Film und Medien Stiftung NRWNewsDigi Newsgamescom 2026: Nordrhein-Westfalen als internationaler Treffpunkt der Gamesbranche

gamescom 2026: Nordrhein-Westfalen als internationaler Treffpunkt der Gamesbranche

Internationale Perspektiven am „Welcome to NRW“-Stand – rund 1.000 Gäste bei der ersten NRW Games Reception – aktuelle Games aus Nordrhein-Westfalen – hochrangige Besuche aus Politik und Branche

Die gamescom 2026 hat ihre internationale Strahlkraft weiter ausgebaut: 368.000 Besucher aus 131 Ländern kamen vom 26. bis 30. August nach Köln, darunter mehr als 36.000 Fachbesucher. Die Film- und Medienstiftung NRW präsentierte sich an drei Tagen in der Business Area am Gemeinschaftsstand „Welcome to NRW“ mit einem umfangreichen internationalen Bühnenprogramm, aktuellen Games aus Nordrhein-Westfalen sowie Beratungs- und Vernetzungsangeboten.

Erste NRW Games Reception mit rund 1.000 Gästen

Einen besonderen Auftakt bildete die erstmals veranstaltete NRW Games Reception. Rund 1.000 Vertreter der nationalen und internationalen Gamesbranche kamen auf dem Rhein zusammen. Ministerpräsident Hendrik Wüst begrüßte die Gäste und unterstrich die wirtschaftliche, technologische, kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung von Games.

Mit der NRW Games Reception schufen das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Köln, KölnBusiness und die Film- und Medienstiftung NRW einen neuen Rahmen für den direkten Austausch zwischen Gamesbranche, Politik, Wirtschaft und Kreativszene. Im Mittelpunkt standen die internationale Vernetzung, neue Kooperationen und die Stärkung Nordrhein-Westfalens als Gamesstandort.

Internationale Perspektiven am „Welcome to NRW“-Stand

So international wie 2026 war auch das Programm der Film- und Medienstiftung NRW am „Welcome to NRW“-Stand noch nie. Der sehr gut besuchte NRW-Empfang wurde von Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, und Walid Nakschbandi, Geschäftsführer der Film- und Medienstiftung NRW, eröffnet.

Zu den besonderen Gästen am Stand gehörten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester. Ihre Besuche unterstrichen die wachsende Bedeutung der Gamesbranche als Wirtschaftsfaktor, Innovationsmotor, Kulturgut und gesellschaftlicher Raum.

Am ersten Programmtag richteten Talks mit Gästen aus Afrika, Brasilien und Thailand den Blick auf internationale Gamesmärkte und neue Kooperationsmöglichkeiten. „GamesConnect AFRICA“ zeigte, wie Finanzierung, Qualifizierung, Netzwerke und politische Interessenvertretung zur Entwicklung eines nachhaltigen Games-Ökosystems auf dem afrikanischen Kontinent beitragen können. Weitere Sessions beleuchteten São Paulo als Zugang zur lateinamerikanischen Gamesbranche sowie Thailands wachsende internationale Präsenz.

Zum Abschluss diskutierte das Panel „Games mit Haltung: Warum Identität wichtiger ist als der nächste Trend“, powered by VideoDays Festival, warum erfolgreiche Games mehr brauchen als überzeugendes Gameplay und starke Grafik. Im Mittelpunkt standen klare kreative Visionen, Werte, Narrative Design und die langfristige Bindung von Communitys.

Karrierewege, Koproduktionen und gesellschaftliche Verantwortung

Der zweite Programmtag widmete sich den aktuellen Veränderungen innerhalb der Gamesbranche. Beim Panel „What’s Next? Building Resilient Careers in Games“ in Kooperation mit Womenize! Games & Tech ging es um übertragbare Kompetenzen, kontinuierliches Lernen und die Bedeutung professioneller Netzwerke für widerstandsfähige Karrierewege.

Die deutsch-französische VR-Koproduktion „The Amusement“ veranschaulichte gemeinsam mit dem Creative Europe Desk NRW, ARTE und dem Institut français die kreativen Chancen und Herausforderungen grenzüberschreitender Zusammenarbeit.

Unter dem Titel „Crossing the Atlantic“ nahmen zwei Panels die Gamesbranchen der USA und Kanadas in den Blick. Diskutiert wurden internationale Karrierewege, die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Spieleentwicklung sowie die langfristige Bedeutung gezielter Förderinstrumente für den Aufbau eines wettbewerbsfähigen Gamesstandorts.

Weitere Talks beschäftigten sich mit einer zeitgemäßen und nachhaltigen Arbeitskultur in NRW, dem Potenzial der Gamingkultur für Extremismusprävention und Demokratiearbeit sowie der Übertragung des erfolgreichen Brettspielkonzepts „MicroMacro“ auf das Smartphone.

Aktuelle Games aus Nordrhein-Westfalen

In der Gaming Area am NRW-Stand präsentierten Entwickler aus Nordrhein-Westfalen ihre aktuellen Projekte. Besucher konnten „Bellfrost“ von Laserbread, „MicroMacro: Downtown Detective“ von Soft Boiled Games, „Kerogen“ von Zartbitter Games, „Night Runner“ von 314 Arts und „Media Circus“ von Papercoda Games ausprobieren. Studierende des Cologne Game Lab stellten zudem „Magiya“, „Meso“ und „Poison is Served“ vor.

Auch in der Consumer Area war Nordrhein-Westfalen stark vertreten: An der Indie Arena Booth konnten unter anderem die NRW-Titel „Nether Spirits“, „Detective of the Dead“, „Shallow Pond“ und „Dawn of Defense“ gespielt werden.

„Die gamescom 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie international, innovativ und gesellschaftlich relevant die Gamesbranche ist. Unser ‚Welcome to NRW‘-Stand war drei Tage lang ein Ort für neue Perspektiven, persönliche Begegnungen und konkrete Kooperationen. Nordrhein-Westfalen verfügt über starke Studios, Talente, Unternehmen, Hochschulen und Netzwerke. Als Film- und Medienstiftung NRW wollen wir dazu beitragen, diese lokale Stärke international sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln“, so Walid Nakschbandi, Geschäftsführer der Film- und Medienstiftung NRW.

Die Film- und Medienstiftung NRW dankt allen Speaker, Panelist, Moderator, internationalen Gästen und Kooperationspartner sowie dem gesamten FMS-Team für drei erfolgreiche Messetage.

Alle Fotos des „Welcome to NRW“-Stands können hier heruntergeladen werden.