung internationaler Marketing- und Vertriebsstrategien.
    Die europäische Initiative MOVING DOCS organsiert länderübergreifend alternative Auswertungsformen für ausgewählte Dokumentarfilme.
    Bei Sunny Side of the Doc in La Rochelle wird 2019 Deutschland das Fokusland sein.
  • Autor und Regisseur Sobo Swobodnik präsentiert mit dem neugegründeten Filmverleih Partisan alternative Verleihstrategien.
  • Freddy Neumann, Marketingexperte, gibt Beispiele für notwendige Maßnahmen in der Vermarktung von Dokumentarfilmen. Einige Produzenten aus NRW stellen den Status Quo eines abwechslungsreichen Dokumentarfilmjahres vor (Dokumentarfilm Made in NRW).
  • Anschließend wird anhand von „The Cleaners“ gezeigt, wie ein Film, der als reines Fernsehprojekt geplant war, zum Kinoevent internationaler Auswertung wurde.
  • Erwartet werden Filmemacher, Produzenten, Kinoverleiher, Fernsehredakteure und Festivalmacher, die im abschließenden Get Together die Arbeitsergebnisse des Tages nochmals reflektieren werden.

Veranstalter des NRW-Dokutages ist die Film- und Medienstiftung NRW in Kooperation mit dem Filmbüro NW, der Deutschen Filmakademie und dem Creative Europe Desk NRW. Weitere Partner des dritten Dokutags sind AG DOK, dfi im Filmbüro NW, Documentary Campus, ifs-Masterclass Non-Fiction, KHM und Film- und Medienverband NRW.