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Film und Medien Stiftung NRWEvents71. Hörspielpreis der Kriegsblinden – Preis für Radiokunst

Für die 71. Ausgabe des Hörspielpreis der Kriegsblinden – Preis für Radiokunst hat eine 14-köpfige Jury drei Arbeiten nominiertDie renommierte Auszeichnung, getragen von der Film- und Medienstiftung NRW und dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), wurde am Dienstag, 17. Mai, in der Kölner Wolkenburg vergeben.

Der Gewinner 2022

Die Arbeit an der Rolle

Autor:innen: Noam Brusilovsky und Lucia Lucas
Produktion
: SWR 2021
Pressefoto: Noam Brusilovsky und Lucia Lucas (Foto: SWR/Thomas Ernst und Josh New)
Reinhören: bei SWR.de

Inhalt

Sie arbeitet als Heldenbaritonistin, singt und spielt auf der Opernbühne ausschließlich maskuline Rollen. Dies kennt sie auch aus ihrer eigenen Biografie: Jahrelang wurde die Opernsängerin Lucia Lucas als Mann wahrgenommen, bis sie sich im Jahr 2014 als Transgender-Frau outete. Während sich ihre äußerliche Erscheinung dramatisch veränderte, blieb ihre Stimme unverändert. „Ich suche ständig nach der authentischsten Version von mir selbst“, legt Lucas offen. Das Hörspiel untersucht Rollenspiel und Authentizität in einem Medium, in dem die Einzigartigkeit der Stimme im Vordergrund steht. „Die Arbeit an der Rolle“ wurde von der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste als Hörspiel des Monats August 2021 ausgezeichnet.

Jurybegründung

„,Die Arbeit an der Rolle‘ wirkt anfangs gegenstandslos beglückend. Fast wie reine Musik: Als temperamentvolles Stück über reine Spielfreude am Rollenwechsel, an Maskerade und Versteckspiel. Dargestellt und hergestellt wird all dies aus der Perspektive einer wunderbaren Baritonstimme. Sie tritt ideal körperlos und dynamisch in den Radioraum und vermittelt zunächst keine Bilder, sondern einzig ein Gefühl von großer Beweglichkeit, emotionaler Präsenz und enormer Lebensfreude. […] Die Geschmeidigkeit, Lässigkeit und Durchlässigkeit [….] [der Sprechstimme von Lucia Lucas] sind ein perfektes Transportmedium nicht nur für die Arien, die hier auch hörbar werden, sondern vor allem für die vielen Stationen ihrer Lebensgeschichte. So kommen sie uns nah. Beginnen zu leben, zu leuchten und zu atmen. Das Stück bietet seinen Zuhörer:innen mit freundlicher Geste an, einzutauchen in die verschachtelte innere Welt eines, teils aufgezwungenen Rollenspiels.“

Bios der Nominierten

Noam Brusilovsky (noam-brusilovsky.com)

Theater- und Hörspielmacher Noam Brusilovsky wurde 1989 in Israel geboren. Nachdem er die Thelma Yellin High School of the Arts besuchte, zog er 2012 nach Berlin, dort studierte er Theaterregie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Schon während seines Studiums inszenierte er seine ersten Hörspiele für den Deutschlandfunk und den SWR und erhielt den Deutschen Hörspielpreis der ARD 2017 für seine Produktion „Broken German“. Im selben Jahr schloss er sein Studium mit der autobiografischen Solo-Performance „Orchiektomie rechts“, ab. Im folgenden Jahr wurde diese Inszenierung zu den Festivals „Radikal Jung“ und „Fast Forward“ eingeladen und führte zu einer Nominierung als „Nachwuchsautor des Jahres“ in der Kritiker:innenumfrage von Theater heute.
Seit dem arbeitet Brusilovsky als freier Autor und Regisseur für diverse Rundfunksender (Deutschlandfunk, SWR, WDR und rbb). Seine Hörspiele wurden in allen ARD-Sendern ausgestrahlt, mehrfach ausgezeichnet und für mehrere Preise nominiert. 2021 erhielt er mit Ofer Waldman erneut den Deutschen Hörspielpreis der ARD für das Stück "Adolf Eichmann: Ein Hörprozess".
Neben seiner radiofonischen Tätigkeit inszeniert Noam Brusilovsky am Theater. Seine dokumentarischen Theaterprojekte, die zu zahlreichen Festivals eingeladen wurden, wurden am Münchner Volkstheater, am Konzerttheater Bern, in den Berliner Sophiensaelen und am Stadttheater Klagenfurt realisiert.

