Film und Medien Stiftung NRWNewsPressemitteilungenFilm- und Medienstiftung NRW feiert heute ihr 25-jähriges Bestehen

Film- und Medienstiftung NRW feiert heute ihr 25-jähriges Bestehen

  • Der traditionelle Sommer Branchentreff in Köln im Zeichen des Jubiläums
  • 38 Besuchermillionäre, Oscars, Palmen, Bären, Löwen, Lolas, Emmys, Grimme-Preise, Deutsche Fernseh- und Entwicklerpreise u.v.a.m. stehen für deutschen und internationalen Erfolg
  • 1991 gegründet, über 7.600 Projekte mit 762 Millionen Euro gefördert, davon 2.125 Filme für Kino und Fernsehen mit 642 Millionen Euro und 250% NRW-Effekt
  • Zusammenarbeit mit namhaften Regisseurinnen und Regisseuren wie Maren Ade, Heinrich Breloer, Ron Howard, Jim Jarmusch, Lars Kraume, Ken Loach, Pia Marais, Shirin Neshat, Oskar Roehler, Til Schweiger, Tom Tykwer, Lars von Trier, Margarethe von Trotta, Wim Wenders, Sönke Wortmann u.v.a.
  • Guter „Lauf“ im Jubiläumsjahr 2016: 26 Berlinale-Filme, Wettbewerbsfilm in Cannes, 8 Lolas, 13 Filme beim Filmfest München

 

25 Jahre! Der Sommer Branchentreff der Film- und Medienstiftung NRW im Rahmen des Medienforum NRW steht in diesem Jahr im Zeichen des Jubiläums. 1991 vom Land Nordrhein-Westfalen und dem WDR gegründet, ist sie mit einem durchschnittlichen Fördervolumen von rund 35 Millionen Euro eine der bedeutendsten Länderförderungen in Deutschland und Europa.

„Mit dem Jubiläumsfest will die Film- und Medienstiftung vor allem anderen ‚Danke‘ sagen. Danke an alle Filmschaffenden, Produzenten und Kreativen für ihre wunderbaren Ideen und Projekte, unseren Gesellschaftern und Gremien für das vertrauensvolle Miteinander, allen Partnern und Wegbegleitern in Politik und Medien. Mein ganz besonderer Dank geht an meine Vorgänger Dieter Kosslick und Michael Schmid-Ospach, deren Arbeit die Filmstiftung und das Filmland bis heute prägt, und natürlich dem Team der Filmstiftung“, so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW. „Der Sommer Branchentreff ist wie immer auch der Auftakt für einen starken Film- und Mediensommer NRW. Während im ganzen Land neue Filme für Kino und Fernsehen gedreht werden, sorgen Veranstaltungen wie das Medienforum, die Emmy Judgings, der Grimme Online Award, die Film-Messe Köln oder auch die gamescom und dmexco dafür, dass das Film- und Medienland NRW gut vernetzt, produktiv und präsent bleibt!“

In 25 Jahren unterstützte sie über 7.600 Projekte mit rund 762 Millionen Euro, davon 2.125 Filme für Kino und Fernsehen mit rund 642 Millionen Euro. Darüber hinaus unterstützte sie die Entwicklung des Film- und Mediennachwuchses in NRW, förderte die Modernisierung und Digitalisierung der NRW-Kinos wie auch die Entwicklung von Hörspielen. Mit einem NRW-Effekt von durchschnittlich 250% auf jeden Fördereuro sorgt sie gleichzeitig für Beschäftigung und Auslastung von Studios, Produktionsdienstleistern und Kreativen. Seit 2011 arbeitet die Filmstiftung als integriertes Förderhaus und zentrale Anlaufstelle für Film und Medien. Gemeinsam mit dem Land wurden neue Förderinstrumente für neue Medieninhalte wie Games, Apps und Webvideos geschaffen, die Vernetzung der Akteure und die Präsentation des Film- und Medienlandes NRW verstärkt.

