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Film- und Medienstiftung NRW vergibt 7 Stipendien zur Entwicklung von Hörspielen

Eine Hellseherin, Frauen ohne Männer und ein Selbstmord im Jenseits sind drei Themengebiete der sieben Hörspielprojekte, die die Film- und Medienstiftung NRW im November in der dritten und damit letzten Sitzung des Jahres mit einem Stipendium gefördert hat.

Die Projekte und ihre Macher in Kurzform:

„Die Buchela. Nicht APO und nicht Mafia“, Autorin: Monika Littau, Bonn
Die Sintinzza Margarethe Goussenthier, genannt Buchela, machte sich als Hellseherin in der Bonner Nachkriegszeit einen Namen, insbesondere als sie den Wahlsieg Adenauers voraussagte. Im Mittelpunkt steht in diesem Hörspiel der „Lebachfall“, der 1969 in Deutschland als „Sensationsfall“ die Angst vor Terrorismus schürte (6.500 Euro).

„Frauen ohne Männer“, Autorinnen: Raumstation: Ragnhild Sørensen, Julia Wolf, Berlin
Episodische Erzählung über sieben Frauen, die das Minenfeld der unendlichen Möglichkeiten betreten. Zufällige Ereignisse fordern Entscheidungen über Macht, Beziehungen und Geld. Frauen ohne Männer sind Frauen, die das Erbe ihrer Väter verschleudern, Feministinnen vom alten Schlag und solche, für die „Mann“ und „Frau“ die falschen Kategorien sind, Frauen, die sich Definitionen entziehen wollen, die mit oder ohne Mann eine Hauptrolle spielen wollen (6.000 Euro).

„Selbstmord im Jenseits“, Autorin: Mariann Kaiser, Köln
Eine absurde Geschichte zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Eine depressive Frau möchte nicht mehr leben und trifft zwischen dem 24. und 25 Stock einen Mann, dem das sorgenfreie Leben im Jenseits viel zu öde wird. Ein Spiel mit Zeitebenen und Innen- und Außenwelten. (5.000 Euro).

„Codename Mendax. Das Leben des jungen Julian Assange“, Autorin: Marianne Falck, München
Wie und warum wird jemand vom jugendlichen Hacker zum WikiLeaks-Anführer? Aus dieser Perspektive möchte sich die Autorin einer der bekanntesten und umstrittensten Persönlichkeiten unseres Jahrhunderts annähern (4.000 Euro).

„Pola“, Lady Oscar (Hörspiel-Kollektiv), Autorinnen: Eva-Maria Baumeister, Felizitas Kleine, Daniela Dröscher, Köln
Das Leben der Stummfilm-Diva Pola Negri wird nicht getreu der Faktenlage erzählt. Vielmehr werden Fakten und Fiktionen zu einem schnellen augenzwinkernden Plot verschränkt. (4.000 Euro).

„World Festival of Sacred Spam“, Autor: Frieder Butzmann, Berlin
Über 15 Jahre sammelte der Hörspielmacher und Musiker Spams, in denen er Nachrichten auf unerfüllte Träume und Wünsche erkennt. Inhaltlich formal und nach Textsorten geordnet, wird er sie musikalisch umsetzen (4.000 Euro).

„Cecilia Zitronenblatt“, Autorin: Karen Matting, Berlin
Musikalisches Live-Hörspiel von und mit Kindern der Rochus-Musikschule Köln. Weil ihre Eltern sich trennen, hat Cecilia einen ziemlichen Schlamassel am Hals. Die introvertierte Cecilia durchlebt in ihren Träumen ein verrücktes Abenteuer und lernt so auf ihre ganz eigene Art mit der neuen Situation umzugehen (3.000 Euro).

Die Mitglieder des Beraterstabs waren: Christiane Florin, Christ & Welt, Volker W. Degener, Verband Deutscher Schriftsteller in NRW, Georg Bühren, WDR. Förderreferentin ist Anke Morawe

Der nächste Einreichtermin ist der 8. Februar 2013.