Lucia Lucas (dso-berlin.de)

Die amerikanische Bariton-Sängerin Lucia Lucas hat mit ihrer kraftvollen Stimme und ihrem engagierten Schauspiel in den letzten Jahren internationale Aufmerksamkeit errungen. Die seit zehn Jahren in Deutschland lebende Künstlerin ist in Städten wie Dublin, London, Brüssel, Berlin, Turin, Essen, in Korea und in den USA aufgetreten. Ihr Debüt als Wotan in Wagners „Walküre“ am Theater Magdeburg wurde von der Kritik gelobt. Ebenso erfolgreich war ihr erster Auftritt in der Titelrolle des „Don Giovanni“ im Jahr 2019. Ihre Interpretation in einer Produktion der Tulsa Opera im US-Bundesstaat Oklahoma steht im Mittelpunkt des Dokumentarfilms „The Sound of Identity“, der 2020 erscheinen soll.
Den Monterone in „Rigoletto“, den Komtur im „Don Giovanni“ und die vier Schurkenrollen in Offenbachs „Les contes d’Hoffmann“ hat die Sängerin an der Oper Wuppertal interpretiert; als Sharpless stand sie in „Madama Butterfly“ an der Lyric Opera of Dublin, als Escamillo in „Carmen“ am Staatstheater Karlsruhe auf der Bühne. Am selben Haus hat Lucas zudem u. a. Ford im „Falstaff“, Marcello in „La bohème“ und Figaro in „Le nozze di Figaro“ verkörpert.
Im Oktober 2019 debütierte Lucas an der English National Opera als Die Öffentliche Meinung in Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“. In der näheren Zukunft stehen Aufführungen als Don Giovanni an der Pacific Opera Victoria und das Debüt an der Metropolitan Opera in New York an, wo sie die Rolle des Bosun in Benjamin Brittens „Billy Budd“ übernehmen wird. Zudem sind Auftritte als Jochanaan in „Salome“, Balstrode in „Peter Grimes“ und in der Titelrolle des „Rigoletto“ geplant. Bei ihrem DSO-Debüt in der Spielzeit 2020/2021 singt Lucia Lucas in Martinůs Kurzoper „Les Larmes du Couteau“ den Teufel.
In konzertanten Aufführungen hat die Künstlerin u. a. den Reinmar in „Tannhäuser“ beim Orchestra Teatro Regio Torino und den Brander in Berlioz’ „La damnation de Faust“ mit dem Philadelphia Orchestra interpretiert. Zudem ist sie mit Klangkörpern wie dem Sinfonieorchester Wuppertal und dem Philharmonischen Orchester Heidelberg aufgetreten. In einem Konzert des letzteren hat sie, wie auch bei der Oak Park Symphony, die Bass-Partie in Beethovens Neunter Symphonie gesungen.

Credits

Musikalisches Hörspiel nach „Don Juan“, einer Erzählung von E.T.A. Hoffmann

Ursendung: So, 15. August 2021, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
Länge: 52’07‘‘ (mit An- und Absage)
Besetzung: Sandra Pasic
Musik: Auszüge aus den Opern: Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart. Der fliegende Holländer von Richard Wagner
La Traviata und Othello von Giuseppe Verdi, L’incoronazione die Poppea von Claudio Monteverdi
Ton und Technik: Andreas Völzing und Philipp Stein
Regie: Noam Brusilovsky
Regieassistenz: Janka Eisinger und Natia Koukoulli-Marx
Redaktion und Dramaturgie: Andrea Oetzmann

Mit:
• Heldenbaritonistin Lucia Lucas
• begleitet von Alessandro Praticò am Klavier
• Mechthild Großmann als erzählende Reisende
• Vassilissa Reznikoff als Hotel-Concierge
• Benjamin Lee und James Edgar Knight als World of Warcraft-Spieler

Die weiteren Nominierten 2022

Adolf Eichmann – Ein Hörprozess

Autor:innen: Noam Brusilovsky und Ofer Waldman
Produktion: RBB / DLF 2021
Pressefoto: Noam Brusilovsky und Ofer Waldman (Foto: SWR/Thomas Ernst und Tal Alon)
Reinhören: bei SWR.de