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft: „NRW ist Deutschlands führender Fernsehstandort, begehrter Produktionsstandort und steht seit Jahren für preisgekröntes und besucherstarkes Kino. Hier werden Filme von Weltrang realisiert. Daran hat die Film- und Medienstiftung NRW einen entscheidenden Anteil.“

WDR-Intendant Tom Buhrow: „Mit einer sehr erfolgreichen Filmförderung, medienübergreifender Nachwuchsarbeit, innovativen Förderprogrammen und einer intensiven Bewerbung des Filmlandes Nordrhein-Westfalen ist die Film- und Medienstiftung ein wichtiger Impulsgeber der Branche.“

 

Große Erfolge im Jubiläumsjahr

Das Jubiläumsjahr brachte bereits eine Reihe von großen Erfolgen für filmstiftungsgeförderte Produktionen. So war „Mustang“ im Februar bei der „Oscar“-Verleihung nominiert, begeisterte „Toni Erdmann“ in Cannes als erster deutscher Wettbewerbsfilm seit acht Jahren und erhielt den renommierten FIPRESCI-Preis, war Lars Kraumes „Der Staat gegen Fritz Bauer“ gerade mit sechs Lolas der große Gewinner beim Deutschen Filmpreis. „Toni Erdmann“ eröffnet zudem das Filmfest München, bei dem NRW mit zwölf weiteren geförderten Filmen, darunter zahlreichen Weltpremieren, vertreten sein wird.

 

Besuchermillionäre und jede Menge Auszeichnungen

In 25 Jahren erhielten filmstiftungsgeförderte Produktionen zahlreiche Auszeichnungen und waren auf allen wichtigen internationalen Festivals, darunter 12 Oscar-Nominierungen (u.a. „Die fabelhafte Welt der Amélie“, „Pina“ und zuletzt „Mustang“) und einen Oscar (für Kate Winslet in „Der Vorleser“), 2 Studenten-Oscars (für „Auf der Strecke“ und „Die Schaukel des Sargmachers“), ein Goldener Bär („Bal“) und 6 weitere Bären auf der Berlinale, 2 Goldene Palmen („The Wind that Shakes the Barley“, „Dancer in the Dark“) und 8 weitere Hauptpreise in Cannes, 2 Goldene Löwen („Carla’s Song“, „A Pigeon Sat on a Branch Reflecting on Existence”) und 5 weitere Hauptpreise in Venedig, 40 Europäische Filmpreise oder 128 Deutsche Filmpreise (zuletzt für „Der Staat gegen Fritz Bauer“). Insgesamt 38 filmstiftungsgeförderte Produktionen wurden bis dato zu Besuchermillionären. Dazu zählten auch große Publikumserfolge wie „Der Schuh des Manitu“ (11,6 Mio. Besucher), „Good Bye, Lenin!“ (6,5 Mio.), „Der Medicus“ (3,63 Mio.) oder zuletzt „Er ist wieder da“ (2,4 Mio.), „Stromberg“ (1,33 Mio.) oder „Frau Müller muss weg!“ (1,15 Mio.). Mit Emmys für „Die Manns“, „Unsere Mütter, unsere Väter“ und Spitzenquoten für „Dresden“, „Contergan“ oder „Duell der Brüder“ waren auch filmstiftungsgeförderte TV-Produktionen sehr erfolgreich. Auch bei den maßgeblichen Preisen für Computerspiele oder Webvideos werden NRW-Produktionen regelmäßig ausgezeichnet.

 

Zusammenarbeit mit großen Regisseurinnen und Regisseuren

Die Riege der namhaften Regisseurinnen und Regisseure, die mit Förderung aus Nordrhein-Westfalen gedreht haben, ist lang: Maren Ade, Heinrich Breloer, Ron Howard, Jim Jarmusch, Lars Kraume, Ken Loach, Pia Marais, Shirin Neshat, Oskar Roehler, Til Schweiger, Tom Tykwer, Lars von Trier, Margarethe von Trotta, Wim Wenders, Sönke Wortmann u.v.a.m.

