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WDR ehrt Gerd Ruge mit Langer Nacht

Der WDR feiert den 90. Geburtstag des Journalisten Gerd Ruge mit einer Langen Nacht: Vom 9. auf den 10 August werden sieben Reportagen und Dokumentationen des langjährigen Auslandskorrespondenten gesendet.

Gerd Ruge, am 9. August 1928 geboren, war Zeitzeuge vieler Weltereignisse: Besonders mit seinen Berichten und Analysen aus der damaligen Sowjetunion und später aus Russland hat sich der dreifache Grimme-Preisträger einen Namen gemacht. 1956 ging der gebürtige Hamburger als erster ständiger Korrespondent für die ARD nach Moskau, wo er 1993 mit 65 seine WDR-Laufbahn als Studioleiter beendete. In den 1960er Jahren berichtete über die Ermordung des amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King und über das Attentat auf US-Senator Robert Kennedy im Präsidentschaftswahlkampf. Mit Live-Schalten war er während des Putsch-Versuches gegen Gorbatschow im Jahr 1991 dabei. Mit seinen Reisereportagen brachte er dem deutschen Fernsehpublikum ferne Länder näher. Die Reihe „Gerd Ruge unterwegs“ begeisterte mit Bildern und Geschichten u.a. aus Afghanistan, China und Sibirien. Bundespräsident Joachim Gauck zeichnete Gerd Ruge im Jahr 2014 mit dem Großen Verdienstkreuz aus.

Das Programm im Überblick unter www1.wdr.de

Gerd Ruge und die Filmstiftung NRW
Unter der Schirmherrschaft des prominenten Fernsehjournalisten Gerd Ruge vergibt die Film- und Medienstiftung NRW das Gerd Ruge Stipendium. Das Stipendium ermöglicht jungen Filmemachern innerhalb von 18 Monaten die Entwicklung und Vorbereitung eines Dokumentarfilmes für das Kino. Das Stipendium wird mit einer Gesamtsumme von bis zu 100.000 Euro ausgeschrieben – die höchste Summe, die in Deutschland für die Entwicklung von Dokumentarfilmprojekten vergeben wird. Im Jahr 2018 wird es bereits zum 17. Mal vergeben.