Inhalt
Dieses Bild ging um die Welt: Adolf Eichmann, Organisator der Deportationen zur Vernichtung der europäischen Juden während der NS-Zeit, sitzt in einer gläsernen Kabine und hört über Kopfhörer die Simultanübersetzung der Anklage durch das Jerusalemer Bezirksgericht 1961. Zeuginnen und Zeugen aus allen europäischen Ländern, aus den Ghettos und aus den Todes- und Arbeitslagern berichten vom Alltag der Verfolgung und Vernichtung. In das kollektive Gedächtnis der Israelis brannte sich ein zweites Bild ein: die ganze Nation sitzt gebannt vor den Radioempfängern. Denn zum ersten Mal in der Aufarbeitung der NS-Verbrechen blieben die Aussagen aus dem Zeugenstuhl nicht innerhalb des Gerichtssaals, sondern wurden, wie auch die Aussagen Eichmanns, die Stimmen der Anklage, der Verteidigung und der Richter, live in die Häuser und Wohnungen in ganz Israel übertragen, durch das Radio. Zum ersten Mal drang damit die Realität des Holocaust in seiner ganzen Dimension, das, was bisher oft verdrängt oder beschwiegen worden war, an die Ohren der Öffentlichkeit. Eine neue, nunmehr ausgesprochene Erzählung der Shoa brach sich Bahn. Das dokumentarische Hörspiel erzählt die Geschichte dieses Prozesses – aus Sicht der Radiomacher beim damaligen öffentlich-rechtlichen israelischen Rundfunk „Kol Israel“.

Jurybegründung

„Dieses Hörspiel betreibt auf eine Weise Medienarchäologie, die mit den Mitteln der Radiokunst spricht. […] Es war ein Ereignis von ungeheurer Tragweite, denn erstmals wurde der Horror der Vernichtungsmaschinerie in allen Details öffentlich gemacht. Und das zur Primetime. Es kam zu einer Flut von Hörer:innenreaktionen. Dieser Fülle von O-Tonaufnahmen und gedruckten Dokumenten hat das Autorenteam eine Familienrolle hinzugefügt, die in die israelische Gesellschaft der Sechzigerjahre zoomt. Eine Mischung, die die Jury beeindruckte, gerade weil sie vielperspektivisch, leicht und detailreich einen neuen Weg findet, die Aussagen der Augenzeugen am Leben zu halten. Und damit unser kollektives Gedächtnis lebendig.“

Bios der Nominierten

Noam Brusilovsky (noam-brusilovsky.com)

Theater- und Hörspielmacher Noam Brusilovsky wurde 1989 in Israel geboren. Nachdem er die Thelma Yellin High School of the Arts besuchte, zog er 2012 nach Berlin, dort studierte er Theaterregie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Schon während seines Studiums inszenierte er seine ersten Hörspiele für den Deutschlandfunk und den SWR und erhielt den Deutschen Hörspielpreis der ARD 2017 für seine Produktion „Broken German“. Im selben Jahr schloss er sein Studium mit der autobiografischen Solo-Performance „Orchiektomie rechts“, ab. Im folgenden Jahr wurde diese Inszenierung zu den Festivals „Radikal Jung“ und „Fast Forward“ eingeladen und führte zu einer Nominierung als „Nachwuchsautor des Jahres“ in der Kritiker:innenumfrage von Theater heute.
Seit dem arbeitet Brusilovsky als freier Autor und Regisseur für diverse Rundfunksender (Deutschlandfunk, SWR, WDR und rbb). Seine Hörspiele wurden in allen ARD-Sendern ausgestrahlt, mehrfach ausgezeichnet und für mehrere Preise nominiert. 2021 erhielt er mit Ofer Waldman erneut den Deutschen Hörspielpreis der ARD für das Stück „Adolf Eichmann: Ein Hörprozess“.
Neben seiner radiofonischen Tätigkeit inszeniert Noam Brusilovsky am Theater. Seine dokumentarischen Theaterprojekte, die zu zahlreichen Festivals eingeladen wurden, wurden am Münchner Volkstheater, am Konzerttheater Bern, in den Berliner Sophiensaelen und am Stadttheater Klagenfurt realisiert.

Ofer Waldman 

Ofer Waldman wurde 1979 in Jerusalem geboren, zog als Mitglied von Daniel Barenboims „West-East Divan Orchestra“ 1999 nach Berlin, wo er 2006 sein Diplom als Hornist an der Universität der Künste erlangte. Er spielte u.a. beim Rundfunk Sinfonie Orchester Berlin, dem Israel Philharmonic Orchestra und den Nürnbergern Philharmonikern. Im Jahre 2020 schloss Waldman seine bi-nationale Promotion erfolgreich ab, sowohl an der FU Berlin (Germanistik) als auch an der Hebräischen Universität Jerusalem (Geschichtswissenschaft). Seit 2015 arbeitet Waldman als freier Autor für Deutschlandfunk Kultur. Dazu schreibt er als Kolumnist sowohl für verschiedene deutsche und israelische Medien über innerdeutsche, gesellschaftliche Themen wie auch zum deutsch-israelischen und israelisch-palästinensischen Themenkomplex. Sein erstes, für den SWR2 als Co-Autor geschriebenes Hörspiel wurde 2018 von der deutschen Akademie der darstellenden Künste als Hörspiel des Monats ausgezeichnet und von der ARD für den 2019 „Prix Europa“ nominiert.

