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Film und Medien Stiftung NRWNewsPressemitteilungenEin Gelübde, Finnischer Tango, eine Trennung und ein Ironman – Spannende Themen im Filmland NRW

Ein Gelübde, Finnischer Tango, eine Trennung und ein Ironman – Spannende Themen im Filmland NRW

Produktionen mit nationalen und internationalen Stars wie Juliette Binoche, Max Riemelt und Barbara Sukowa

Spannung ist zu Beginn des Filmjahres 2007 in Nordrhein-Westfalen wieder garantiert. So drehen unter anderem Juliette Binoche, Martina Gedeck, Heino Ferch und Max Riemelt mit Unterstützung der Filmstiftung in NRW. Und auch die Themen reichen von historischen und autobiografischen Geschichten bis zu neumodischen Weihnachts­feiern.

Alex und seine Familie müssen Anfang der achtziger Jahre vor der Militärjunta in Argentinien nach Deutschland flüchten. Während Lizzie, seine Mutter, schnell Fuß fasst, ist die Situation für Carlos, seinen Vater, schwieriger: die Sehnsucht nach Argentinien setzt ihm mehr und mehr zu. Argentinien wird gegen Deutschland Weltmeister und Alex trifft Hanna, seine erste Liebe. In der Familiengeschichte "Die Tränen meiner Mutter" spielt Fabian Busch den erwachsenen, Adrian Goessel ("Die Flucht") den jugendlichen Alex. Rafael Ferro und Erica Rivas spielen die Eltern. Die Kölner Produk­tionsfirma Filmworker produziert den Kinofilm gemeinsam mit dem ZDF/Das kleine Fernsehspiel. Noch bis Ende März inszeniert Regisseur Alejandro Cardenas in NRW.

Ab 19. März gibt es dann in Köln "Finnischer Tango". In der Komödie der Geisberg Studios und der Pinguin Film täuscht der ebenso leidenschaftliche wie erfolglose Musiker Alex eine Behinderung vor, um in einer Behinderten-theatergruppe unterzu­tauchen. Regisseurin Buket Alakus, die schon mit dem Max-Ophüls-Preis ausge­zeichnet wurde, inszeniert mit Christoph Bach, Mira Bartuschek und Fabian Busch in den Hauptrollen. Die Theatergruppe wird von erfahrenden Darstellern aus Ensembles verschiedener Behindertengruppen dargestellt.

Mitte der Neunziger taucht Andreas Niedrig in der internationalen Triathlon-Szene auf und gewinnt innerhalb kürzester Zeit mehrmals den Sportwettkampf "Ironman". Doch plötzlich tauchen Gerüchte um den Ausnahmesportler auf. Anfang der Neunziger outet sich Niedrig: vor seiner Sportkarriere war er rauschgiftsüchtig. Verwahrlost begann er einen Entzug – doch den endgültigen Absprung von den Drogen schaffte er erst durch den Sport. Die Kölner enigma film produziert den Kinofilm nach dem wahren Leben von Andreas Niedrig. Adnan G. Köse inszeniert noch bis Ende März in Dinslaken und Umgebung mit Max Riemelt, Axel Stein, Jasmin Schwiers und Uwe Ochsenknecht in den Hauptrollen. Kinowelt bringt "Ironman" auf die Leinwand.

Ab 27. März dreht Dominik Graf, der gerade erst mit dem Grimme-Preis ausge­zeichnet wurde, in Billerbeck "Das Gelübde". Das Zusammentreffen des berühmten Dichter Clemens Brentano und der stigmatisierten Nonne Anna Katharina Em­merich 1818 in Dülmen wird für beide zur Wegkreuzung. Er will ihre Visionen proto­kollieren, um so sein altes ausschweifendes Dichterleben loszuwerden. Doch es lässt sich nicht einfach abschütteln, und auch Anna ist nicht so heilig wie sie scheint. Die Colonia Media produziert für den WDR mit Misel Maticevic, Tanja Schleiff, Arved Birnbaum und Anke Sevenich in den Hauptrollen das Historiendrama komplett im Münsterland.

