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Nur der Geist des Ortes zieht uns auch in seinen Bann

Location Service aus Tirol und Dänemark – Film Commissions stellen sich vor (Veranstaltung 23.6. um 16.00 Uhr)

Ulrik Bolt Jörgensen, Andrea Baa-
ken, Michael Schmid-Ospach, Heike
Meyer-Döring und Johannes Köck

"Wir können Montmartre im Studio nachbauen oder selbstverständlich auch den Alexanderplatz in Berlin aus den 20er Jahren kreieren", erklärte Michael Schmid-Ospach, Geschäftsführer der Filmstiftung NRW, anlässlich der Präsentation der Film Commission Cine Tirol und Oresund. "Doch nur der genius loci, der Geist des Ortes, zieht uns auch in seinen Bann." Dem deutschen Filmemacher Tom Tykwer sei es sogar gelungen, einige in Nordrhein-Westfalen aufgenommene Bilder auf der Leinwand als Süditalien auszugeben. "Die schönsten Filme im Kino würde es jedoch ohne die vielen fantastischen Schauplätze nicht geben." Während es Filmemacher wie Lars von Trier ins Bergische Land ziehe, überschreite die Filmstiftung NRW mit dieser Präsentation"die Grenzen von Castrop-Rauxel".

Zu einem visuellen Ausflug ans Meer lud Ulrik Bolt Jörgensen von der Oresund Film Commission in Kopenhagen, die in Dänemark vielfältige Schauplätze und kreative Teams zu bieten hat. Skandinavien verfüge über eine lange Tradition mit Koproduktionen. "Die BBC hat schon eine ganze Reihe von Wallander-Verfilmungen hier gedreht", so Jörgensen. "Die Filme können bei uns einen hohen Production Value erzielen." Dazu trägt nicht nur die erstklassige Ausbildung der Kreativen an der dänischen Filmschule bei, sondern auch die verschiedenen finanziellen Anreize und Förderungen in ganz Skandinavien. Die Film I Vest in Schweden erstattet bis zu 20 Prozent der dort ausgegeben Produktionskosten. Davon konnte beispielsweise Lars von Triers Spielfilm "Dogville" profitieren.

Johannes Köck (Cine Tirol Film)

Das kleine Filmland Tirol lockt die ausländischen Produzenten sogar mit einer Erstattung in Höhe von 50 Prozent der dort getätigten Ausgaben; und das mit Erfolg. In den vergangenen elf Jahren sind dort über 260 Filmprojekte realisiert worden. "Die Bandbreite reicht dabei von Fernsehserien bis hin zu großen Hollywoodproduktionen", berichtete Johannes Köck, Leiter der Cine Tirol Film Commission. Aber auch Regisseure aus Deutschland, Kanada, Indien oder gar Südamerika haben in dem kleinen Bergland passende Locations gefunden. "Joseph Vilsmaier dreht bereits zum vierten Mal einen Spielfilm bei uns", verrät Köck. "In dem Bergsteigerdrama "Nanga Parbat" gehe es um Reinhold Messner und seinen Bruder Günther, der 1970 bei einer Expedition sein Leben verloren hat. Bei dieser 6,9 Millionen Euro teuren Produktion, die derzeit am Großvenediger in Osttirol gefilmt wird, steht Messner dem Regisseur als Berater zur Seite.
Zur Einstimmung auf Tirol spendierte die MEDIA Antenne Düsseldorf den Filmkongress-Besuchern Weißwein sowie eine Geschenkbox mit kleinen Appetithäppchen.

Der Internationale Filmkongress wird im Rahmen des medienforum.nrw veranstaltet.

Fotos: Heike Herbertz / Filmstiftung NRW


Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Filmstiftung NRW, Tanja Güß, Erna Kiefer, Pressestelle Filmstiftung NRW
Tel. 0211-930500 oder presse@filmstiftung.de