Credits

Ur/Erstsendung: 09.04.2021, 19.00 Uhr
Länge: 55:10
Übersetzung: Übersetzung der Briefe – Noam Brusilovsky und Ofer Waldman
Aus dem Hebräischen Stoffrechte: O-Ton Ausschnitte von Israel Public Broadcasting Corporation
Mitwirkende: Walter Kreye, Dirk Müller, Veit Schubert, Shelly Kupferberg, Axel Sichrovsky, Vernesa Berbo, Ramona Olasz, Aviran Edri, Orit Nahmias, Benny Claessens, Rainer Sellien, Jaron Löwenberg, Yeva Lapsker, Guy Aviad, Tamar Aviad, Helene Lilien Voigt
Ton: Kaspar Wollheim
Schnitt: Katrin Witt
Regie: Noam Brusilovsky
Assistenz: Andreja Andrisevic
Redaktion: Juliane Schmidt

 

„Saal 101. Dokumentarhörspiel zum NSU-Prozess“

Autor:innen: Katarina Agathos, Julian Wiprich, Katja Huber und Ulrich Lampen
Produktion: BR, MDR, SWR, RB, DLF, HR, WDR, NDR, RBB, SR
Pressefoto: Katarina Agathos, Julian Wiprich, Katja Huber und Ulrich Lampen (Foto: Gila Sonderwald, Julian Wiprich, Verena Kathrein und Ulrich Lampen)
Reinhören: bei BR.de

Inhalt
Fünf Jahre, von Mai 2013 bis Juli 2018, hat der NSU Prozess gedauert. Die Mitschriften, die die ARD-Reporter an jedem der über 400 Prozesstage verfasst haben, umfassen an die 6000 Seiten. Um diese Mitschriften und wie daraus das 24-teilige Dokumentarhörspiel Saal 101 entstand, geht es im ersten Teil. Außerdem bildet dieser Teil den Prozessbeginn ab: Gleich die ersten Tage sind geprägt von Anträgen, die die Verteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe und des Mitangeklagten Ralf Wohlleben stellen, und die zu einem Schlagabtausch zwischen Verteidigern und Senat führen, bis nach Verlesung der Anklageschrift endlich die Beweisaufnahme eröffnet werden kann

Jurybegründung

„In ihren besten Momenten kann politisch engagierte Radiokunst komplexe Zustände ins Begreifbare übersetzten. Vor allem dann, wenn die Ausgangslage auf vielen Ebenen so verworren ist, wie im Fall der langen Mordserie an Menschen mit Migrationshintergrund durch die rechte Terrorgruppe ,NSU‘. […] Es besteht die Gefahr, dass das kollektive Bewusstsein sich neuen Dingen zuwendet, nichts reflektiert und auch nichts lernt aus der dieser Erfahrung. Dieser Gefahr ist der BR in großartiger Teamarbeit entgegengetreten. Er hat auf die Kraft der mündlichen Sprache gesetzt und in insgesamt 12 Sendestunden einen Ausschnitt aus 6.000 Textseiten ins gesprochene Wort zurück übertragen. […] Das künstlerische Produktionsteam entwirft ein hoch konzentriertes, vielfacettiges, vielstimmiges und stimmig gegliedertes Hörbild, das diesen Fall mit all seinen schrecklichen Untiefen in die Verständlichkeit rettet, ohne ihn je vereinfachend abzurunden. […] ,Saal 101‘ wird durch sparsamen Musikeinsatz und den Wechsel von Erzählhaltungen rhythmisiert: Einführung, Beweisaufnahme, private Einschätzung der Notierenden. Ansonsten erhalten die Texte durch gute Sprecherauswahl eine minimale Farbigkeit. So wird die Verantwortung der Einschätzung an die Hörer:innen weitergegeben. […]“

Kurzbios der Nominierten

Katarina Agathos, Herausgeberin und Redakteurin (penguinrandomhouse.de)

Katarina Agathos (Hg.), geboren 1971 in München. Seit 1998 Lektorin, Autorin, Moderatorin, seit 2007 Dramaturgin, seit 2010 Chefdramaturgin in der Redaktion Hörspiel und Medienkunst im Bayerischen Rundfunk. Veröffentlichungen u.a.: Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix, bimediale Edition, (2004). Mitherausgeberin der CD-Reihe intermedium records; des Katalogs Intermedialität und offene Form (2006) und des BR-Radiobuchs Hörspiel. Autorengespräche und Porträts (2009).

