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Ritter und Hausfrauen als Weltenretter

Filmstiftung NRW fördert 34 Projekte

Ein singender Ritter aus Schrott, eine Nonne im Vatikan, ein Mädchen mit Tourette-Syndrom und ein japanischer Künstler sind nur vier von vielen Helden, die die Haupt­rollen in den Kino- und Fernsehproduktionen spielen, die das Gremium der Filmstif­tung NRW im Juni in ihrer dritten Sitzung des Jahres 2009 förderte.

Ritter Rost reitet im Kino

Er ist bereits ein Kinderbuch- und Musicalstar. Jetzt erobert "Ritter Rost" auch die Kinoleinwand. In der Produktion der Caligari Entertainment mit dem ZDF muss der Held mit Hilfe seines Drachen Koks das Burgfräulein Bö und das Königreich Schrottland retten. Regisseur Thomas Bodenstein inszeniert das Trickfilmabenteuer und erhält dafür von der Filmstiftung NRW 300.000 Euro Förderung.

Starkes Kino aus Skandinavien

Eine kleine norwegische Stadt am Heiligen Abend ist der Schauplatz von Bent Hamers neuem Film "Home for Christmas", den er wie schon "O’Horten" mit der Kölner Pandora Film produziert. Nach einem Drehbuch, das er gemeinsam mit Levi Henriksen geschrieben hat, erzählt er die turbulenten Ereignisse in der "Stillen Nacht". Die Filmstiftung NRW unterstützt das Projekt, an dem auch ZDF/ARTE beteiligt sind und das zu Teilen in NRW gedreht wird, mit 440.000 Euro.

Kino aus NRW

Uwe Ochsenknecht, Nora Tschirner und Waldemar Kobus spielen die Hauptrollen in dem Kinofilm "Johnny Kühlkissen", das Regisseur und Autor Andi Rogenhagen für die Kölner Wüste Film West nahezu komplett in NRW in Szene setzt. Die Heldin des Films ist die 17-jährige Eva, die unter dem Tourette-Syndrom leidet. Ihre liebevoll-schräge Familie fängt das Mädchen auf, bis ihr Vater seinen Job verliert … Die Film­stiftung NRW unterstützt die Kinoproduktion mit 500.000 Euro.

"Bastard" ist der Titel des Debütfilms von Carsten Unger. Realisiert wird die Ge­schichte zweier Jungen, die ihre Strafunmündigkeit ausnutzen, um sich an Erwachsenen zu rächen, von der jungen Kölner Maranto Film. Die Produzenten Nicole Ringhut und Reza Bahar sind Stipendiaten des AV-Gründerzentrums NRW und realisieren "Bastard" für den SWR in Nordrhein-Westfalen. Von der Filmstiftung erhalten sie dafür 430.000 Euro Förderung.

Dokumentarfilm: Künstler bei der Arbeit

Bei seinem preisgekrönten Dokumentarfilm "Rivers and Tides" begleitete Filmemacher Thomas Riedelsheimer den Land Art Künstler Andy Goldsworthy bei seiner Arbeit. Für seinen neuen Film "Breathing Earth" folgt er mit seiner Kamera dem japanischen Künstler Susumu Shingu, auf dessen Suche nach inneren und äußeren Orten und der Energie von Wind und Wasser. Produziert wird die Kinodokumentation von der Kölner Filmpunkt in Koproduktion mit der schottischen Skyline Production für WDR/ARTE und mit Unterstützung der Filmstiftung NRW in Höhe von 80.000 Euro.

Gutes Programm für öffentlich-rechtliche und private Sender

40 Jahre stand Schwester Pascalina an der Seite von Papst Pius XII. und war eine seiner engsten Vertrauten. Mit "Gottes mächtige Dienerin" bringt Marcus O. Rosenmüller ihre Geschichte nach dem Buch von Martha Schad ins Fernsehen. Realisiert wird der Stoff, der auch in NRW in Szene gesetzt wird, als TV-Zweiteiler von Zieglerfilm Köln für die Degeto und mit Förderung der Filmstiftung NRW in Höhe von 400.000 Euro.

Während der Studentenbewegung waren Resa und Oscar ein Paar, dann verloren sie sich aus den Augen. 30 Jahre später treffen sie sich wieder und stellen überrascht fest, was aus ihnen geworden ist. Michael Gutmann erzählt in "Die letzten 30 Jahre" Resas und Oscars Geschichte nach einem Drehbuch von Ruth Toma. Gedreht wird die Produktion der Odeon Pictures in NRW. Die Filmstiftung NRW fördert das Projekt mit 620.000 Euro.

