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Film und Medien Stiftung NRWNewsPressemitteilungen„Jud Süß Film ohne Gewissen“ und „Bal“ im Berlinale-Wettbewerb

„Jud Süß Film ohne Gewissen“ und „Bal“ im Berlinale-Wettbewerb

Filmstiftung NRW mit 18 Filmen auf den 60. Berliner Filmfestspielen

Die Berliner Filmfestspiele feiern zwischen dem 11. und 21. Februar ihren 60. Geburtstag, und die Filmstiftung NRW feiert mit. Insgesamt 18 Filme erhielten eine Einladung in die offiziellen Reihen der Berlinale. Mit "Jud Süß Film ohne Gewissen" von Oskar Roehler und "Bal" von Semih Kaplanoglu, die beide im Wettbewerb des Festivals zu sehen sind, haben zwei geförderte Produktionen Chancen auf einen der begehrten Bären. In der Reihe Berlinale Special sind Jo Baiers "Henri 4", "Tanzträume Jugendliche tanzen KONTAKTHOF von Pina Bausch" von Anne Linsel und Matti Geschonnecks "Boxhagener Platz" zu sehen.

Wettbewerb: "Jud Süß Film ohne Gewissen" und "Bal".

Moritz Bleibtreu und Tobias Moretti
in "Jud Süß – Film ohne Gewissen"
© Concorde Filmverleih

"Jud Süß Film ohne Gewissen", der neue Film von Oskar Roehler, erzählt die Geschichte des deutschen Schauspielers Ferdinand Marian, der die Hauptrolle in Veit Harlans NS-Propagandafilm "Jud Süß" übernahm. Tobias Moretti spielt Marian, in weiteren Rollen sind u. a. Moritz Bleibtreu, Armin Rohde und Martina Gedeck zu sehen. "Jud Süß Film ohne Gewissen" wurde auch in den Kölner MMC Studios gedreht und ist eine Koproduktion der Novotny & Novotny Filmproduktion, Clasart Filmproduktion und Tele München.

Szene aus "Bal / Honey"
© Kaplan Film

Mit "Bal" beendet Semih Kaplanoglu seine "Yusuf"-Trilogie, deren zweiter Teil "Süt" derzeit in den deutschen Kinos läuft. Im dritten Teil erzählt der türkische Regisseur von Yusufs Suche nach seinem vermissten Vater in den anatolischen Bergen. Produziert wurde die internationale Koproduktion von der Kölner Heimatfilm in Zusammenarbeit mit ZDF und Arte.

Berlinale Special: "Henri 4", "Tanzträume" und "Boxhagener Platz"

Julien Boisselier in "Henri 4"
© Ziegler Film

Für "Henri 4" hat Regisseur Jo Baier die "Henri Quatre"-Romane von Heinrich Mann adaptiert und damit großes Historienkino geschaffen. Der französische Schauspielstar Julien Boisselier spielt den französischen König, der sich im 16. Jahrhundert für humanistische Werte einsetzt. In weiteren Rollen sind u. a. Armelle Deutsch, Joachim Król, Chloé Stefani, Ulrich Noethen, Hannelore Hoger, Sandra Hüller und Devid Striesow zu sehen. Gedreht wurde die internationale Koproduktion der Berliner Ziegler Film in Deutschland, Frankreich und der Tschechischen Republik; von Mitte November bis Mitte Dezember 2008 wurde in NRW gedreht. "Henri 4" gilt mit 19 Millionen Euro als eine der teuersten deutschen Produktionen. Die Filmstiftung NRW hat das Historiendrama mit 2,9 Mio. Euro gefördert; am 18. März kommt der Film in die deutschen Filmtheater. Den Filmtrailer können Sie hier ansehen.

Dokumentation "Tanzträume" ist in
zwei Reihen zu sehen/© Tag/Traum

In dem Film "Tanzträume" begleiteten Anne Linsel und Rainer Hoffmann die ehemaligen Pina Bausch-Tänzerinnen Jo Ann Endicott und Bénédicte Billiet 2008 bei ihrer Arbeit mit Wuppertaler Jugendlichen, die ihr Stück "KONTAKTHOF" einstudierten. Wöchentlich trafen sie sich, um unter Leitung der Tänzerinnen und unter Supervision von Pina Bausch das Stück zu proben. Der Film, der als Koproduktion der Kölner Tag/Traum mit WDR und Arte entstand, läuft auf der Berlinale in der Jugendreihe Generation 14+ und in der Sektion Berlinale Special.

Szene aus "Boxhagener Platz"
© Pandora Film

Der Kinofilm "Boxhagener Platz" von Matti Geschonneck ist eine Literaturverfilmung, die nach der Vorlage von Torsten Schulz entstand. Gudrun Ritter, Michael Gwisdek, Jürgen Vogel, Meret Becker, Horst Krause und Samuel Schneider spielen die Hauptrollen in der tragikomischen Geschichte einer Kindheit 1968 im Osten Berlins. Produziert wurde der Kinofilm von Claussen + Wöbke + Putz in Zusammenarbeit u.a. mit WDR und Arte.

