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Film und Medien Stiftung NRWNewsNewsSechs geförderte Produktionen in München

Sechs geförderte Produktionen in München

Beim 37. Filmfest München werden sechs von der Film- und Medienstiftung NRW geförderte Produktionen gezeigt. „Der Verräter“ (Match Factory Productions) von Marco Bellocchio feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes und läuft in München im „Wettbewerb Cinecopro“. In der Reihe „Neue deutsche Serien“ werden die Bauhaus-Serie „Die neue Zeit“ (Nadcon Film) sowie „West of Liberty“ (Network Movie Film- und Fernsehproduktion) ihre Deutschlandpremiere feiern. „Die neue Zeit“ wurde bei der diesjährigen MIPTV dem internationalen Publikum vorgestellt und im Wettbewerb ausgezeichnet. Das Regiedebut von Christina Ebelt „Sterne über uns“ (2Pilots Filmproduction) ist in der Reihe „Neues Deutsches Kino“ eingeladen. Die restaurierte Fassung von Dominik Grafs „Die Sieger“, die bei der diesjährigen Berlinale erstmalig gezeigt wurde, wird in der Reihe 100 Jahre Bavaria Film gezeigt. Zudem eröffnet die Kinderbuch-Adaption „Mein Lotta-Leben“ (Dagstar Film) von Neele Leana Vollmar das Kinderfilmfest im Rahmen des Filmfest München.

Das 37. Filmfest München findet vom 27. Juni bis 6. Juli statt. Es ist nach der Berlinale das zweitgrößte deutsche Filmfestival. Mit rund 200 Filmen auf 18 Leinwänden und zuletzt mehr als 81.500 Besuchern ist es vor allem ein Publikumsfestival. Eröffnungsfilm ist in diesem Jahr Riley Stearns Komödie „The Art of Self-Defense“ mit Jesse Eisenberg in der Hauptrolle.

Das Programm und weitere Infos unter www.filmfest-muenchen.de

Die Produktionen im Einzelnen:

 

Wettbewerb Cinecopro

„Der Verräter“

Der Verräter“ („Il Traditore“, „The Traitor“) von Marco Bellocchio feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der diesjährigen Filmfestspiele Cannes. Es ist ein Biopic über Tommaso Buscetta, den ersten hochrangigen italienischen Mafiaboss, der den Schweigeeid der sizilianischen Mafia brach. Seine Zeugenaussage half bei der Verurteilung hunderter Angehöriger der sizilianischen Cosa Nostra in Italien und den USA während der Maxiprozesse in den 80er Jahren. Das Drehbuch schrieb Bellocchio gemeinsam mit Ludovica Rampoldi, Valia Santella, Francesco Piccolo und Francesco La Licata. Die ausführenden Produzenten sind Kavac (I) und IBC Movie (I), weitere Produzenten sind Ad Vitam Production (F), Gullane Entretenimento (BRA), unter Senderbeteiligung von ZDF und Arte. Den Verleih übernimmt Pandora, der Weltvertrieb liegt beim The Match Factory.

 

Reihe Neue Deutsche Serien

„Die neue Zeit“

In der Bauhaus-Serie „Die neue Zeit“ (AT) erzählt Regisseur Lars Kraume die Geschichte des Staatlichen Bauhauses um Gründer Walter Gropius. Kraume schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Judith Angerbauer. Die sechsteilige TV-Serie wurde u.a. in den Kölner MMC Studios gedreht. Zero one film produzierte in Koproduktion mit Constantin Television und Nadcon Film unter Senderbeteiligung von ZDF und ARTE. Die Filmstiftung förderte die Produktion mit 1.100.000 Euro, weitere Unterstützung kam von MBB, MDM, MFG und dem German Motion Picture Fund. Die Hauptrollen spielen August Diehl als Walter Gropius und Anna Maria Mühe als Studentin und Künstlerin Dörte Helm. Es sind u.a. Valerie Pachner, Ludwig Trepte, Hanns Zischler, Corinna Kirchhoff, Birgit Minichmayr, Max Hopp, Alexander Finkenwirth, Sven Schelker, Sebastian Blomberg u.v.a. zu sehen.