 

Erfolgreiches Engagement in der Nachwuchsförderung und Standortentwicklung

Gleichzeitig engagiert sich die Film- und Medienstiftung seit ihrem Start insbesondere im Bereich der Nachwuchsförderung mit einer jährlichen Förderung von bis zu 5 Mio. Euro. Dazu gehört die Gründung und Beteiligung an der ifs internationale filmschule köln und des Mediengründerzentrum NRW, die Förderung von Abschlussfilmen sowie die Talentförderung mit dem Gerd Ruge-Stipendium für Dokumentarfilmer, dem Wim Wenders Stipendium für innovatives Filmschaffen und seit 2016 auch dem Baumi Script Development Award. Vorrangig an junge Kreateure der digitalen Szenen richten sich die Förderprogramme für digitale und interaktive Inhalte, innovative serielle TV-Formate und das Webvideostipendium gemeinsam mit der European Web Video Academy.

 

Starke Präsentation und Vernetzung

Zudem arbeitet die Film- und Medienstiftung NRW erfolgreich im Bereich Standortmarketing. Sie informiert über alle Aktivitäten am Medienstandort, sie präsentiert NRW bei wichtigen Branchenevents wie den Filmfestspielen in Berlin, Cannes, Locarno, Venedig und Toronto sowie bei internationalen Messen wie der MIPCOM, MIPTV, gamescom und dmexco, sie unterstützt Festivals wie die Cologne Conference, das Kinofest Lünen, das IFFF Dortmund-Köln, den Deutschen Entwicklerpreis oder den Webvideopreis Deutschland. Darüber hinaus verantwortet sie Veranstaltungen wie die FilmSchauPlätze NRW, den Film- und Kinokongress NRW, den Kinoprogrammpreis NRW, den Herbert Strate Preis, den Hörspielpreis der Kriegsblinden u.v.a.m.

 

Engagement für die Kinovielfalt in NRW

Seit 1991 hat die Filmstiftung an engagierte Filmtheater 942 Kinoprogrammpreise in Höhe von 7,4 Millionen Euro vergeben und insgesamt 375 Kinomodernisierungen und Neubauten mit 12 Millionen Euro gefördert. Damit die Kinos auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, wurden seit 2010 NRW-Kinos bei der Umrüstung auf die digitale Technik unterstützt.

 

2016 – Jahr der Jubiläen in NRW

Neben dem Jubiläum der Film- und Medienstiftung gibt es in diesem Jahr zahlreiche weitere Anlässe, im Medienland NRW zu feiern: 70 Jahre Land Nordrhein-Westfalen, 65 Jahre Hörspielpreis der Kriegsblinden, 25 Jahre Creative Europe Media, 15 Jahre ifs internationale filmschule köln, 15 Jahre Gerd Ruge-Stipendium, 10 Jahre Mediengründerzentrum NRW und 5 Jahre Mediencluster NRW als Tochter der Film- und Medienstiftung NRW.

 

Zum Unternehmen

Gegründet 1991 war die Filmstiftung NRW die erste Förderung, die kulturelle mit wirtschaftlichen Zielsetzungen verband, ein Modell, dem die übrigen deutschen Länderförderungen und auch zahlreiche europäische Förderungen folgten. Seit 2011 öffnete sich das Haus als Film- und Medienstiftung NRW den neuen Medien und übernahm im Zuge dieser Neuausrichtung auch Standortmarketing und -entwicklungsaufgaben für das Film- und Medienland NRW. Gründungsgeschäftsführer war Frank Hübner (1991 bis 1992), gefolgt von Dieter Kosslick (1992 bis 2001) und Michael Schmid-Ospach (2001 bis 2010). Seit Ende 2010 leitet Petra Müller die Geschäfte der Film- und Medienstiftung NRW.