Film und Medien Stiftung NRWNewsNewsFilm- und Medienstiftung NRW fördert 32 Projekte mit 7,1 Mio. Euro

Film- und Medienstiftung NRW fördert 32 Projekte mit 7,1 Mio. Euro

  • „Meinen Hass bekommt ihr nicht“: Kilian Riedhof mit César-Gewinner Pierre Deladonchamps
  • „Catweazle“: Sven Unterwaldt dreht mit Otto Waalkes und Julius Weckauf
  • „Felix Krull“: Jannis Niewöhner und Liv Lisa Fries in Detlev Buck’s Neuverfilmung
  • „CAN and Me“: Michael P. Aust portraitiert Bandgründer Irmin Schmidt
  • „Birdwatcher“: Ulrike Franke und Michael Loeken betrachten die Geschichte einer Sehnsucht
  • „Wild Republic: Markus Goller und Lennart Ruff inszenieren Abenteuer-Serie
  • „Louis van Beethoven“: Tobias Moretti und Ulrich Noethen spielen im Biopic von Niki Stein

 

In ihrer 171. Sitzung förderte die Film- und Medienstiftung NRW 32 Projekte mit 7,1 Mio. Euro, davon 8 Kinospielfilme, 5 Dokumentarfilme, 2 TV-Filme, 1 Serie, 2 Drehbücher, 1 Vorbereitung, 8 Verleihprojekte und 3 Kinos. 

Spielfilme

  • Für die Neuverfilmung des Thomas Mann-Klassikers „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ adaptierte Daniel Kehlmann den Roman gemeinsam mit Regisseur Detlev Buck. Jannis Niewöhner spielt den äußerst begabten und charmanten Hochstapler. Liv Lisa Fries, David Kross, Joachim Król, Katja Flint und Maria Furtwängler stehen auch in NRW vor der Kamera von Marc Achenbach. (Bavaria Filmproduktion, 800.000 Euro)
  • Ein Fernseh-Held der 70er Jahre kehrt zurück: aus Versehen hat sich „Catweazle“ aus dem 11. Jahrhundert in die Gegenwart gezaubert. Hier findet er Zuflucht im Baumhaus von Benny, der sich nach dem Tod seiner Mutter in eine mittelalterliche Fantasiewelt flüchtet. Doch nun muss Benny Catweazle helfen, seinen Druidenstab zu finden, ohne den er nicht wieder zurückreisen kann. Dabei kommt ihnen die raffgierige Altertumsforscherin Dr. Renate Metzler in die Quere… Komödienspezialist Sven Unterwaldt dreht mit Otto Walkes, Julius Weckauf, Katja Riemann und Henning Baum ebenfalls in NRW. Basierend auf der englischen Originalserie von Richard Carpenter verfassten Otto, Bernd Ellert und Claudius Pläging das Drehbuch. (Tobis Film, 750.000 Euro)
  • Nach dem Verlust seiner Frau, die im November 2015 in Paris beim Terroranschlag im Bataclan getötet wurde, veröffentlichte der Radiojournalist Antoine Leiris einen Brief an die Terroristen auf Facebook. Mit „Meinen Hass bekommt ihr nicht“ stellte er klar, dass er seinen Hass nicht an die Terroristen verschwendet, sondern seine Liebe für seinen Sohn reserviert. Grimme-Preisträger Kilian Riedhof dreht das berührende Drama mit César-Gewinner Pierre Deladonchamps in der Hauptrolle zum Großteil in NRW. Das Drehbuch adaptierte Riedhof gemeinsam mit Jan Braren, Mac Blöbaum und Stéphanie Kalfon. (Komplizen Film, 750.000 Euro)
  • Um sich an dem Mann zu rächen, der den Unfalltod seiner Familie zu verantworten hat, begeht der unbescholtene Frank eine Straftat und gelangt so in die gleiche JVA. Dort startet er seinen Rachefeldzug. Regisseur Martin Hawie dreht seinen ersten Kinofilm nach dem Abschluss an der KHM mit Lucas Gregorowicz, Valerie Pachner und Denis Moschitto in den Hauptrollen. Das Drehbuch zu „Die Zukunft ist ein einsamer Ort“ schrieb er mit Laura Harwarth. (Hupe Film, 500.000 Euro)
  • Nach der Kinderbuchreihe von Margit Auer verfilmt Gregor SchnitzlerDie Schule der magischen Tiere“. Das Fantasyabenteuer dreht sich um Ida, die in ihrer neuen Schule nur schwer Anschluss findet. Dann gehört sie jedoch zu den ersten beiden Kindern, die ein magisches Tier erhalten. In den Hauptrollen spieln Nadja Uhl, Milan Peschel, Justus von Dohnányi, Leonard Conrads und Emilia Meier. Das Buch adaptierten Arne Nolting, John Chambers und Maria Schmidt, gedreht wird auch in NRW. (Kordes & Kordes Film Süd, 500.000 Euro)
  • Als die 12jährige Ulja daran gehindert wird, ihrer großen Leidenschaft, der Astronomie, nachzugehen, nimmt sich das Kind kurzerhand einen 13jährigen Mitschüler als Fahrer eines gestohlenen Autos und macht sich auf den Weg durch Osteuropa, um den Aufprall eines Asteroiden zu beobachten. Autorin, Regisseurin und KHM-Absolventin Barbara Kronenberg wurde für das Buch zu „Mission Ulja Funk“ bereits in der Initiative ‚Der besondere Kinderfilm‘ gefördert. U.a. begibt sich Ivan Shvedoff auf die Reise, die auch durch NRW führen wird. (In Good Company, 500.000 Euro)
  • Franz, bekennender Kommunist, glaubt an seine DDR und wird schnell Teil des Geheimdienstes. Doch langsam kommen ihm Zweifel und plötzlich findet er sich in einem Netz psychologischer Zersetzungsmethoden wieder. Lars Edinger und Devid Striesow stehen in „Nahschuss“ für Franziska Stünkel, die auch das Buch verfasste, das auf einer wahren Geschichte beruht, vor der Kamera. (Network Movie, 200.000 Euro)
  • Der international vielfach ausgezeichnete Regisseur Mahamat-Saleh Haroun verfilmt mit „Lingui“ die Geschichte um Amina, eine alleinerziehende Mutter, die von ihrer Familie und der Gesellschaft verstoßen wurde. Als ihre 15jährige Tochter nach einer Vergewaltigung ebenfalls ungewollt schwanger wird, will sie ihr helfen, auch wenn das ihrem islamischen Glauben widerspricht und im Tschad Abtreibungen unter hoher Strafe stehen. In dem engagierten  Drama, für das der Regisseur auch das Buch schrieb, spielen Mounira Michala und Rihane Khalil Alio. (Made in Germany, 120.000 Euro)

