Film und Medien Stiftung NRWNewsNewsErster Filmpreis NRW für „Toni Erdmann“ und „Family Business“

Erster Filmpreis NRW für „Toni Erdmann“ und „Family Business“

  • Bester Spielfilm: Maren Ades „Toni Erdmann“ von Komplizen Film
  • Bester Dokumentarfilm: Christiane Büchners „Family Business“ der Büchner Filmproduktion
  • Unabhängige Jury: Sven von Reden, Dorothee Krings, Anke Leweke, Frank Olbert, Dominik Porschen
  • Verleihung im Rahmen der International Film Awards am Freitag, 14. Oktober 2016, in Köln
  • Träger der International Film Awards NRW: Land Nordrhein-Westfalen, Stadt Köln und
    Film- und Medienstiftung NRW

Zum Abschluss des Film Festival Cologne wird am Freitag, dem 14. Oktober 2016, erstmals der Filmpreis NRW in zwei Kategorien vergeben. Der Preis in der Kategorie Bester Spielfilm geht an den deutschen Oscar-Kandidaten „Toni Erdmann“ der Komplizen Film Produzenten Janine Jackowski, Jonas Dornbach und Maren Ade. In der Kategorie Bester Dokumentarfilm wird „Family Business“ der Büchner Filmproduktion, Tobias Büchner, geehrt. Beide Auszeichnungen sind mit je 10.000 Euro dotiert. Die Verleihung findet im festlichen Rahmen der International Film Awards NRW im Kölner Gürzenich statt.

Zu den Preisträgern:

Maren Ades „Toni Erdmann“ ist seit Mitte Juli in den deutschen Kinos und hat bereits 650.000 Zuschauer begeistert. Seinen Erfolgszug startete er im Mai im Wettbewerb des Cannes Filmfestivals, wo er Publikum, Kritiker und Branche gleichermaßen überzeugte. Dort gewann er den renommierten Preis der Internationalen Filmkritik FIPRESCI. Der Kölner Weltvertrieb The Match Factory hat die Komödie mit Sandra Hüller und Peter Simonischek, der am Abend ebenfalls mit einem Preis geehrt wird, bereits in über 100 Länder verkauft. Im August wurde bekannt gegeben, dass Maren Ades Ausnahmefilm für Deutschland ins Rennen geht um den Oscar für den Besten nicht englischsprachigen abendfüllenden Film geht. „Toni Erdmann“ ist eine Produktion von Komplizen Film in Koproduktion mit coop99Filmproduktion und Missing Link Films. SWR, WDR und ARTE beteiligten sich als Sender an der Produktion, NFP ist der deutsche Verleiher. Ein Teil des Films wurde in Aachen inszeniert, weiterer Drehort war Bukarest.

„Family Business“ von Christiane Büchner feierte seine Premiere im Mai 2015 auf dem Münchner DOK.fest, im Januar 2016 wurde die Produktion im Rahmen des Dokumentarfilmfests Stranger than Fiction zum ersten Mal in NRW gezeigt. „Family Business” ist eine Produktion der Kölner Büchner Filmproduktion in Koproduktion mit dem MDR und in Zusammenarbeit mit Arte und Lava Films. Der Kölner Real Fiction Verleih startete den Film im Januar 2016 in den deutschen Kinos.

Zum Filmpreis NRW:

Mit dem Filmpreis NRW werden Filme ausgezeichnet, die in besonderer Weise für das Filmschaffen in NRW stehen. So konnte die Jury Filme berücksichtigen, die unter maßgeblicher Mitwirkung eines NRW-Produzenten entstanden sind und/oder zu wesentlichen Teilen in NRW hergestellt wurden und im Zeitraum vom 1. Sep-tember 2015 bis 31. August 2016 im deutschen Kino gestartet sind.

Der neu geschaffene Filmpreis NRW wird durch das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Köln und die Film- und Medienstiftung NRW gefördert. Nominierung und Preisentscheidungen lagen bei einer unabhängigen Jury unter dem Vorsitz des Filmjournalisten Sven von Reden. Die weiteren Jury-Mitglieder sind: Dorothee Krings (Rheinische Post), Anke Leweke (RBB Berlin), Frank Olbert (Kölner Stadt Anzeiger) und Dominik Porschen (Filmlounge Köln).

Weitere Nominierte für den Filmpreis NRW 2016 in der Kategorie „Bester Spielfilm“ waren: „Babai“ von Visar Morina, Produzentin Nicole Gerhards, NiKo Films, „Der Staat gegen Fritz Bauer“ von Lars Kraume, Produzenten Thomas Kufus, zero one film, und Christoph Friedel, Terz Filmproduktion, „Junges Licht“ von Adolf Winkelmann, Produzenten Michael Smeaton, FFP New Media, und Christiane Schaefer-Winkelmann, Winkelmann Filmproduktion, sowie „Wild“ von Nicolette Krebitz, Produzentin Bettina Brokemper, Heimatfilm. Für den Filmpreis NRW 2016 in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ waren neben „Family Business“ außerdem „Herr von Bohlen“ von André Schäfer, Produzentin Marianne Schäfer, Florianfilm,  sowie „Sonita“ von Rokhsareh Ghaem Maghami, Produzent Gerd Haag, Tag/Traum Filmproduktion, nominiert.

Im Rahmen der International Film Awards NRW am Abend des 14. Oktober erhalten die französische Regisseurin Claire Denis den Filmpreis Köln, der Schauspieler Peter Simonischek den International Actors Award.Cologne, der Kameramann Christopher Doyle den Hollywood Reporter Award, der Fotograf und Dokumentarfilmer Pieter-Jan De Pue den Phoenix Preis sowie die Regisseurin Lucie Borleteau den TV Spielfilm-Preis.