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Film und Medien Stiftung NRWNewsFördermeldungenTannöd, Laura und ein Mörder im Theater

Tannöd, Laura und ein Mörder im Theater

Die Filmstiftung NRW fördert 14 Projekte

Von der Bestseller-Verfilmung über einen deutsch-georgischen Krimi bis zum tragi­komischen Familiendrama reicht das Spektrum der 14 Projekte, die die Film­stiftung fördert. Die Jury tagte unter dem Vorsitz von Prof. Norbert Schneider.

Für ihre Erzählung über den brutalen Mord an einer Familie auf einem abgelegenen Bauernhof erhielt die Autorin Andrea Maria Schenkel in diesem Jahr den Deutschen Krimipreis. Ab März soll ihr Bestseller nun in der Eifel von der schweizer Regisseurin Bettina Oberli in Szene gesetzt werden, die gemeinsam mit Petra Lüschow auch das Drehbuch geschrieben hat. Produziert wird "Tannöd" von der Kölner Wüste Film West ("Emmas Glück"), die 800.000 Euro Förderung erhält.

Seit Donnerstag ist die deutsch-georgische Koproduktion "Der Mann von der Botschaft" in den deutschen Kinos zu sehen. Für Regisseur Dito Tsintsadze stehen bereits die Dreharbeiten zu seinem neuen Film "Murder in the Theatre" an, der ebenfalls als Zusammenarbeit der Kölner Tatfilm mit der georgischen Sanguko Films entsteht. Die Filmstiftung NRW fördert das Projekt, das einen Mord aus vier verschie­denen Perspektiven erzählt und auch in Nordrhein-Westfalen gedreht wird, mit 290.000 Euro. Für die Hauptrollen sind u.a. Nick Nolte, Burghart Klaußner und Ewen Bremner ("Trainspotting") vorgesehen.

Auch die Tragikomödie "Laura" entsteht als bilaterale Koproduktion. Für ihren Film konnte die Kölner Elsani Film die niederländische Borderline Pictures und die Dort­munder 3L Filmproduktion als Partner gewinnen. Nach einem Drehbuch von Karin Howard und Katja Kittendorf erzählt Regisseur Ben Verbong die Geschichte einer jungen Frau, die an Krebs erkrankt und ihre letzten Wochen mit ihrer Familie verbringen will. Für den Cast sind Christiane Paul, Senta Berger, Katharina Schubert, Joachim Bißmeier, Jan-Gregor Kremp und Anna Böger eingeplant. Das Projekt, das fast komplett in NRW realisiert wird und bereits eine Vorbereitungs­förderung erhielt, wird von der Filmstiftung NRW mit 800.000 Euro gefördert.

Genmanipuliertes Saatgut aus den USA, das indische Baumwoll-Bauern in hohe Schulden und den Selbstmord treibt, ist das Thema des Dokumentarfilms "Killing Seeds". Für die Dreamer Joint Venture decken die Regisseure Oliver Stoltz und Bettina Borgfeld die Zusammenhänge auf. Ihre Dokumentation, die mit Hilfe eines Gerd Ruge-Stipendiums der Filmstiftung NRW entwickelt wurde, erhält 100.000 Euro Unterstützung.

In ihrem erfolgreichen Kinderbuch "Die schwarzen Brüder" erzählt die 1963 verstorbene Autorin Lisa Tetzner von Tessiner Bergbauerjungen im 19. Jahrhundert, die in Mailand als "lebende Besen" durch die Kamine klettern mussten. Die Kölner enigma film plant eine Verfilmung des Klassikers, für die Produzent Fritjof Hohagen auch das Drehbuch schrieb. Die Filmstiftung NRW fördert das Projekt mit einer Vorbereitungsförderung von 50.000 Euro.

Jeweils 20.000 Euro Drehbuchförderung gehen an die Autoren der Filme "Alarm für K.A.O.S." und "Grindland". Für die Akkord Film schreiben Mario Giordano und Kinderbuchautor Andreas Schlüter "Alarm für K.A.O.S.", die Geschichte der 12-jährigen Nachwuchsagentin Charlie Rose, die die Welt vor einer Überschwemmung retten muss. In seinem Buch "Grindland" erzählt der Kölner Autor Alexander Hof­mann die Geschichte einer Meeresbiologin, die die rätselhafte Strandung von vier Walen untersucht und dabei auch das Geheimnis des Todes ihrer Eltern lüftet. Auftrag­geber sind die Produzenten Daniel Mann und Marco Gilles, die mit ihrer gilles-mann filmproduktion Stipendiaten des Kölner AV-Gründerzentrums sind.

Fördertabelle im pdf-Downloadformat

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Filmstiftung NRW, Tanja Güß, Erna Kiefer, Tel.: 0211-930500, Fax: 0211-93050-85,