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Neue Filme von Gröning, Wedel und Geschonneck

Filmstiftung NRW fördert 15 Produktionen

Nach dem Erfolg seines Dokumentarfilms "Die große Stille" wechselt der Düsseldorfer Filmemacher Philip Gröning wieder ins Fiktionale und realisiert seinen neuen Kinofilm "Die Frau des Polizisten" komplett in Nordrhein-Westfalen. Grönings neues Projekt ist eine von 15 Produktionen, die das Gremium der Filmstiftung NRW in ihrer Sitzung am 21. August förderte. Zu den geförderten Filmen gehören Produktionen von Regie-Newcomern und Routiniers. "KRUPP – eine Familie zwischen Krieg und Frieden" wird das Thema eines Fernseh-Dreiteilers sein, der an 40 von 75 Drehtagen in NRW gedreht wird (siehe Meldung vom 22. August).

In "Die Frau des Polizisten" erzählt Philip Gröning von einem Paar, das in einer nordrhein-westfälischen Kleinstadt ihr gemeinsames Kind aufzieht. Einen Film "über die Tugend der Liebe, auch die Tugend der Freude. Und den Schmerz", beschreibt Gröning sein Projekt, für das er selbst das Drehbuch geschrieben hat und das er mit seiner Philip Gröning Filmproduktion auch selbst produzieren wird. Die Filmstiftung NRW unterstützt ihn dabei mit 350.000 Euro.

Newcomer erzählen von Korblegern und Rollstuhlschiebern

Ein junger Basketballspieler aus Hagen ist die Hauptfigur in dem Kinofilm "Hangtime", den Wolfgang Groos mit Misel Maticevic, Max Kidd und Ralph Kretschmar in den Hauptrollen für die Kölner Little Shark Entertainment und den WDR komplett in NRW dreht. Für Groos, der bei Sönke Wortmanns "Das Wunder von Bern" als Regie-Assistent tätig war, ist es der erste Langfilm. Die Filmstiftung fördert die Verfilmung des Drehbuchs von Christian Zübert und Heinrich Hadding mit 830.748 Euro. Den deutschen Verleih übernimmt der Dortmunder 3L Filmverleih.

Was passiert, wenn sich ein Rollstuhlfahrer und sein Zivi in dieselbe Frau verlieben, er­zählt Dietrich Brüggemann ("Neun Szenen") in seinem zweiten Langfilm "Renn, wenn du kannst". Robert Gwisdek, Jakob Matschenz und Anna Brüggemann, die mit ihrem Bruder auch das Drehbuch geschrieben hat, spielen die Hauptrollen in der Koproduktion der Kölner Wüste Film West mit Wüste Film Ost für SWR/Arte. Ge­dreht wird der Film, den die Filmstiftung NRW mit 350.000 Euro fördert, an 23 von 30 Drehtagen in NRW.

Routiniers im Osten und Westen Deutschlands

Mit seinen astronomischen Gewinnversprechungen vertraute Jürgen Harksen auf die Gier der Menschen, von denen viele ihr investiertes Geld nie wieder sahen. Auf der Ge­schichte des Hamburger Anlagebetrügers basiert die neue Fernsehproduktion "Mit Glanz und Gloria" von Dr. Dieter Wedel, den die Colonia Media mit der Bavaria Fernsehproduktion und Bremedia für ARD/Degeto, WDR, NDR und MDR realisiert. Gedreht wird der von der Filmstiftung NRW mit 600.000 Euro geförderte Zweiteiler zwei Wochen lang auch in Nordrhein-Westfalen.

1968 im Osten Berlins: Der betagte Ex-Spartakuskämpfer Karl, ein Mord und ihr ermittelnder Enkel Holger bringen das Leben der fidelen Witwe Oma Otti mächtig durcheinander: Gudrun Ritter, Michael Gwisdek und Jürgen Vogel spielen die Hauptrollen in Matti Geschonnecks Verfilmung von Torsten Schulz' Buch "Box­hagener Platz". Realisiert wird der Kinofilm, den die Filmstiftung NRW mit 200.000 Euro fördert, von der Münchner Claussen+Wöbke+Putz Filmproduktion mit dem WDR, dem RBB und Arte.

Drehbuch- und Vorbereitungsförderung: Investitionen in Kino-Zukunft

"Der See der Träume oder Die Zukunft kann beginnen" lautet der Titel des neuen Dokumentarfilms von Ulrike Franke und Michael Loeken. Wie schon in ihrem viel­fach preisgekrönten Dokumentarfilm "Losers and Winners" beschäftigen sich die bei­den Filmemacher erneut mit dem Wandel des Ruhrgebietes und beobachten, wie auf einem ehemaligen Stahlwerksgelände ein riesiger See mit mediterranem Ambiente ent­stehen soll. Für das Projekt erhält die Filmproduktion Loeken Franke von der Film­stiftung NRW 20.000 Euro Förderung.

Auch das Drehbuch "Die Abseitsfalle" spielt im Ruhrgebiet: In einem Traditions­be­trieb sollen 1.200 Arbeitsplätze abgebaut werden, um die Firma zu retten. Beatrice Meier schreibt für die Kölner Ester.Reglin Film das Buch über "die Liebe in Zeiten der Globalisierung". Die Autorin absolvierte das Autorenprogramm der ifs internationale filmschule köln, die Produzenten Roswitha Ester und Torsten Reglin sind Stipen­diaten des AV-Gründerzentrums NRW in Köln. Die Filmstiftung NRW unterstützt die Entwicklung des Drehbuchs mit 20.000 Euro.

Nachwuchsprojekt: Auf der Suche nach dem Ich

Auch das Gremium, das bei der Filmstiftung NRW über die Nachwuchsprojekte ent­scheidet, tagte im August und förderte den Kurzfilm "Stumme Spiegel" des Kölner Filmemachers, Fotografen und Musikers Mani Bakhshpour mit 2.000 Euro. In seinem 30-minütigen Drama erzählt Bakhshpour von einem Mann, der nach einem Unfall das Gedächtnis verloren hat und auf der Suche nach seinem Ich durch die Stadt irrt.

Die Fördertabelle können Sie hier herunterladen.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Filmstiftung NRW, Tanja Güß, Tel.: 0211-930500, Fax: 0211-93050-85,