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Redfords Filmfestival in Sundance/Utah

NRW-Filme im eiskalten Skiort Park City warmherzig aufgenommen

Sandra Nettelbeck ("Bella Martha") präsentierte gestern Abend ihren neuen Spielfilm "Helen" – Welturaufführung mit Hollywood-StarsAshley Judd und Goran Visnijc – insgesamt vier geförderte NRW-Produktionen beim Independent Festival

Das Team von "Helen": Lauren Lee
Smith, Alexia Fast, Ashley Judd,
Regisseurin Sandra Nettelbeck und
Goran Visnjic/ © Sundance

Nach "Bella Martha" triumphiert "Helen": Regisseurin Sandra Nettelbeck freute sich über die begeisterte Aufnahme ihres neuen Films beim Sundance Film Festival. "Helen" feierte seine Weltpremiere beim wichtigsten amerikanischen Independent Festival im verschneiten Skiort Park City in Utah. Trotz eisiger Temperaturen herrschte im Saal eine herzliche Anteilnahme am Schicksal von Helen, einer depressiven Musikprofessorin, die Ashley Judd intensiv verkörpert. Die Schauspielerin stellte sich gemeinsam mit ihrer Regisseurin und ihren Darstellerkollegen Goran Visnjic, Lauren Lee Smith und der Debütantin Alexia Fast den interessierten Fragen des Publikums. Die Koproduktion der Egoli Tossell Film entstand mit Fördergeldern der Filmstiftung NRW und kommt am 9. April in die deutschen Kinos.

"Die Frau des Anarchisten":
Regisseur Peter Sehr mit Stefanie
Zeitler (Bavaria Int.)

Auf große Resonanz stießen am Freitag auch die beiden anderen Filme, die mit Unterstützung der Filmstiftung NRW entstanden: "Die Frau des Anarchisten" von Peter Sehr und Marie Noelle sowie "Lulu und Jimi" von Oskar Roehler. In Spanien, Frankreich und in den Kölner MMC-Studios realisierten das Regie-Duo Peter Sehr und Marie Noelle seinen neuen Film, dessen Geschichte um einen Kämpfer im spanischen Bürgerkrieg einen "wichtigen Teil europäischer Geschichte" behandelt, wie der Regisseur, der bereits zum dritten Mal in Sundance vertreten ist, dem Publikum im prächtigen Egyptian Theatre erläuterte. Bei der P’Artisan Filmproduktion spielen Juan Diego Botto, Maria Valverde und Nina Hoss die Hauptrollen. Der Filmstart ist für Mitte April geplant.

Präsentieren "Lulu und Jimi":
Produzent Dirk Schürhoff und
Ray Fearon/ © Sundance

Bestens zur Partystimmung auf der Main Street von Park City passte Oskar Roehlers Rock’n’Roll-Liebesgeschichte "Lulu &Jimi". Der Film erzählt von einem ungleichen Paar, das sich in den 50er Jahren gegen seine konservative Umgebung durchsetzen muss. Die Hauptrollen bestreiten Jennifer Decker und Ray Fearon, der nach Utah gereist war und sich mit sichtlicher Freude den Fragen der Zuschauer stellte. Wie man einen Film in mehreren Sprache dreht, das beispielsweise war ein Thema, das die Zuschauer beschäftigte. Die komplett in NRW entstandene Koproduktion der Sperl + Schott Film und X Filme Creative Pool mit Arte, WDR, BR und dem NDR startet bereits am 22. Januar in den deutschen Kinos, am kommenden Dienstag wird Deutschlandpremiere in der Essener Lichtburg gefeiert.

Sundance Filmfestival: Egyptian
Theatre auf der Main Street von
Park City

Außerdem ist auf dem von Robert Redford gegründeten Festival in Park City, das noch bis 25. Januar auf einer Höhe von über 2100 Meter stattfindet, in einigen Tagen auch die geförderte Produktion "Granatäpfel und Myrrhe" der palästinensischen Regisseurin Najwa Najjar in der Reihe Spectrum: Dramatic Films zu sehen. In der Pro­duk­tion der Kölner Rif Film, die in Zusammenarbeit mit ZDF und Arte entstand, erzählt sie von einer palästinensischen Frau zwischen zwei Männern im Kampf gegen die israelische Besatzung. In den Hauptrollen sind Ali Suliman, Hiam Abbass und Yasmine Al Massri zu sehen.

Michael Schmid-Ospach, Geschäftsführer der Filmstiftung NRW: "Sundance ist ein besonderes Pflaster für die Filmemacher jenseits des Mainstreams. Sandra Nettelbeck, Oskar Roehler, Peter Sehr: Alle drei haben sich schon international einen Namen gemacht und einiges zum guten Ruf des deutschen Films im Ausland beigetragen. Dass das renommierte Festival von Robert Redford sich eine glanzvolle Präsentation dieser drei nicht entgehen lässt, spricht für sich."

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Filmstiftung NRW, Tanja Güß, Tel.: 0172-9427029 bzw. ab Montag 0211-93050-23, Fax: 0211-93050-85, presse@filmstiftung.de