 

Julian Wiprich (ehemals Doepp)

Julian Wiprich ist Autor und Webdesigner. Nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Philosophie und Soziologie zuerst mehrjährige Tätigkeit beim Bayrischen Rundfunk, gefolgt von Erfahrungen in Filmproduktion, Online-Redaktion und schließlich Gestaltung von Webseiten für Stiftungen und NGOs. Im Zentrum seiner Arbeit steht Storytelling mit verschiedensten Mitteln und Medien – von Hörspiel über journalistische Formen bis hin zu Code, Grafik und Film.

 

Katja Huber, Schriftstellerin, Hörspielautorin und Redakteurin (katja-huber.com)

Katja Huber wurde 1971 in Weilheim geboren und lebt heute mit ihrer Familie in München.
Sie hat Slawische Philologie und Politische Wissenschaften studiert. Seit 1996 arbeitet Katja Huber als Prosa- und Hörfunkautorin, u. a. für den Bayerischen Rundfunk und ist Trägerin des Bayerischen Staatsförderpreises für Literatur.
Auch gesellschaftspolitisch engagiert sie sich. So gehört sie zu den Gründungsmitgliedern von Meet your neighbours, einer Gruppe Münchner Kulturschaffender, die Veranstaltungen mit geflüchteten Künstlern organisiert.

 

Ulrich Lampen (penguinrandomhouse.de)

Ulrich Lampen, geboren 1963 in Werl (Westfalen), studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Freiburg. Nach seiner Ausbildung zum Hörspielregisseur beim SWF in Baden-Baden, war er von 1992 bis 1999 fester freier Mitarbeiter in der Hörspielabteilung des SWR als Regisseur und Produktionsleiter. Seit 1999 arbeitet er als freier Regisseur für die Feature- und Hörspielabteilungen der ARD und für DLR Berlin.

Credits

Ur-/Erstsendung: 19.2.2021 / Bayern 2
Mitwirkende: Kathrin von Steinburg, Michael Rotschopf, Florian Fischer, Martina Gedeck, Gabriel Raab, Barbara Nüsse, Thomas Thieme, Katja Bürkle, Thomas Schmauser
Im O-Ton: Holger Schmidt, Tim Aßmann, Ina Krauß
Autor:innen der Mitschriften: Ina Krauß, Tim Aßmann, Holger Schmidt, Oliver Bendixen, Thies Marsen, Mira Barthelmann, Julian Löwis von Menar, Alf Meier, Christoph Arnowski, Eckhart Querner, Frank Bräutigam, Jana Lange, Paul-Elmar Jöris, Ayca Tolun, Stefan Schölermann, Rolf Clement, Heike Borufka, Sebastian Hesse, Matthias Reiche, Gunnar Breske, Ludwig Kendzia, Hans Pfeifer, Marcel Fürstenau und Wolfgang Vichtl
Ton: Marcus Huber, Josuel Theegarten, Gerhard Wicho
Komposition: Jakob Diehl, Sven Pollkötter
Regie: Ulrich Lampen
Assistenz: Stefanie Ramb
Redaktion: Katarina Agathos, Katja Huber
Technik: Susanne Herzig

 

Der Hörspielpreis der Kriegsblinden – Preis für Radiokunst wird seit 1952 jährlich an ein für einen deutschsprachigen Sender konzipiertes Original-Hörspiel verliehen, das in herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform realisiert und erweitert. Seit 2020 übernimmt der DBSV die Mitträgerschaft vom Bund der Kriegsblinden.

Die Jury des 71. Hörspielpreises der Kriegsblinden: Elisabeth Fertig (Dozentin, Künstlerin, Übersetzerin), Jette Förster (Mitglied des Präsidium DBSV), Gaby Hartel (Kulturwissenschaftlerin, Vorsitzende der Jury), Thomas Irmer (Freier Journalist, u.a. Theater der Zeit), David Knors (Psychologe), Eva-Maria Lenz (Freie Journalistin, u.a. FAZ, epd), Nina Odenius (Redakteurin Agentur für Bildungsjournalismus), Doris Plöschberger (Suhrkamp Verlag), Dietrich Plückhahn (Stellv. Juryvorsitz, Jurist, Musiker), Diemut Ulrike Roether (Journalistin, epd medien), Siegfried Saerberg (Professor Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie), Dörte Severin (ehem. Studienrätin), Hans-Ulrich Wagner (Leibniz Institut für Medienforschung) Jenni Zylka (Journalistin, Autorin und Moderatorin)