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Film und Medien Stiftung NRWNewsNews"Houston" und "Il Futuro" feiern Weltpremieren beim Sundance Film Festival

"Houston" und "Il Futuro" feiern Weltpremieren beim Sundance Film Festival

Die NRW-geförderten Produktionen "Houston" von Bastian Günther und "Il Futuro" von Alicia Scherson haben in diesen Tagen auf dem renommierten Sundance Film Festival in Park City, Utah ihre Weltpremieren gefeiert. Dabei gab es für beide Filme nicht nur Applaus vom Publikum sondern auch noch gute Kritiken.


Kameramann Michael Kotschi und Regisseur Bastian Günther vor der Premiere von "Houston" beim Sundance Film Festival in Park City

"Houston"handelt von Clemens Trunschka (Ulrich Tukur), einem Headhunter in der Wirtschaftswelt. Sein Leben ist von seiner versteckten Alkoholabhängigkeit geprägt. Durch seine Sucht isoliert er sich immer mehr von seiner Umwelt. Als ein Auftrag ihn nach Houston/Texas bringt, führt ihn das in seine tiefste, innere Finsternis.
"Houston" wurde in Texas, USA, in Köln und Brandenburg gedreht und ist eine Produktion der Lichtblickmedia mit Sitz in Berlin und Köln. Der Film wurde von der Film- und Medienstiftung NRW mit 300.000 Euro gefördert.
"Houston" lief in Sundance im Wettbewerb "World Dramatic Competition".

Das kanadische Musikmagazin "Exclaim" schreibt: "(…) Das Endergebnis ist ein berührender und scharfsinniger Film, der es schafft den Schmerz bei Anpassung an soziale Erwartungen einzufangen. (…)" [Link]

 

"Il Futuro" erzählt von zwei chilenischen Teenagern, die nach einem Autounfall ihrer im italienischen Exil lebenden Eltern zu Waisen werden. Sie sind ganz allein in der großen Stadt Rom bis sie auf Maciste treffen, der für beide der Held wird, auf den sie gewartet haben. Die Hauptrolle der Bianca spielt Manuela Martelli, ihr Bruder Tómas wird von Luigi Ciardo dargestellt.
Der Film basiert auf Roberto Bolaños "Lumpenroman" von 2003, der 2010 auf Deutsch erschien. Es handelt sich um das letzte zu Lebzeiten erschienene Werk des 2003 früh verstorbenen Autors, der in Deutschland vor allem durch seinen ebenfalls posthum veröffentlichten Roman "2666" bekannt wurde.
Der Film wurde in Rom, Köln und Santiago de Chile gedreht und von Pandora Film koproduziert. Die deutsch-chilenisch-italienische Koproduktion wurde von der Film- und Medienstiftung mit 235.000 Euro gefördert.
"Il Futuro" lief in Sundance im Wettbewerb "Contemporary World Cinema".

Die "Huffington Post" schrieb: "Meine Entdeckung des Tages war 'Il Futuro' der chilenischen Nachwuchsregisseurin Alicia Scherson. (…) Ich war skeptisch, ob solche Gefühle [aus der Buchvorlage] cinematografisch übersetzt werden können, aber Scherson hat Bolaños Geist eingefangen." [Link, letzter Absatz]