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Film und Medien Stiftung NRWNewsPressemitteilungenStark wie nie: NRW mit Rekordauftritt bei Berlinale

Stark wie nie: NRW mit Rekordauftritt bei Berlinale

20 geförderte Produktionen in den offiziellen Reihen: 6 Filme im Wettbewerb, 3 im Panorama, 2 in den Berlinale Specials und viele mehr

Berlinale-Rekord: So viele Filme
aus NRW wie noch nie

Knapp 1.000 Drehtage zählte die Filmstiftung NRW 2008 allein für geförderte Filme in Nordrhein-Westfalen – das war bisher die höchste Zahl an Drehs in der Geschichte der nordrhein-westfälischen Filmförderung. Viele dieser Produktionen sind in diesem Jahr auf der 59. Berlinale (5. – 15.2.) zu sehen, wo sie gleich für einen neuen Rekord sorgen. Noch nie war NRW so stark auf den Berliner Filmfestspielen vertreten: 20 Filme laufen in den offiziellen Reihen der Berlinale, darunter allein sechs im Wettbewerb.

"Die Filmemacher haben 2008 viel gearbeitet für das Filmland NRW. Das wird nun belohnt. Besonders erfreulich ist, dass NRW auch international eine gewichtige Rolle spielt, wie die Berlinale-Filme "Der Vorleser", "Chéri", "Ein Leben für ein Leben – Adam Resurrected", "The Dust of Time" und auch "Das Vaterspiel" beweisen", kommentiert Michael Schmid-Ospach, Geschäftsführer der Filmstiftung NRW den starken Festivalauftritt.

Wettbewerb

Mit "Sturm", "Chéri" und "Gigante" haben gleich drei geförderte Kinoproduktionen Chancen auf einen Goldenen Bären. Oscar-Aspirant "Der Vorleser", der Episodenfilm "Deutschland 09" und "The Dust of Time" laufen im Wettbewerb außer Konkurrenz.

Michlle Pfeiffer spielt Hauptrolle in
"Chéri"/ © Blickpunkt Film

19 Tage lang drehte Stephen Frears mit Michelle Pfeiffer, Rubert Friend und Kathy Bates in den Kölner MMC Studios seinen neuen Film "Chéri", der auf der Novelle der französischen Autorin Colette basiert und in Paris Anfang des 20. Jahrhunderts spielt. Deutscher Produzent der internationalen Koproduktion ist die Kölner MMC Independent.

Kerry Fox und Anamaria Marinca in
"Sturm"/ © Piffl Medien

In einer leeren Kölner Fabrik setzte Hans-Christian Schmid seinen Film "Sturm" in Szene. In der europäischen Koproduktion der 23|5 Filmproduktion mit Zentropa erzählt er die Geschichte einer Anklägerin – gespielt von Kerry Fox – am Kriegsverbrecher-Tribunal in Den Haag. "Ein Drama mit Thriller-Elementen", verspricht der Regisseur seinem Publikum.

Gleich mit seinem Debüt gelang Regisseur und Musiker Adrián Biniez der Sprung in den Wettbewerb. In der internationalen Koproduktion "Gigante", die von der Kölner Pandora Film produziert wurde, zeigt der aus Uruguay stammende Regisseur einen Sicherheitsmann, der mit seinen Überwachungskameras eine Putzfrau verfolgt, in die er sich verliebt hat.

Oscar-nominiert: Kate Winslet in
"Der Vorleser"/ © Senator

Köln und die MMC-Studios waren auch Drehort für "Der Vorleser". Stephen Daldrys Bestseller-Adaption, die nach dem Golden Globe für Kate Winslet nun auch fünfmal für die Oscars nominiert ist, wurde auf deutscher Seite von der Kölner Central Scope NRW, der Bonner SenfkornFilm sowie Neunte Babelsberg Film realisiert. Schauspieler David Kross spielt den jungen Schüler, der sich in die Schaffnerin Hanna (Kate Winslet) verliebt. Auf der Berlinale wird er von der European Film Promotion als deutscher Shooting Star präsentiert.

"Deutschland 09″/ © Piffl Medien

Einen Blick auf die Lage der Nation werfen deutsche Filmemacher in dem Episodenfilm "Deutschland 09", für den Tom Tykwer auch in Düsseldorf drehte. Zu den beteiligten Regisseuren gehören u. a. Fatih Akin, Wolfgang Becker, Dominik Graf, Angela Schanelec und Christoph Hochhäusler. Produzent ist Herbstfilm.

