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Helmut-Käutner-Preis für Christian Petzold

Der in Hilden geborene Regisseur Christian Petzold wird von der Stadt Düsseldorf mit dem 13. Helmut-Käutner-Preis 2013 ausgezeichnet. Er habe mit seinen Werken die deutsche Filmkultur geprägt, aber auch international Strahlkraft bewiesen. Seine intellektuelle Brillanz und sein Sinn für zupackende Geschichten machten ihn zum Erben Käutners, so die Jury-Begründung.

Filme wie „Dreileben“, „Jerichow“ und „Yella“ machten Petzold zu einem der bekanntesten Autorenfilmer Deutschlands. Sein aktuelles Drama „Barbara“ wurde u.a. mit dem Deutschen Filmpreis in Silber und dem Silberner Bären auf der Berlinale ausgezeichnet und hat Chancen auf den Europäischen Filmpreis. „Barbara“ geht außerdem für Deutschland ins Rennen um den Oscar in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film.

Aus der Begründung der Jury: „Mit Christian Petzold würdigt der Rat der Stadt eine Persönlichkeit, die sich für die deutsche Filmkultur eingesetzt hat. Christian Petzold ist ein prägender Regisseur der deutschen Filmkultur. Seine Werke wie zuletzt 'Barbara' beschäftigen sich mit zentralen Themen der deutschen Zeitgeschichte, besitzen dabei aber internationale Strahlkraft und Publikumswirksamkeit. Petzolds Filme sind gesellschaftlich bewegend und lösen Debatten aus, gleichzeitig sind sie Ergebnis einer höchst eigenwilligen Formensprache."

Die Jurysitzung des Helmut-Käutner-Preises 2013 fand am 24. November im Filmmuseum Düsseldorf statt. Ihr gehörten Bürgermeister Friedrich G. Conzen (Vorsitzende des Kulturausschusses), Marit von Ahlefeld (stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses), Cornelia Mohrs und Dr. Veronika Dübgen (Mitglieder des Kulturausschusses), Bernd Desinger (Leiter des Filmmuseum), Hans-Georg Lohe (Kulturdezernent Düsseldorf), Petra Müller (Film- und Medienstiftung NRW), Frank Olbert (Kölner Stadtanzeiger), Ruth Schiffer (Staatskanzlei NRW), Regisseur Tom Tykwer und Max Wiedemann (Geschäftsführer Wiedemann & Berg Filmproduktion) an.

Der mit 10.000 € dotierte Preis wird vom Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf – zeitnah zu Käutners Geburtstag am 25. März – anfangs alle zwei, nunmehr alle drei Jahre verliehen. Er geht an „Persönlichkeiten mit herausragender Bedeutung für den deutschen Film“ und erinnert an den in Düsseldorf geborenen Regisseur Helmut Käutner (1908-1980), der mit Filmen wie „Die Große Freiheit Nr. 7“ und „Des Teufels General“ bekannt wurde. Zu den Preisträgern gehören u.a. Wim Wenders und Christoph Schlingensief.