 

Reihe Neue Deutsche Serien

„West of Liberty“

Barbara Eder drehte nach Thomas Engströms Roman die internationale Thriller-Serie „West of Liberty“ in NRW, u.a. in Bonn, Essen und Köln. Die Hauptrolle des Ex-Stasi-Spitzel und Doppelagent Ludwig Licht übernahm Wotan Wilke Möhring. In weiteren Rollen sind Michelle Meadows, Matthew MarshCara HorganPhilipp KarnerLola ZackowLars Eidinger zu sehen. Produziert wurde die sechsteilige Miniserie von Network Movie und Anagram Se in Koproduktion mit dem ZDF und SVT Schweden. Die Film- und Medienstiftung NRW förderte das Projekt mit 350.000 Euro. Weitere Förderer sind Creative Europe-Media, Film i Skane, Film i Väst sowie das schwedische Filminstitut. Weitere Drehorte sind Berlin, Marokko und Schweden.

 

Reihe Neues Deutsches Kino

„Sterne über uns“

„Sterne über uns“ ist das Regiedebut von Drehbuchautorin Christina Ebelt. Die KHM-Absolventin schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Franziska Krentzien und drehte vollständig in NRW. Das Drama wurde von 2Pilots Filmproduction produziert unter Senderbeteiligung von ZDF/Das kleine Fernsehspiel und ARTE. Die Filmstiftung förderte mit 200.000 Euro, weitere Gelder kamen von Creative Europe MEDIA. Real Fiction bringt den Film in die deutschen Kinos. Die Hauptrollen übernahmen Franziska Hartmann und Claudio Magno. Sie spielen Mutter und Sohn, die durch eine Wohnungskündigung in die Obdachlosigkeit gedrängt werden und in den Wald ziehen. Für Melli ist das improvisierte Lager im Wald nur eine Notlösung und sie will sich aus ihrer Misere alleine herauskämpfen, bis sie erkennt, dass ihr Abmühen völlig chancenlos bleibt.

 

Eröffnung Kinderfilmfest München

„Mein Lotta-Leben“

Regisseurin Neele Leana Vollmar begeisterte das junge Publikum bereits durch ihre Kinderfilm-Hits „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ und „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“. „Mein Lotta Leben“ basiert auf der gleichnamigen Bestseller-Kinderbuchreihe von Autorin Alice Pantermüller und Illustratorin Daniela Kohl. Das Drehbuch schrieb Bettina Börgerding in Zusammenarbeit mit Neele Leana Vollmar. Die Kinderbuchverfilmung wurde zu großen Teilen in NRW gedreht und ist eine Produktion der Lieblingsfilm und Dagstar Film in Kooperation mit der Senator Film Köln. Am 29. August startet „Mein Lotta-Leben“ im Verleih von Wild Bunch in den Kinos. In den Hauptrollen wirken u. a. Laura Tonke, Oliver Mommsen, Milan Pesche, Caro Cult und Carolin Kebekus mit. Meggy Hussong spielt in ihrem ersten Kinofilm die Hauptfigur Lotta. Der Popsänger und YouTuber Lukas Rieger übernimmt die Rolle des Teenie-Schwarms Marlon.

 

Reihe 100 Jahre Bavaria Film

„Die Sieger“

Der Action-Thriller „Die Sieger“ von Regisseur Dominik Graf kehrte bei der diesjährigen Berlinale, 25 Jahre nach seiner Erstaufführung, aufwändig restauriert und als neun Minuten längerer Director’s Cut zurück auf die Leinwand. Darin verstrickt sich ein Sondereinsatzkommando in eine Korruptionsaffäre; Verrat und Lügen reichen von Spitzenpolitikern bis in die eigenen Reihen. Das Restaurierungsteam der Bavaria Film fügte drei Szenen, die nicht mehr auf 35mm-Material zur Verfügung standen, aus der Magnetbandaufzeichnung der Rohschnittfassung in die ursprüngliche Kinofassung ein. Die Herausforderung bestand darin, diese Szenen an das hochwertige, digital bearbeitete 4K-Material anzugleichen. Vor allem die Tonbearbeitung der bisher noch nie gemischten Szenen verlangte viel Aufmerksamkeit von Regisseur und Team. Die Restaurierung verantwortete D-Facto NXT, die Vertriebsrechte liegen bei Bavaria Media. An allen entscheidenden Stellen begleitete Regisseur Dominik Graf den Prozess. Es standen u.a. Herbert Knaup, Hansa Czypionka, Heinz Hoenig, Katja Flint und Hannes Jaenicke vor der Kamera.