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Film und Medien Stiftung NRWNewsNewsSymposium "Nichts zu lachen – Glanz und Elend der deutschen Filmkomödie" in Köln

Symposium "Nichts zu lachen – Glanz und Elend der deutschen Filmkomödie" in Köln

Die deutsche Komödie steht im Mittelpunkt beim diesjährigen Symposium des Filmbüros Nordrhein-Westfalen, das am Freitag, 14. Dezember, ganztägig im Museum Ludwig in Köln stattfindet. “Nichts zu lachen? – Glanz und Elend der deutschen Filmkomödie” heißt der provokante Titel, unter dem viele Filmemacher, Fachleute und Prominente diskutieren werden.

Ein Blick in die Liste der Besucherzahlen im Kino lässt keinen Zweifel: Komödien sind im deutschen Kinofilm derzeit das dominierende und beim Publikum erfolgreichste Filmgenre. Von der jungen Sex- und Beziehungskomödie über krachlederne Regionalkomödien bis hin zur Gesellschaftskomödie ist das Spektrum der Inhalte und der avisierten Zielgruppen erstaunlich breit aufgestellt. Der Erfolg scheint allen Recht zu geben.

Und doch bleibt bei manchem Filmemacher ein schaler Beigeschmack angesichts dieser Monokultur und der Qualität so mancher Erfolgswerke. Filme wie „Alamanya“, die filmischen Anspruch und Publikumswirksamkeit auf hohem Niveau verbinden, sind die Ausnahme von der Regel, bei der Klamauk mit Komik verwechselt wird.

Wie auch in anderen Genres hat das deutsche Kino auch bei der Filmkomödie die Kontinuität durch den Exodus von Filmkünstlern im zweiten Weltkrieg verloren. Eine echte Wiederbelebung und Neudefinition des Genres fand in Deutschland erst wieder Ende der Achtziger Jahre statt – mit Regisseuren wie z.B. Doris Dörrie, Sönke Wortmann und Helmut Dietl.

Die heutige Generation der nachkommenden Filmemacher tut sich mit diesem Genre hingegen schwer. Es könnte der Eindruck entstehen, dass Filmhochschulen und die Redaktionen der Fernsehsender sich dem vermeintlich minderwertigen Genre verschließen. Dabei liegt es an der neuen Generation von Filmemachern, das Genre zu modernisieren, gesellschaftlich relevante Ausdrucksmöglichkeiten der Komödie zu finden.

 

Das geplante Programm:

10.00 Begrüßung

10.30 Impulsreferat: Daniel Kothenschulte, Filmwissenschaftler

11.00 Über falsche Political Correctness, oder: Wie subversiv darf eine Komödie in Deutschland sein?

Michael André, WDR
Matthias Dinter, Autor und Regisseur
Gabriele Graf, Produzentin
Ralf Huettner, Autor und Regisseur 
Marion Kotzenberg, Autorin und Dramaturgin

13.00 Mittagspause

14.00 Lustig und sonst nichts, oder: Wie ernst muss eine gute Komödie sein?

Dietrich Brüggemann, Autor und Regisseur
Benjamin Quabeck, Autor und Regisseur
Andreas Kilb, Filmfeuilletonist
Marco Petry, Autor und Regisseur
Thorsten Schmidt, Regisseur

15.30 Kaffeepause

16.00 Komödie und New Media, oder: Ein zaghafter Anfang?

Martin Lorber, Head of PR – EA (Gamehersteller Electronic Arts)
Carsten Strauch, Autor und Regisseur (u. a. "Götter wie wir")
Jens Schillmöller, Autor und Regisseur (u. a. "Hanno Verbier")

18.00 Get-Together

19.00 Filmvorführung

Anmeldungen unter
Eintritt: 
20 €
ermäßigt 10 € für Studenten, Teilnehmer Gründerzentrum
frei für Filmbüro-Mitglieder, Journalisten