Dokumentarfilme

  • In ihrem neuen Kinodokumentarfilm „Birdwatcher – Geschichte einer Sehnsucht“ portraitieren Ulrike Franke und Michael Loeken Menschen, die mit großer Hingabe Vögel beobachten. So zeichnen sie humorvoll, aber auch ernst und umweltpolitisch relevant das Bild einer Gesellschaft, in der Geduld und Innehalten die Basis bilden, ganz im Gegensatz zum aktuellen Zeitgeist. (filmproduktion loekenfranke, 197.982Euro)
  • Die kleine Stadt Zug gilt selbst in der Schweiz als Steueroase. Sie hat die niedrigsten Steuersätze des gesamten Landes, sie betragen nur etwa die Hälfte des Schweizer Durchschnitts. Regisseurin Luzia Schmid beleuchtet in ihrer Dokumentation „Wie es kam, dass Viktor Feliksovich Vekselberg unser Nachbar wurde“ ihre Heimatstadt, in der heute hunderte multinationale Konzerne angesiedelt sind, teils sehr schmutzige Geschäfte stattfinden und berichtet über ein afrikanisches Land, das dabei Bankrott ging. (Bildersturm, 120.000 Euro)
  • Regisseur Stanislaw Mucha begibt sich diesmal in der südchinesischen Fälscherstadt Dafen. Ein Gerhard Richter-Gemälde ist dort für 30 Euro, Monets Seerosen für 120 Euro zu haben. Über 10 Millionen Bilder werden hier pro Jahr gefälscht. „Manche mögen’s falsch“ zeigt talentierte Künstler und talentlose Besessene, gerissene Reiche und arme Träumer. (Tag/Traum, 110.000 Euro)
  • Eva Vitija beleuchtet das Leben der Romanschriftstellerin Patrica Highsmith. „Loving Highsmith“ ist eine Amour Fou über doppelte Identitäten und wirft ein neues Licht auf die berühmte Thriller-Autorin, die in einer konservativen Südstaatenfamilie aufwuchs und später in Locarno lebte. U.a. werden die Schriftstellerin Marijane Meaker und die Schauspielerin Tabea Blumenschein interviewt. (Lichtblick, 100.000 Euro)
  • 1968 gründeten Irmin Schmidt und Holger Czukay in Köln die Band CAN, und prägten so weltweit Generationen von Musikern. Michael P. Aust und Tessa Knapp begleiten in „CAN and Me“ Irmin Schmidt und sein Schaffen. Der heute 82jährige hat sich immer wieder neu erfunden und zwölf Soloalben, 80 Filmmusiken und eine Oper geschaffen. (Televisor Troika, 100.000 Euro)

