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Int. Filmkongress der Filmstiftung NRW (18.-20.6.): „Vision Osteuropa“ mit Andrzej Wajda

Int. Koproduktionstreffen vom 17.-19. Juni

„Vision Osteuropa“ eröffnet am 18. Juni 2002 in der Kölner Flora den Internationalen Filmkongress der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit dem Warschauer Festivalchef Stephan Laudyn sowie weiteren Gästen diskutiert der polnische Regisseur Andrzej Wajda auf diesem Panel die Chancen, die sich bei Koproduktionen zwischen Ost und West bieten. Andrzej Wajda zählt zu den bedeutendsten Filmregisseuren Polens und wurde 2000 mit einem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Das Panel „Vision Osteuropa“ ist eine von neun Diskussionsrunden, die in diesem Jahr von der Filmstiftung NRW vom 18. bis 20. Juni in der Kölner Flora veranstaltet werden. Auf der Agenda des Int. Filmkongresses stehen vor allem die Perspektiven des deutschen Films (siehe Anlage). Seit 1993 hat sich der Filmkongress als Treffpunkt der deutschen Filmbranche etabliert. Hier werden Kontakte geknüpft und Impulse für die tägliche Arbeit gesammelt. Wie jedes Jahr findet der Kongress im Rahmen des medienforum.nrw statt, das die Landesregierung NRW und die LfR bereits zum 14. Mal in Köln veranstalten.

Regisseure, Schauspieler, Autoren, Agenten, Produzenten, Verleiher, Journalisten und Filmfinanziers diskutieren auf dem Filmkongress die aktuellen Themen der Branche – von der Finanzierung („Ich habe ein gutes Gefühl – Vom alltäglichen Horror zwischen Banken und Produzenten“) bis zur Vermarktung („Die Kamele und das Nadelöhr – Welche Chancen hat der deutsche Film am Markt“), von der Filmförderung („Was kommt nach der Wahl – Das FFG auf seinen letzten Metern“) bis zur Filmpremiere („Mehr Glamour, mehr Inhalte – Selbstbewusstsein deutscher Film“).

Bereits am 17. Juni startet in der Kölner Flora das Internationale KoproduktionstreffenMade in NRW„, zu dem die Filmstiftung zusammen mit der MEDIA Antenne Düsseldorf rund 50 Produzenten aus NRW und Europa eingeladen haben. Vom 17. bis 19. Juni erhalten diese die Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen und Koproduktionspartner zu finden. Vorrang haben dabei vor allem Filme, die in NRW realisiert werden können.

Michael Schmid-Ospach, Geschäftsführer der Filmstiftung NRW: „Der deutsche Film hat Aufwind, aber auch viele Probleme. Darüber wollen wir reden. Die Perspektive Europa ist uns näher, ehrlicher und konkreter als die Rederei von Hollywood. Amerika und Asien gilt im nächsten Jahr dann der Schwerpunkt. Bei allem glaube ich, dass nur Qualität letztlich sich am Markt behauptet.“

Die Themen des Int. Filmkongresses der Filmstiftung NRW
(18.-20. Juni 2002):

„Vision Osteuropa –

Möglichkeiten der Koproduktion“

Dienstag, den 18. im Juni um 17.00 Uhr (Flora)

Der polnische Regisseur Andrzej Wajda und der Leiter des Warschauer Filmfestes Stephan Laudyn diskutieren mit weiteren Gästen die Chancen, die sich deutschen Filmschaffenden bei Koproduktionen mit den östlichen Nachbarn bieten.

„Ein guter Regisseur dreht alles –

Schnittstellen zwischen Film und Fernsehen“

Mittwoch, den 19. Juni um 11.00 Uhr (Ort: Rheinterrassen)

In Zusammenarbeit mit der Cologne Conference und den Cologne Screenings

Fernsehen und Film haben in Deutschland inhaltlich und produktionstechnisch viele Schnittstellen. Die Unentschiedenheit des „amphibischen Films“, seine Vor- und Nachteile, sind Thema der von Bettina Böttinger geleiteten Diskussionsrunde.

„Die Kamele und das Nadelöhr –

Welche Chance hat der deutsche Film am Markt“

Mittwoch, den 19. Juni um 13.30 Uhr (Flora)

Auf dem Panel erläutern deutsche Filmverleiher im Gespräch mit Produzenten und Kinobetreibern ihre Strategien bei der Auswahl und Vermarktung deutscher Filme und erlauben einen Einblick in ihre tägliche Arbeit.

„Rote Rosen für den deutschen Film –

Strategien in Europa“

Mittwoch, den 19. Juni um 15.15 Uhr (Flora)

In den europäischen Kinos findet der deutsche Film nicht statt, er versteckt sich sogar. Was muss getan werden, um heimische Produktionen auch für unsere Nachbarn attraktiver zu machen? Es diskutieren u.a. Produzentin Regina Ziegler und Michael Weber von Bavaria Film International.

„Ein Roman macht noch keinen Film –

Chancen stärkerer Kooperation“

Mittwoch, den 19. Juni um 17.00 Uhr (Flora)

Warum investieren Verlage nicht in die Produktionen von Film und Fernsehen, obwohl es Buchhandlungen und Verlagshäusern soviel bringen kann? Nur eine von vielen Fragen, die Autoren, Regisseure, Schauspieler und Produzenten beschäftigen werden.

„Kreativität und Kompetenz“

Mittwoch, den 19. Juni um 17.00 Uhr (Rheinterrassen)

In Zusammenarbeit mit der IFS Int. FilmSchule Köln und der Cologne Conference

Was erwartet der Markt von seinem Nachwuchs: Originalität oder Branchentauglichkeit? Das Panel fragt nach, welche Kriterien in der Ausbildung des Filmnachwuchses den Vorrang haben sollen.

„Was kommt nach der Wahl? –

das FFG auf seinen letzten Metern“

Donnerstag, den 20. Juni um 10.30 Uhr (Flora)

Was bleibt? Was ändert sich beim neuen Filmförderungsgesetz? Geklärt werden soll, welcher Verhandlungsspielraum noch existiert und ob der Wahlausgang im September die endgültige Fassung noch beeinflussen wird.

„Ich habe ein gutes Gefühl –

Der alltägliche Horror zwischen Banken und Produzenten“

Donnerstag, den 20. Juni um 12.30 Uhr (Flora)

In Zusammenarbeit mit dem film-& produzentenverband nrw und dem Bundesverband der deutschen Fernsehproduzenten

Für mittelständige und kleine Firmen mit geringer Eigenkapitaldecke verschärft sich die Kreditbeschaffung nicht erst mit Basel II. Die Diskussionsrunde, die mit Bank- und Filmvertretern besetzt ist, soll Lösungen aufzeigen und Verständnis für die Gegenseite wecken.

„Mehr Glamour, mehr Inhalte –

Selbstbewusstsein deutscher Film“

Donnerstag, den 20. Juni um 15.00 Uhr (Flora)

Braucht der deutsche Film das Rampenlicht, roten Teppich und Starappeal, oder setzt sich eine gute Story von selber durch? Prominente Schauspieler und Medienvertreter diskutieren, wie das Selbstbewusstsein des deutschen Films gestärkt werden kann.