14 Jahre lebt die Heldin in "Undercover Love" neben ihrem Mann, ohne zu ahnen, dass er ein Geheimagent ist. Als sie ihn aus den Händen eines Syndikats befreien muss, entdeckt sie, dass sie selbst zu Höherem berufen ist. In NRW verfilmt Regisseurin Franziska Meyer Price das Drehbuch von Bora Dagtekin, an dessen Ende das Schick­sal der Menschheit auf dem Spiel steht. Produziert wird der Spielfilm von der Berliner Polyphon für RTL. Die Filmstiftung NRW beteiligt sich an der Rettung der Welt mit 550.000 Euro.

Darauf kann man sich freuen: Projekte in Vorbereitung

Bestsellerautor Douglas Coupland ("Generation X") schreibt für die Kölner Tatfilm Produktion ein Drehbuch nach seinem eigenen Roman "Eleanor Rigby". Heldin seines Buches ist Liz Dunn, die seit Jahren ein trostloses Dasein fristet, bis ihr Sohn, den sie einst zur Adoption freigegeben hat, bei ihr auftaucht und ihr Leben verändert. Die Filmstiftung NRW unterstützt das Projekt mit einer Vorbereitungsförderung.

Auch die Kölner Ester.Reglin.Film erhält eine Vorbereitungsförderung für ihren Film "Unsichtbar", für den ifs-Absolvent Ben Bräunlich das Drehbuch geschrieben hat. Er erzählt von dem 10-jährigen Martin und seinem unsichtbaren Begleiter Wolfgang, einem Monster mit rotem Fell. Die Regie soll Isabel Kleefeld übernehmen.

Drehbücher: Der Anfang von allem

Mit drei Drehbuchförderungen legt die Filmstiftung NRW den Grundstein für span­nende Filme in der Zukunft. In seiner Adaption des Schiller-Klassikers "Die Räuber" wagt Autor Thomas Wendrich für die Kölner Little Shark Entertainment einen Blick in die Zukunft, in der die Brüder Franz und Karl in einem Überwachungsstaat mit dikta­torischen Zügen leben. Sönke Wortmann wird Regie führen.

Die Autoren Sonja Schönemann und Frank Schmeißer haben u. a. schon für "Strom­berg" geschrieben. Jetzt arbeiten sie gemeinsam für die Kölner greenskyfilms am Drehbuch für den Kinder- und Jugendfilm "Die Heinzelmännchen", in dem drei Kinder mit Hilfe der berühmten Heinzelmännchen versuchen, die Geschäfte ihrer Eltern zu retten.

Komisch wird es auch in Rolf Basedows Kino-Drehbuch "Dollars – Wenn schon falsch, dann richtig", das der Autor für die Kölner 20:15 Film- und Fernsehproduktion verfasst. In der Gaunerkomödie geht es um falsche Dollar und echte Freundschaft, um Träume und die Liebe im fortgeschrittenen Alter.

Verleihförderung: Demnächst in ihrem Kino

Mit ihrer Verleihförderung ermöglicht die Filmstiftung NRW geförderten Filmen eine optimale Auswertung in den Kinos.

Auf dem Startplan der nächsten Wochen und Monate steht dabei etwa Lars von Triers "Antichrist", für den Charlotte Gainsbourg in Cannes den Darstellerpreis als beste Schauspielerin erhielt. Der Verleih MFA+ bringt den Film, der auch in der Reihe KinoSpecial auf dem Internationalen Filmkongress in Köln zu sehen war, am

10. September in die deutschen Kinos. Auf der Berlinale feierte Stephen Fears "Chéri" seine Premiere. In den Filmtheatern ist der Film, für den Michelle Pfeiffer in NRW vor der Kamera stand, ab dem 27. August im Verleih von Prokino zu sehen. Am selben Tag startet X Verleih auch den Kinofilm "Berlin ’36", der die Geschichte der jüdischen Hochspringerin Gretel Bergmann, gespielt von Karoline Herfurth erzählt. Unterhaltung für die ganze Familie bieten die Abenteuer der drei Freunde auf ihrem Bauernhof "Mullewapp", die Kinowelt am 23. Juli in den Kinos bringt. Über Unter­schiede zwischen Deutschen und Italienern informiert die Verfilmung von Jan Weilers Best­seller "Maria, ihm schmeckt’s nicht", die ab dem 6. August im Verleih der Constantin in den Kinos sein wird.

Eine tabellarische Übersicht aller Förderungen finden Sie hier.


Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte
:
Filmstiftung NRW,
Tanja Güß, Erna Kiefer
Tel.: 0211-930500, Fax: 0211-93050-85, presse@filmstiftung.de