Am 28. April wird dann in Köln Weihnachten gefeiert. Vanessa Jopp inszeniert die Komödie um eine Patchwork-Familie, die mit gesamter Großfamilie ein Weihnachtsfest feiern will, bei dem die gespielte Harmonie zunehmend auffliegt. In den Hauptrollen des Kinofilms "Meine schöne Bescherung", den X Filme gemeinsam mit dem WDR produziert, sind Martina Gedeck, Heino Ferch, Roeland Wiesnekker und Jasmin Tabatabai zu sehen.

Am 2. Mai starten die NRW-Dreharbeiten für den historischen Zweiteiler "Hafen der Hoffnung: Die letzte Fahrt der Wilhelm Gustloff" der UFA Film-produktion für das ZDF in den Kölner MMC Studios. Regisseur Joseph Vilsmaier dreht seit 12. März in Stralsund die Außenaufnahmen für das Drama um den Untergang des Flüchtlings­schiffes, bei dem 1945 über 9000 Menschen ums Leben kamen. In den Hauptrollen sind Kai Wiesinger, Valerie Niehaus, Heiner Lauterbach, Dana Vávrová, Ulrike Kriener und Detlev Buck zu sehen.

Anfang April dreht der vielfach ausgezeichnete Regisseur Amos Gitai in NRW. An der internationalen Koproduktion ist die Kölner Pandora Film beteiligt. Nach über 20 Jahren trifft sich das Geschwisterpaar Uli und Anna wieder. Uli muss als Reserve­offizier zurück nach Israel, um bei der Evakuierung des Gaza Streifens zu helfen. Auch Anna kehrt zurück nach Gaza, um ihre Tochter zu besuchen, die ebenfalls evakuiert werden muss. In den Hauptrollen von "Disengagement" spielen Juliette Binoche, Liron Levo, Asia Argento, Jeanne Moreau und Hanns Zischler.

Im Frühsommer verfilmt dann Regisseurin Ulla Wagner Uwe Timms Bestseller "Die Entdeckung der Currywurst". Känguruh Film produziert den Kinofilm um eine schwierige Liebesgeschichte in den letzten Tagen des Krieges fast komplett in NRW. Alexander Khuon spielt einen jungen Soldaten, der desertiert, und Barbara Sukowa seine ältere Geliebte, die ihn versteckt und ganz nebenbei noch das Rezept für die Currywurst-Sauce erfindet.

"Lenin kam nur bis Lüdenscheid" – zumindest wenn man dem auto-biografischen Buch von Richard David Precht glauben schenken darf, auf dem der gleichnamige Dokumentarfilm beruht. Precht berichtet vom sozialistischen Kosmos seiner Kindheit als Kind der 68er. Mitte April wird an Original-schauplätzen in NRW – von Lüdenscheid, Wattenscheid, Solingen bis zum Sauerland – gedreht. Die Kölner Florianfilm produ­ziert den Dokumentarfilm, für den André Schäfer die Regie übernimmt.

Ratz, ein unpolitischer junger Mann und Sohn eines österreichischen Ministers, erhält einen geheimnisvollen Anruf seiner Jugendliebe Mimi. Die Nichte eines litauischen Nazis bittet ihn um seine Hilfe. Ohne es zu wollen wird Ratz mit den Widerlichkeiten des 20. Jahrhunderts konfrontiert. Produzentin Christine Ruppert von Tatfilm, deren aktuelle Koproduktion "Der letzte König von Schottland" gerade im Kino startete, pro­duziert "Das Vaterspiel" mit Helmut Köpping, Sabine Timoteo, Ulrich Tukur und Christian Tramitz in den Hauptrollen. Regisseur Michael Glawogger startet Ende April mit den NRW-Dreharbeiten.

Im Sommer führen dann Peter Sehr und Marie Noëlle gemeinsam Regie im Drama "Die Frauen des Anarchisten". Die internationale Koproduktion ist hoch­karätig be­setzt mit Juan Diego Botto, Marìe Valverde, Nina Hoss, Laura Morante und Jean-Marc Barr. In den Kölner MMC-Studios finden dann die NRW-Dreharbeiten des von P’Artisan koproduzierten Dramas statt.

Ebenfalls im Sommer dreht Oskar Roehler dann "Lulu und Jimi" in NRW. In der Sperl und Schott Produktionen spielen Teresa Weissbach und Katrin Sass.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Filmstiftung NRW, Erna Kiefer, Tel.: 0211-930500, Fax: 0211-93050-85, .