Willem Dafoe in "The Dust of Time"
© NFP

Theo Angelopoulos drehte seinen neuen Film "The Dust of Time" u. a. auch in Köln. In der Produktion der Kölner Lichtmeer Film spielen Michel Piccoli, Irène Jacob, Willem Dafoe und Bruno Ganz die Hauptrollen. Für Angelopoulos ist das Familiendrama der zweite Teil einer Migrations-Trilogie.


Panorama der Berlinale

Österreich, Deutschland und Südkorea sind Stationen der drei geförderten Filme, die eine Einladung in die 30. Ausgabe der Sektion Panorama der Berlinale erhielten.

Helmut Köpping und Sabine Timo-
teo in "Das Vaterspiel"/ © Alamode

Mit "Das Vaterspiel" stellt der österreichische Regisseur Michael Glawogger in Berlin seine Verfilmung von Josef Haslingers Bestseller vor. Helmut Köpping und Sabine Timoteo spielen die Hauptrollen in dem Thriller, der auch in Bonn, Neuss und Köln gedreht wurde. Die Koproduktion der Kölner Tatfilm entstand in Zusammenarbeit u. a. mit Arte und dem WDR.

Auch Andreas Strucks "Schläft ein Lied in allen Dingen" wurde in Köln in Szene gesetzt. In der Produktion der Neuen Mediopolis Köln und des WDR erzählt Struck nach einem Drehbuch von Dagmar Gabler die Geschichte eines Jazz-Trompeters auf der Suche nach sich selbst.

In Südkorea drehte Cho Sung-Hyung ("Full Metal Village") ihren neuen Film "Endstation der Sehnsüchte". Für die Produktion der Flying Moon Filmproduktion besuchte sie ein Dorf, in dem drei Südkoreanerinnen ihren deutschen Traum inklusive roter Dachziegel, Vorgarten, Schwarzbrot und Bockwürsten verwirklicht haben.

Berlinale Specials

Mit Kai Wessels "Hilde" und Paul Schraders "Ein Leben für ein Leben – Adam Resurrected" erhielten zwei geförderte Filme eine Einladung in die Reihe Berlinale Specials.

Heike Makatsch als "Hilde"
© Warner Bros.

Heike Makatsch spielt und singt die Knef in Kai Wessels Biopic "Hilde", für das in den MMC Studios das Büro von Hollywood-Legende David Selznick nachgebaut wurde. Realisiert wurde die Koproduktion, die ihre Premiere auf der Berlinale stilgerecht im Friedrichstadtpalast feiert, von der Egoli Tossell Film und der Kölner MMC Independent.

Jeff Goldblum in "Ein Leben für ein
Leben"/ © 3L Filmproduktion

Jeff Goldblum, Willem Dafoe, Derek Jacobi, Moritz Bleibtreu und Joachim Król spielen in dem neuen Werk von Oscar-Preisträger Paul Schrader. Die internationale Koproduktion "Ein Leben für ein Leben – Adam Resurrected" der Dortmunder 3L Filmproduktion erzählt die bewegende Geschichte eines Mannes, der im KZ einen Hund spielen musste, um zu überleben.

Generation 14plus

"The Strength of Water"/ © Filmwork

In der Jugendsektion Generation 14plus ist die Filmstiftung NRW mit "The Strength of Water" vertreten. Der Debütfilm des neuseeländischen Regisseur Armagan Ballantyne entstand als internationale Koproduktion der Kölner Pandora Film und erzählt von dem neunjährige Kimi, der den Tod seiner Zwillingsschwester nicht akzeptieren kann.

Perspektive Deutsches Kino

Für seinen geförderten Abschlussfilm "Polar" erhielt KHM-Absolvent Michael Koch eine Einladung in die Reihe Perspektive Deutsches Kino. In der Koproduktion der KHM mit Kinomaton München und Dschoint Ventschr erzählt er von einem Jungen, der nach langen Jahren seinen Vater wieder trifft.

German Cinema

In der Reihe German Cinema, die traditionell die interessantesten deutschen Filme des zurückliegenden Kinojahres präsentiert, sind sieben geförderte Produktionen zu sehen: "Anonyma – Eine Frau in Berlin" von Max Färberböck, "Berlin Calling" von Hannes Stöhr, "Geliebte Clara" von Helma Sanders-Brahms, "Dr. Aléman" von Tom Schreiber, "Krabat" von Marco Kreuzpaintner, "Lulu und Jimi" von Oskar Roehler und "Nordwand" von Philipp Stoelzl.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Filmstiftung NRW, Tanja Güß
Tel.: 0211-930500, Fax: 0211-93050-85, presse@filmstiftung.de