Instagram
Film und Medien Stiftung NRWNewsNewsFestival d’Animation Annecy

Festival d’Animation Annecy

Ab Montag, 18. Juni, präsentiert das Festival d’Animation Annecy an sechs Festivaltagen mehr als 230 Filme, darunter zahlreiche Weltpremieren, aus über 80 Ländern. Im Wettbewerb um den besten Kurzfilm konkurriert unter anderem die filmstiftungsgeförderte Produktion "Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor" von Matthias Bruhn und Christian Asmussen. 1960 gegründet, zählt das Festival zu den weltweit bedeutendsten und größten Festival für Animationsfilm. Es ist eines der vier internationalen Filmfestival, die von der Assocation internationale du film d’animation (ASIFA) gesponsert werden. Bis 1998 fand es zweijährlich, seitdem jährlich statt.

Zum Inhalt:
Ein Fuchs. Ein schöner und cleverer Fuchs. Einer, der die besten Tricks kennt, wenn es ums Beute fangen geht oder wenn er sich vor den Hunden des Jägern verstecken muss. Ein Fuchs, der ein Vorbild ist für alle jungen Füchse – allerdings nur solange, bis er älter wird und anfängt, Dinge zu vergessen. Wie funktioniert denn nochmal das Jagen von Hühnern? Wie sieht eigentlich ein Hund aus und wie überhaupt kommt der Fuchs nach Hause, wenn er sich nicht mehr erinnert, wo er wohnt? Das Leben des Fuchses scheint trostlos und trist zu werden, wäre da nicht der freundliche Fremde unten am Fluss. Was den Regisseuren Matthias Bruhn und Christian Asmussen vom TrickStudio Lutterbeck hier gelingt ist eine kongeniale Verfilmung des Bilderbuches von Martin Baltscheit. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Vertrauen, aber vor allem übers Altwerden. War das Kinderbuch eines der ersten, das die Krankheit Demenz zum Thema machte und auf eine sehr behutsame, angstfreie Art behandelte, so ist der daraus entstandene Kurzfilm eine wahre Freude und eine mehr als angemessene filmische Adaption. Die Zeichnungen sind liebevoll umgesetzt, der Geist des Buches wird durch einige neue Gedanken ergänzt und Baltscheit selbst als Erzähler bringt dem Zuschauer die Figur des Fuchses unglaublich nahe. Ein Kurzfilm, bei dem man lachen und weinen kann und der gleichzeitig glücklich und nachdenklich macht. Die überaus gelungene Verfilmung eines Kinderbuches, die nicht nur für Kinder interessant und spannend ist. Bemerkenswert und beeindruckend.

Der Kurzfilm ist eine Produktion von TrickStudio Lutterbeck und wurde nach Buchvorlage von Martin Baltscheit realisiert. Die Film- und Medienstiftung förderte das Projekt mit 15.000 Euro.

Weitere Informationen zum Film unter www.annecy.org