Film- und Medienstiftung NRW beim IFFF Dortmund+Köln 2026 stark vertreten
Geförderte Filmemacherinnen aus NRW prägen das Festivalprogramm
Die Film- und Medienstiftung NRW ist beim 43. Internationalen Frauen Film Fest Dortmund+Köln 2026 mit zahlreichen geförderten Filmen im Programm präsent. Zudem wird die diesjährige Ausgabe des IFFFF von der Filmstiftung wieder umfangreich unterstützt. Vom 22. bis 26. April 2026 zeigt das IFFF in Köln über 90 Filme sowie Gespräche, Workshops, Performances, die Lange Filmnacht und eine Preisverleihung.
Zu den geförderten Produktionen im diesjährigen Festivalprogramm zählen „Eine Krankheit wie ein Gedicht” von Jelena Ilić, „So ist das Leben und nicht anders” von Lenia Friedrich, „Sirens Call” von Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann, „Halima – Eine Anleitung zum Starksein” mit der ausgezeichneten Bildgestaltung von Sophie Krabbe, „Do You Love Me” von Lana Daher, „ No Good Men” von Shahrbanoo Sadat sowie „Sechswochenamt” von Jacqueline Jansen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Jahr Lenia Friedrich, die mit ihrem dokumentarischen Animationsfilm „So ist das Leben und nicht anders” im Rahmen von SHOOT – KHM & IFFF Dortmund+Köln ausgezeichnet wird. Der mit 1.000 Euro dotierte Nachwuchspreis wird 2026 zum siebten Mal vergeben. Der Film wurde zudem für das 73. San Sebastián International Film Festival ausgewählt, wo er 2025 in der Sektion „Nest“ präsentiert wurde.
Mit „Eine Krankheit wie ein Gedicht” ist Jelena Ilić in der Reihe Spot on, NRW! vertreten. Ihr Debüt-Dokumentarfilm, der auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis Anfang des Jahres seine Weltpremiere feierte und den Publikumspreis Dokumentarfilm erhielt, erzählt persönlich und künstlerisch eigenwillig von Krankheit, Familie und dem Versuch, mit Bildern und Kunst biografische Brüche zu verarbeiten.
Shahrbanoo Sadat ist mit „No Good Men”, dem Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale, in den Specials vertreten. Der Film wird als autobiografisch grundierte, zugleich romantische und dramatische Arbeit beschrieben, die bewusst mit Klischees über Afghanistan und das afghanische Kino bricht. Das Projekt erhielt bereits 2019 den Baumi Script Development Award, eine Initiative von Pandora Film, der Familie Baumgartner und der Film- und Medienstiftung NRW.
Mit „Sirens Call” sind die Kölner Filmemacherinnen Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann in den Specials vertreten. „ Sirens Call” feierte 2025 auf der Berlinale Premiere. Das Duo steht mit seiner langjährigen Zusammenarbeit und Initiativen wie dem Kunstraum Schalten und Waltensowie dem Festival Blonde Cobra exemplarisch für eine international sichtbare Filmszene aus NRW.
Ebenfalls im Programm ist „Do You Love Me” von Lana Daher in der Sektion Panorama. Der Film entwirft aus Found Footage und Archivmaterial ein vielschichtiges, nicht-lineares Porträt des Libanon und eröffnet neue Perspektiven auf kollektive Erinnerung und Filmgeschichte.
Im Internationalen Spielfilmwettbewerb läuft „Sechswochenamt” von Jacqueline Jansen. Der mit 10.000 Euro dotierte Wettbewerb versammelt lange Debüt- und zweite Spielfilme der vergangenen zwei Jahre. Jansens Film erzählt von Trauer, Familie und Alltag am Niederrhein und wurde bereits beim Filmfest München 2025 ausgezeichnet.
Ein weiterer wichtiger Akzent liegt auf „Halima – Eine Anleitung zum Starksein” im Wettbewerb Female Gaze, der das Kameraschaffen von Frauen in den Mittelpunkt stellt. Die Jury sprach Sophie Krabbe eine lobende Erwähnung aus und würdigte insbesondere ihre Arbeit als Raum für Begegnung, Empathie und Verantwortung.