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Film und Medien Stiftung NRWNewsFördermeldungenErfolgreiche Triathleten, pinkfarbene Feen und 60 Waisen

Erfolgreiche Triathleten, pinkfarbene Feen und 60 Waisen

Filmstiftung fördert 29 Projekte darunter internationale Koproduktionen mit China, Australien, Polen, Israel, Serbien, Slowenien, Frankreich, Österreich und der Schweiz

Die Entwicklung eines Mannes vom Junkie zum Weltklasse-Triathleten, das ist die Geschichte des deutschen Ultra-Triathleten Andreas Niedrig aus dem Ruhrge­biet. Regisseur Adnan G. Köse, der gemeinsam mit Produzent Fritjof Hohagen auch das Drehbuch geschrieben hat, bringt sie nun auf die Leinwand. Die Hauptrollen in der Koproduktion der Kölner enigma film mit der baye­rischen Odeon Film spielen Max Riemelt, Jasmin Schwiers, Axel Stein und Robert Gwisdek. Gedreht wird "Ironman", den die Filmstiftung NRW mit 650.000 Euro fördert, nahezu komplett in Nordrhein-Westfalen.

Prinzessin Lillifee plant ein großes Fest, doch da erlöschen plötzlich ihre Zau­berkräfte, und ihr Königreich Pinkovia gerät in Gefahr. Wie die Kleine mit dem Problem fertig wird, erzählen die neue deutsche Filmgesellschaft und Caligari Film nach einem Buch von Mark Slater in dem Animationsfilm "Prinzessin Lillifee". Die Filmstiftung NRW unterstützt den rosaroten Kinder­kinospaß, der in Koproduktion mit dem WDR entsteht, mit 500.000 Euro.

Als Koproduktion mit China und Australien realisiert die Kölner Zero West den neuen Kinofilm von Hollywood-Regisseur Roger Spottiswoode ("Under Fire"). In "The Children of Huang Shi" erzählt er die wahre Geschichte von 60 Waisenkindern, die von einem Engländer in einem 1500 Kilometer langen Marsch durch das kriegsgebeutelte China vor den marodierenden japanischen Truppen in Sicherheit gebracht werden. Die Filmstiftung NRW fördert das Pro­jekt mit 250.000 Euro.

Mit der Förderung der neuen Filme von Stefan Arsenijevic, Eran Riklis, Malgosia Szumowska und Ken Loach setzt die Filmstiftung auf Regisseure, mit denen sie schon in der Vergangenheit herausragende Filme realisiert hat:
Ausgerechnet an dem Tag, als Anica sich mit dem Geld ihres Chefs davonmachen will, gesteht ihr der vierzehn Jahre jüngere Stanislav seine Liebe. Wie sie sich entscheidet, erzählt der in Belgrad lebende Regisseur Stefan Arsenijevic, der schon an dem geförderten Episodenfilm "Lost and Found" beteiligt war, in sei­nem Film "Liebe und andere Verbrechen". Produziert wird der deutsch-serbisch-slowenische Kinofilm, in dem Anica Dobra die Hauptrolle spielen soll, von der Kölner Icon Film. Die Filmstiftung ist mit 200.000 Euro dabei.

Wie schon in "Die syrische Braut" greift Eran Riklis auch in seinem neuen Film wieder den Nahost-Konflikt auf. "Lemon Tree" erzählt die Geschichte einer palästinensischen Witwe, die die Zitronenplantage ihres Vaters gegen die Will­kür des israelischen Militärs retten will und mit ihrem Einsatz sogar die Frau des israelischen Verteidigungsministers beeindruckt. Realisiert wird die Kinopro­duktion von der Kölner Heimatfilm als deutsch-israelisch-schweizerisch-franzö­sische Koproduktion, an der auch ZDF/arte beteiligt ist. Die Filmstiftung fördert das Projekt mit 350.000 Euro.