Perspektive Deutsches Kino: "Renn, wenn du kannst", "Narben im Beton" und "Portraits deutscher Alkoholiker"

Jacob Matschenz, Anna Brügge-
mann und Robert Gwisdek in "Renn,
wenn du kannst" / © Zorro

"Renn, wenn du kannst" von Dietrich Brüggemann ist der Eröffnungsfilm der Berlinale-Reihe Perspektive Deutsches Kino. In seinem Film, den er im Frühjahr 2009 in Duisburg, Dortmund und Umgebung in Szene gesetzt hat, erzählt der Regisseur eine Dreiecksgeschichte zwischen Ben, der im Rollstuhl sitzt, seinem Zivi Christian und der Cellistin Annika. Die Produktion der Wüste Film Ost und Wüste Film West entstand in Zusammenarbeit mit dem SWR, WDR und Arte. In den Hauptrollen sind Robert Gwisdek, Anna Brüggemann und Jacob Matschenz zu sehen.

"Narben im Beton" ist Juliane Engelmanns Diplomfilm an der Kölner Kunsthochschule für Medien. Ihr Film spielt in Berlin-Marzahn und handelt von der 23-jährigen Anna, die schon drei Kinder hat, erneut schwanger wird und mit der Situation völlig überfordert ist.

In ihrem Dokumentarfilm "Portraits deutscher Alkoholiker" erkundet Carolin Schmitz die Überlebensstrategien von Menschen, die versuchen, sich mit ihrer Sucht im Alltag einzurichten. Produziert wurde der Film von der Kölner Produktionsfirma 58 Filme.

Panorama: "Die Fremde", "David wants to fly", "Fritz Bauer Tod auf Raten" und "New York Memories"

Sibel Kekilli in "Die Fremde"
© Delphi

In ihrem Debütfilm "Die Fremde" erzählt Feo Aladag im Panorama Special der Berlinale die Geschichte einer jungen Türkin, gespielt von Sibel Kekilli, die vor den Schlägen ihres Mannes zu ihrer Familie nach Berlin flieht, dort aber keine Unterstützung findet. Produziert wurde der Film, der am 11. März in den deutschen Kinos startet, von der Independent Artists Filmproduktion in Zusammenarbeit mit WDR und Arte.

Regisseur David Sieveking stellt im Panorama seinen Dokumentarfilm "David wants to fly" vor, in dem ein junger Filmemacher seinem Vorbild David Lynch folgt und dabei die Welt der Transzendentalen Meditation (TM) erforscht. Realisiert wurde die deutsch-österreichisch-schweizerische Koproduktion von der Kölner Lichtblick mit BR und Arte.

In ihrem Panorama-Beitrag "Fritz Bauer – Tod auf Raten" erzählt Dokumentarfilmerin Ilona Ziok von Fritz Bauer, der als Jude vor den Nazis aus Deutschland fliehen musste, nach dem Krieg zurückkehrte und später schließlich als hessischer Generalstaatsanwalt Nazis zur Rechenschaft zieht. Produziert wurde der Film von CV Films Berlin.

Gemeinsam mit dem WDR und seiner eigenen Produktionsfirma Rosa von Praunheim Filmproduktion realisierte Rosa von Praunheim seinen neuen Film "New York Memories", den er im vergangenen Jahr in New York drehte. Darin erinnert sich der Regisseur und Drehbuchautor an drei Jahrzehnte New York und trifft die Protagonisten seiner alten New Yorker-Filme wieder. Wie haben sie überlebt trotz politischer Saubermänner, des 11. Septembers und der Wirtschaftskrise solche und ähnliche Fragen wurden in den Fokus gerückt.

Forum: "Der Tag des Spatzen" und "Eine flexible Frau"

"Der Tag des Spatzen" von Philip Scheffner, der im Internationalen Forum des Jungen Films der Berlinale gezeigt wird, ist ein Essay über eine Gesellschaft, in der die Grenzen zwischen Krieg und Frieden, Innen- und Außenpolitik verloren gehen. Produziert wurde der "politische Naturfilm" von der Kölner Blinker Filmproduktion gemeinsam mit der Medienplattform pong, der worklights media production und ZDF/Arte.

Tatjana Turanskyjs Langfilmdebüt "Eine flexible Frau" porträtiert mit subtilem Humor eine Frau Anfang vierzig, die ihren Job als Architektin verliert, aber nicht gewillt ist, sich dem Druck der Hartz-IV-Gesellschaft zu beugen. Die Hauptrolle spielt Mira Pertecke, in weiteren Rollen sind Michaela Benn, Franziska Dick und Saskia Draxter zu sehen. Produziert wurde der Experimentalfilm von der Berliner Turanskyj & Ahlrichs GbR.

German Cinema

Für die Berlinale-Sektion German Cinema wählt Heinz Badewitz jedes Jahr die interessantesten deutschen Filme des Vorjahres aus. Von der Filmstiftung NRW sind in diesem Jahr die geförderten Produktionen "Die Päpstin" von Sönke Wortmann, "Wüstenblume" von Sherry Hormann, "This is love" von Matthias Glasner und "Was du nicht siehst" von Wolfgang Fischer dabei.

Die Filmstiftung NRW in Berlin

Während der Berlinale ist die Filmstiftung NRW auf dem European Film Market im Martin Gropius Bau am Stand von Focus Germany, dem Zusammenschluss der Deutschen Filmförderer, zu erreichen. Mitarbeiter der Filmstiftung NRW informieren dort über Dreh- und Fördermöglichkeiten in Nordrhein-Westfalen. Telefonisch ist der Stand unter der Nummer 030-259398-428 zu erreichen.


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ür weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Filmstiftung NRW, Tanja Güß
Tel.: 0211-930500, Fax: 0211-93050-85,