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Film und Medien Stiftung NRWNewsNewsInternationales Filmfestival Karlovy Vary mit vier filmstiftungsgeförderten Produktionen

Internationales Filmfestival Karlovy Vary mit vier filmstiftungsgeförderten Produktionen

Das Internationale Filmfestival Karlovy Vary, eines der ältesten A-Festivals der Welt, zeigt vom 30. Juni bis 8. Juli über 200 Filme aus der ganzen Welt im tschechischen Karlsbad. Mit dabei sind in diesem Jahr auch vier filmstiftungsgeförderte Produktionen: Im Wettbewerb feiert „Smiling Geogia“ Weltpremiere, „Mammalia“ läuft in der Reihe Imagina und „The Echo“ und „Goodbye Julia“ sind in der Reihe Horizons zu sehen.

Der Dokumentarfilm „Smiling Georgia“ von Regisseur und Autor Luka Beradze feiert seine Weltpremiere in der Reihe Special Screenings, die in den Wettbewerb des Festivals integriert ist. Georgische Dorfbewohner werden 2012 Opfer von politischer Propaganda: Die Wahlkampagne „Smiling Georgi“ lässt sie seinerzeit zahnlos zurück, obwohl ihnen neue Zähne versprochen wurden. 2020 sind wieder Wahlen. Auf neue Hoffnungen folgen neue Enttäuschungen. Schließlich wollen die Bewohner ihre Prothesen bei Präsident Saarkashvili einfordern. „Smiling Georgia“ ist eine Produktion von 1991 Productions (GEO) in Koproduktion mit der Kölner Color of May und Enkeny Films (GEO). Die Film- und Medienstiftung NRW förderte die Produktion mit 25.000 Euro.

Mammalia“ von Sebastian Mihăilescu läuft in der Reihe Imagina. In dem Film spioniert Camil seiner Partnerin nach und entdeckt Unheimliches: eine Sekte in weißen Gewändern und mit seltsamen Ritualen. Mihăilescus experimentelles Erzählkino spielt mit Mythen, Geschlechterbildern und Versatzstücken des Horrorgenres. Er schrieb gemeinsam mit Andrei Epure das Drehbuch. Die Kölner Pandora Film produzierte mit microFilm (ROU) und Extreme Emotions (POL) in Koproduktion mit Bord Cadre Films (CH), Sovereign Films (UK) und HiFilm Productions (ROU). Lights On hat den Weltvertrieb übernommen. Die Filmstiftung förderte die Produktion mit 50.000 Euro. „Mammalia“ feierte bei der Berlinale 2023 im Forum seine Weltpremiere.

In der Horizons-Reihe läuft „The Echo“ von der lateinamerikanischen Regisseurin Tatiana Huezo. Der Dokumentarfilm handelt von einigen Kindern, die sich in einem einsamen Dorf um die Schafe und ihre Ältesten kümmern. Bei Frost und Dürre lernen sie, den Tod, die Krankheit und die Liebe zu verstehen. „The Echo“ ist eine Produktion von Radiolo Films (MEX) in Koproduktion mit The Match Factory. Senderpartner ist ZDF/Arte, die Filmstiftung NRW förderte das Projekt mit 50.000 Euro. The Match Factory zeichnet für den Weltvertrieb verantwortlich. Weltpremiere feierte „The Echo“ ebenfalls bei der Berlinale 2023. Tatiana Huezo wurde im Anschluss für die Beste Regie der Sektion Encounters ausgezeichnet und der Film erhielt den Berlinale Documentary Award.

Auch Mohamed Kordofani’s Langfilmdebüt „Goodbye Julia“ läuft in der Reihe Horisonz. „Goodbye Julia“ spielt kurz vor der Abspaltung des Südsudans. Eine ehemalige Sängerin aus dem Norden sucht Wiedergutmachung dafür, dass sie den Tod eines Mannes aus dem Süden verursacht hat und stellt dessen ahnungslose Frau als Dienstmädchen ein. Die internationale Koproduktion wurde im Sudan realisiert und auf deutscher Seite von Die Gesellschaft DGS produziert. Internationale Koproduzenten sind Station Films und Kloziums Studios (beide SD), Redstar Productions & Distribution (EG), Dolce Vita Films (FR) und Riverflower (SE). Den Weltvertrieb hat Mad Solutions übernommen. Das filmstiftungsgeförderte Drama (75.000 Euro) feierte seine Weltpremiere bei den 76. International Filmfestival de Cannes in der Un Certain Regard und wurde mit dem Freiheitspreis der Reihe ausgezeichnet.

Weitere Informationen unter www.kviff.com