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Film und Medien Stiftung NRWNewsPressemitteilungen„Oops, Wrong Planet“ gewinnt den 62. Hörspielpreis der Kriegsblinden

„Oops, Wrong Planet“ gewinnt den 62. Hörspielpreis der Kriegsblinden

  • Autorin Gesine Schmidt hat begehrte Auszeichnung entgegen genommen
  • Ebenfalls nominiert: „Menschliches Versagen“ von Lukas Holliger und „Die verbotene Welt“ von Frank Naumann
  • Entscheidung bei heutiger Verleihung im Kleinen Sendesaal des WDR bekannt gegeben

Die Autorin Gesine Schmidt wurde am Dienstag für ihr Hörspiel „Oops, Wrong Planet“ (Produktion: Deutschlandfunk/WDR) mit dem 62. Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet. Bei einem Festakt im Kleinen Sendesaal des WDR in Köln wurde die Entscheidung der Jury unter Vorsitz von Anna Dünnebier verkündet, welche Arbeit den vom Bund der Kriegsblinden e.V. (BKD) und der Film- und Medienstiftung NRW gemeinsam ausgerichteten Preis erhalten würde. Ebenfalls nominiert waren die Hörspiele „Menschliches Versagen“ von Lukas Holliger (Produktion: SRF/SWR) und „Die verbotene Welt“ von Frank Naumann (Produktion: SR/RBB).

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Hans-Dieter Hain (Bund der Kriegsblinden Deutschland e.V.), Gesine Schmidt, Frank Naumann, Lukas Hollinger, Petra Müller /© Anna Kaduk – Filmstiftung NRW

„Herzlichen Glückwunsch an die Preisträgerin Gesine Schmidt und ihr Team“, gratuliert Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW. „Ihre Arbeit ist ein herausragendes Beispiel aktueller deutscher Hörspielkunst. Wir freuen uns sehr, dass wir mit einer renommierten Auszeichnung wie dem Hörspielpreis der Kriegsblinden Stücke wie dieses einem breiteren Publikum bekannt machen können.“

In „Oops, Wrong Planet“ hat Gesine Schmidt Gedanken und geschriebene Texte von Autisten vertonen lassen und mit artifizieller Sprache zu einem Radio-Kunstwerk komponiert. Die Jury war angetan von diesem gelungenen Umgang mit ungewöhnlichen akustischen Mitteln.

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Links: Frank Naumann, Petra Müller, Hans-Dieter Hain, Gesine Schmidt, Juryvorsitzende Anna Dünnebier / Rechts: Das Team von „Oops, Wrong Planet“ /© Anna Kaduk – Filmstiftung NRW

Nominiert war außerdem „Menschliches Versagen“ von Lukas Holliger. In einer Montage aus Unfallberichten, Prozessakten, Schlagzeilen der Presse und fiktiven Szenen geht er darin der Flugzeugkollision von Überlingen im Jahr 2002 nach. Im dritten nominierten Hörspiel „Die verbotene Welt“ erzählt Autor Frank Naumann davon, wie Mitte der 70er Jahre ein junger Mensch in der DDR entgegen allen sozialistischen Hindernissen aus einem zufällig ergatterten Lehrbuch autodidaktisch Französisch lernt. Damit eröffnet er sich den Weg zu sonst unzugänglicher Lektüre und unzulässigen Träumen.

Die Jury des 62. Hörspielpreises der Kriegsblinden bestand aus sieben Mitgliedern des BKD sowie aus sieben von der Film- und Medienstiftung NRW benannten Fachkritikern. Den Vorsitz führte die Publizistin Anna Dünnebier. Die BKD-Mitglieder der Jury waren Klaus Bartels, Paul Baumgartner, Johann Dressing, Hans-Dieter Hain, Erich Kuttner, Dietrich Plückhahn und Klaus-Jürgen Schwede. Ergänzt wurde die Jury durch die Fachkritiker Dieter Anschlag (Funkkorrespondenz), Thomas Irmer (Freier Journalist u.a. Theater heute), Eva-Maria Lenz (Freie Journalistin, FAZ, epd medien), Petra Kammann (INrheinkultur), Elmar Krekeler (Die Welt), Diemut Roether (epd medien) und Hans-Ulrich Wagner (Hans-Bredow-Institut).

Der Hörspielpreis der Kriegsblinden wird seit 1952 an ein von einem deutschsprachigen Sender konzipiertes Original-Hörspiel verliehen, das in herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform realisiert und erweitert.

Ein Portraitfoto von Gesine Schmidt steht zum Download unter www.filmstiftung.de/hoerspielpreis/schmidt
bereit.