Serien und TV-Projekte

  • Eine Gruppe junger Straftäter nimmt an einem Resozialisierungsprogramm teil. Als ein Mord geschieht, flüchten sie und gründen einen eigenen Staat, die „Wild Republic“. Die achtteilige Serie spielt in den Alpen, in Südtirol und in NRW. Inszenieren werden die Serie Markus Goller und Lennart Ruff nach den Büchern von Jan Martin Scharf, Arne Nolting, Klaus Wolfertstetter und Helena Hofmann. Vor der Kamera von Jan-Marcelo Kahl stehen Emma Drogunova, Merlin Rose, Maria Dragus, Rouven Israel, Camille Dombrowsky , Aaron Altaras und Béla Gabor Lenz. Die Serie wird zuerst bei Magenta TV zu sehen sein. (Lailaps Pictures, 1 Mio. Euro)
  • Louis van Beethoven“ erzählt aus zwei Perspektiven die Geschichte des Revolutionärs und Weltgeistes Ludwig van Beethovens neu. Aus der Sicht eines jungen Genies erzählt er von den Wirren eines Europas, das sich für immer verändern wird. Aus der Sicht eines tauben und einsamen Mannes von einem Menschen, der trotz seiner großen musikalischen Erfolge mit sich selbst hadert. Niki Stein dreht mit Tobias Moretti und Ulrich Noethen auch in NRW. (Eikon Media, 500.000 Euro)
  • Hyperland“ ist eine Welt, in der der gute Ruf messbar ist und über alles entscheidet. Als eine Fake-Kampagne die Existenz einer jungen Frau bedroht, findet sie bei den „Unsichtbaren“ Zuflucht. Mario Sixtus dreht seine dystopische Zukunftsvision zum Großteil in NRW. (Busse, 350.000 Euro)

Drehbuch

  • KHM-Absolvent Florian Forsch schreibt in „Die Wahrheit“ über einen vom Leben enttäuschten Sachbearbeiter, der glaubt, in der Welt der Verschwörungstheoretiker ein neues Zuhause zu finden. (Hupe Film, 20.000 Euro)
  • Nicolas Ehret erzählt in „Morgen war Krieg“ (AT) von Jonas, der wegen eines bevorstehenden Krieges – hier und heute in Europa – eingezogen werden soll. Er desertiert und versteckt sich bei seinem Vater. (20.000 Euro)

Vorbereitung

  • Es kamen Menschen an“ von Cem Kaya und Mehmet Akif Büyükatalay wird ein Kinodokumentarfilm über die Musik türkischer Gastarbeiter und ihrer Enkel in Deutschland. In einer musikalischen und essayistischen Form wird von der Einzigartigkeit dieser vergessenen Subkultur erzählt. (filmfaust, 22.000 Euro)

Verleih

  • Am 12. September startet die Bestsellerverfilmung „Gut gegen Nordwind“ um eine fehlgeleitete Email und deren Folgen. (Sony, 100.000 Euro)
  • Mein Lotta-Leben“ eröffnete bereits das Kinderfilmfest München. Ab 29. August ist das Chaos in Lottas Leben in allen Kinos zu sehen. (Wild Bunch, 100.000 Euro)
  • Die Kinderbuchreihe „Die drei !!!“ kommt nun ebenfalls ins Kino. Ab 25. Juli ist das erste Abenteuer der jungen Detektivinnen bundesweit zu sehen. (Constantin, 000 Euro)
  • Die erste Kino-Realverfilmung des Kinderklassikers „Benjamin Blümchen“ startet am 1. August. Dann muss Benjamin alles tun, um seinen geliebten Neustädter Zoo zu retten. (Studiocanal, 50.000 Euro)
  • Den schwierigen Weg eines jungen Konzertpianisten zeigt „Prélude“ ab 29. August. (X Verleih, 30.000 Euro)
  • Einblicke in 60 Jahre Karriere, aber auch in sein Privatleben gibt es ab 7. November zu sehen in „Es hätte schlimmer kommen können – Mario Adorf“. (NFP, 25.000 Euro)
  • Das Wunder im Meer von Sargasso“ ist die Geschichte zweier Frauen und einer Gemeinschaft am Rande Griechenlands und ab 12. September im Kino. (RFF, 15.000 Euro)
  • Der Animationsfilm „Fritzi – Eine Wendewundergeschichte“ erzählt die Wende 1989 aus der Perspektive einer 12jährigen. Ab 9. Oktober im Kino. (Weltkino, 10.000 Euro)

Kinomodernisierung

  • Neue Stühle und mehr Beinfreiheit erhalten die Säle im Cinema Wuppertal (24.000 Euro), ebenfalls neue Stühle und einen Popcornwärmer gibt es im Metropolis Köln (9.700 Euro) und die Elektronik im Berli in Hürth wird erneuert (2.660 Euro).

Die vollständigen Förderergebnisse entnehmen Sie bitte der anhängenden Fördertabelle.