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Film und Medien Stiftung NRWNewsNewsEröffnung des International Film Festival Rotterdam mit "Qissa"

Eröffnung des International Film Festival Rotterdam mit "Qissa"

Gestern startete das International Film Festival Rotterdam mit dem Eröffnungsfilm „Qissa“ vom indischen Regisseur Anup Singh. Die internationale Koproduktion, die ebenfalls mit Beteiligung der Kölner Heimatfilm entstanden ist, hatte beim Toronto Filmfestival im September 2013 Premiere und erhielt dort den NETPAC Award als bester asiatischer Film. Auch Jan Schomburgs zweiter Spielfilm „Vergiss mein Ich“, der an 33 Drehtagen komplett in Nordrhein-Westfalen entstanden ist, feiert seine Weltpremiere im Wettbewerb.

„Qissa“ handelt von einem Sikh, der durch die Teilung Indiens 1947 zum Verlassen der Heimat gezwungen wird. Besessen davon, einen Sohn als Erben zu haben, nimmt er nach Geburt seiner vierten Tochter den Kampf gegen das Schicksal auf. Irrfan Khan („Life of Pi“) spielt neben Tisca Chopra und Tillotama Shome die Hauptrolle. Die Kölner Heimatfilm hat„Qissa“ produziert in Kopro­duktion mit National Film Development Corporation (IN), Augustus Films (NL) und Ciné-Sud Promotion (F). Die Film- und Medienstiftung NRW hat die Produktion des Films mit 328.000 Euro gefördert, weitere Mittel kamen von Eurimages, DFFF, FFA und dem Medienboard Berlin Branden­burg. Als Sender ist die Redaktion von ZDF – Das Kleine Fernsehspiel an Bord, in Zusammenarbeit mit Arte. „Qissa“ wird am 17. April 2014 vom Camino Filmverleih in die Kinos gebracht.

Der NRW-geförderte Film "Der flüchtige Schein des Schattens" von Alain-Pascal Housiaux und Patrick Dechesne läuft beim International Film Festival Rotterdam in der Reihe Bright Future. Die deutsch-belgische Koproduktion wurde auf deutscher Seite von der Kölner Heimatfilmproduziert und erhielt eine Förderung der Filmstiftung NRW in Höhe von 40.000 Euro. Darin treiben die Schrecken des Krieges den jungen Fischer Adisu hilflos durch die Weiten Äthiopiens. Vierzig Jahre später arbeitet er als Taxifahrer in einer nordeuropäischen Stadt und träumt jeden Abend von seiner verlorenen Liebe.

„Vergiss mein Ich“ erzählt die Geschichte eines Ehepaares, das sich plötzlich mit der Situation konfrontiert sieht, dass die Frau – ausgelöst durch eine Hirnhaut­entzündung – ihr Gedächtnis und damit ihre Identität verloren hat. Die Hauptrollen der Kölner Koproduktion von Pandora Film und WDR spielen Maria Schrader, Johannes Krisch, Ronald Zehrfeld und Sandra Hüller. Der Film entstand komplett in Köln. Den Welt­vertrieb (The Match Factory) sowie den deutschen Verleih (Real Fiction Filmverleih) haben ebenfalls Kölner Firmen übernommen. Die Film- und Medienstiftung NRW hat die Produktion von „Vergiss mein Ich“ mit 670.000 Euro gefördert, weitere Mittel kamen von der Filmförderungsanstalt (FFA), dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und dem BKM.

Das Internationale Filmfestival Rotterdam findet vom 22. Januar bis 2. Februar 2014 zum 43. Mal statt. Das größte Filmfestival der Niederlande gehört zu den wichtigsten europäischen Filmveranstal­tungen seiner Art. Der Tiger Award für erste oder zweite Filme internationaler Regisseure genießt unter den Nachwuchspreisen einen hohen Stellenwert.