Instagram
Film und Medien Stiftung NRWNewsPressemitteilungenSechs NRW-geförderte Filme auf dem Montreal World Film Festival

Sechs NRW-geförderte Filme auf dem Montreal World Film Festival

  • Internationale Premiere im Wettbewerb für Dito Tsintsadzes „Invasion“
  • Hans-Christian Schmids „Was bleibt“ in der Sektion „World Greats“
  • Documentaries of the World: „John Irving und wie er die Welt sieht“ und „Sofias letzte Ambulanz“
  • Junges Kino: „The Photograph“ und „Die Schaukel des Sargmachers“

Auf dem diesjährigen Montreal World Film Festival vom 23. August bis 3. September ist die Film- und Medienstiftung NRW mit sechs geförderten Produktionen vertreten:

Im Wettbewerb feiert Dito Tsintsadzes Invasion“ in Montreal seine internationale Premiere. Burghart Klaußner spielt in der deutsch-österreichischen Koproduktion von Pallasfilm, Twenty Twenty Vision, WILDart Film und ARD Degeto einen Mann, bei dem über­raschend unbekannte Verwandte seiner gerade verstorbenen Frau einziehen und ver­suchen, ihn zu verdrängen. Dies ist bereits Tsintsadzes zweite Zusammenarbeit mit Klaußner, mit dem er auch „Der Mann von der Botschaft“ realisierte. „Invasion“ wurde von der Filmstiftung NRW mit 350.000 Euro gefördert. Am 17. Januar 2013 startet das Psychodrama in den deutschen Kinos.

Im „First Films“-Wettbewerb ist Maciej Adameks „The Photograph“ zu sehen. Die deutsch-polnisch-ungarische Koproduktion von busse & halberschmidt, Koncept Media (PL) und Inforg Studio (HU) wurde mit 115.000 Euro gefördert. Das Jugenddrama handelt vom 17-jährigen Adam, der sich, getrieben von dem Glauben, er sei nicht der leibliche Sohn seines Vaters, in Abenteuer stürzt und seine Leiden­schaft entdeckt.

Was bleibt“ von Hans-Christian Schmid, eine 23/5-Filmproduktion zusammen mit SWR, Arte und WDR, feierte seine Premiere bereits im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale. Schmid („Sturm“) erzählt von einem Familientreffen, bei dem bittere Wahrheiten ans Licht kommen. „Was bleibt“ mit Lars Eidinger, Corinna Harfouch und Ernst Stötzner läuft in Montreal in der Sektion „World Greats“. Der mit 550.000 Euro geförderte Film wird ab dem 6. September vom Pandora Filmverleih in die deutschen Kinos gebracht.

In der Reihe „Documentaries of the World“ werden in Montreal „Sofias letzte Ambulanz“ von Ilian Metev sowie „John Irving und wie er die Welt sieht“ von André Schäfer gezeigt. Ilian Metevs Doku­mentarfilm über den Arbeitsalltag eines Arztes, einer Krankenschwester und eines Fahrers einer Ambu­lanz in der bulgarischen Hauptstadt Sofia wurde bereits bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem France 4 Visionary Award ausgezeichnet und erhielt den Preis für den Besten Dokumentarfilm in Karlovy Vary. Die deutsch-bulgarisch-kroatische Koproduktion von Sutor Kolonko Film, Nukleus Film, SIA und Chaconna Films in Zusammenarbeit mit WDR und Arte wurde mit 50.000 Euro gefördert.

Der deutsche Doku­mentarfilm „John Irving und wie er die Welt sieht“, eine Produktion von Florianfilm mit SWR und Arte, nähert sich dem amerikanischen Literaten und liefert einen Einblick in die Schreibwerkstatt des Autors von „Garp“ und „Gottes Werk und Teufels Beitrag“. Der Film lief bereits im März in den deutschen Kinos wurde mit 100.000 Euro gefördert.

Der Kurzfilm „Die Schaukel des Sargmachers“ von Elmar Imanov, Absolvent der ifs internationale film­schule köln, der ebenfalls beim Montreal World Film Festival vorgestellt wird, gewann im Juni in Los Angeles den Studenten-Oscar in Bronze. Der Abschlussfilm um den Sargbauer Yagub und seinen behin­derten Sohn Musa wurde von der Film- und Medienstiftung NRW mit 22.500 Euro gefördert.

Das internationale Montreal World Film Festival findet seit 1977 in Kanada statt. Als Hauptpreis des Wettbewerbs wird der „Grand Prix of the Americas“ vergeben. Das Festival will durch Film den kulturellen Austausch zwischen den Nationen fördern.