Als deutsch-polnische Koproduktion entsteht der neue Film von Malgosia Szu­mowska, die schon mit ihrem geförderten Kinofilm "Leben in mir" überzeugen konnte. In "33 Szenen aus dem Leben", für den sie bereits eine Drehbuch­förderung erhielt und den sie zu Teilen in Nordrhein-Westfalen in Szene setzt, erlebt ihre Protagonistin innerhalb eines Jahres Schicksalsschläge, die bei nor­malen Menschen für ein ganzes Leben ausreichen würden. Dennoch lässt sie sich nicht unterkriegen. Dabei hilft ihr die Filmstiftung, indem sie die Kino-Produk­tion der Kölner Pandora Film mit 260.000 Euro unterstützt.

"These Times" heißt der neue Kinofilm von Ken Loach, in dem der diesjährige Gewinner der Goldenen Palme in Cannes die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die wenig Schulbildung aber dafür viel Ehrgeiz, Energie und Verstand besitzt. Das Drehbuch für die europäische Koproduktion der Berliner EMC Produktion stammt, wie schon bei "The Wind that Shakes the Barley", von Paul Laverty. Die Filmstiftung fördert den neuen Loach mit 200.000 Euro.

Christiane Paul ist für die Hauptrolle in "Hanna’s Words" eingeplant. Die Re­gisseurin Sabine Derflinger inszeniert nach einem Drehbuch von Dagmar Gabler in ihrem Kinofilm die Begegnung zweier extremer Menschen – dem Nu-Jazz Trompeter Martin und seiner großen Liebe Christine. Realisiert wird die deutsch-österreichisch-schweizerische Koproduktion, an der auch der WDR be­teiligt ist, fast vollständig in Nordrhein-Westfalen. Die Kölner Mediopolis erhält für das Projekt, das bereits als Drehbuch und in der Vorbereitung gefördert wurde, von der Filmstiftung NRW 530.000 Euro.

Eine Vorbereitungsförderung erhält die Filmproduktion Dietrich Schubert für "Der Traum lebt mein Leben zu Ende" von Katharina Schubert über das Leben der Lyrikerin Rose Ausländer. Weitere Vorbereitungsförderungen gehen an Tradewind Pictures für "Fri(e)da darf nicht sterben" (Autor: Thomas Springer) und an die Kölner Cameo Film für die romantische Culture-Clash-Komödie mit Musik- und Tanz­elementen aus Bollywood "Madly in Love" von Eva Vitija und Anna Luif.

Drehbuchförderungen erhielten Erwin Michelberger für sein Projekt "In a gada da vida" über eine 60-jährige Physikerin, die mit ihrem verträumten 19-jährigen Sohn auf eine Reise geht, Oliver Schwabe und Christian Becker ("Egoshooter") für "Zarte Parasiten", in dem sie für die Kölner RheinFilm von den Überlebensstrategien eines aus dem System gefallenen Pärchens erzählen, sowie die Kölner Produktion 2Pilots, für die Oliver Keidel und Harry Flöter das Buch "Mar del Plàstico" über eine junge Marokkanerin, die ihrem Mann über die Meerenge von Gibraltar nach Spanien folgt, schreiben.

Mit ihren Verleihförderungen ermöglicht die Filmstiftung NRW den optimalen Kinostart für "Glück in kleinen Dosen" (Verleih: 3L, Kinostart: 5. Oktober), "Ein Freund von mir" (Verleih: X Verleih, Kinostart: 26. Oktober), "Vitus" (Verleih: Schwarz Weiss Filmverleih, Kinostart: Winter 2006), "L’Avion – Das Zauberflugzeug" (Verleih: Farbfilm, Kinostart: Januar 2007) und "Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders" (Verleih: Constantin), das sich am Startwochende mit über 1 Mio. Besuchern souverän an die Spitze der Kinocharts setzen konnte.

Damit diese Filme auch in attraktiven Kinos zu sehen sind, fördert die Film­stiftung mit insgesamt 175.000 Euro die Modernisierung und innovative Marke­tingmaßnahmen von Filmtheatern in Aachen, Schmallenberg, Düsseldorf, Dinslaken und Finnentrop. In Wachtberg wird mit Hilfe der Filmstiftung NRW sogar ein neues Programm-Kino errichtet.

Fördertabelle im pdf-Downloadformat

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Filmstiftung NRW, Tanja Güß, Erna Kiefer, Tel.: 0211-930500, Fax: 0211-93050-85,