Film und Medien Stiftung NRWNewsFördermeldungenDie Film- und Medienstiftung NRW vergibt 310.000 Euro für 9 Low Budget Projekte

Die Film- und Medienstiftung NRW vergibt 310.000 Euro für 9 Low Budget Projekte

Düsseldorf, 26. Januar 2016. In der ersten Fördersitzung des neuen Jahres für Low Budget Projekte förderte die Film- und Medienstiftung NRW in den Bereichen Spielfilm, Kurzfilm, Dokumentarfilm, Postproduktion sowie Animations- und Experimentalfilm.

Dokumentarfilm

„PAWLENSKI – Der Mensch und die Macht“, Produzent: Lichtfilm, Regie: Irene Langemann, Förderung: 60.000 Euro
Der russische Politkünstler Pjotr Pawlenski hat sich bei seinen Aktionen den Mund zugenäht, den Hodensack auf dem Roten Platz fest genagelt, ein Ohrläppchen abgetrennt. Es ist die Auseinandersetzung eines mutigen Freigeistes mit der Staatsmacht Russlands.

„Die Ungureanus“, Produzent und Regie: Bettina Braun, Förderung: 50.000 Euro
Die 8-köpfige Familie Ungureanu sind Roma aus Rumänien. Sie leben in der Dortmunder Nordstadt, die als Problemviertel bekannt ist. Nur der älteste Sohn ist bei den Großeltern geblieben. Kurz nach der Ankunft wurde der Vater straffällig. Die Mutter ist die Kraftquelle der Familie. Der Film begleitet die Familie 1,5 Jahre lang.

„Klasse Deutsch“, Produzent: polyphem Filmproduktion, Regie: Florian Heinzen-Ziob, Förderung: 50.000 Euro
Die 12 Jugendlichen haben den weitesten Schulweg der Welt hinter sich: Die Schülerinnen und Schüler der „Klasse Deutsch“ an der Henry-Ford-Realschule in Köln-Chorweiler. Und sie haben einen harten Stundenplan: Montag bis Freitag – Deutsch. Immer nur Deutsch.

 Spielfilm

„Erben in Paraguay“, Produzent: Pandora Film, Regie: Marcelo Martinessi, Förderung: 55.000 Euro
Chela und Martina leben seit mehr als 30 Jahren zusammen. Als Erbinnen reicher Familien hatten sie stets genug Geld für ein komfortables Leben, ohne jemals arbeiten zu müssen. Als das Erbe zu Ende geht und ihre langjährige Lebenspartnerin ins Gefängnis kommt, muss Chela ihre kleine bourgeoise Idylle erstmals verlassen.

 Kurzfilm

„Es wa(h)r einmal“, Produzent und Regie: Barbara Marheineke, Förderung: 20.000 Euro
Wir alle sind mehr oder weniger mit den Märchen der Gebrüder Grimm großgeworden. Und wir wissen alle, dass Märchen nicht wahr sind. Oder vielleicht doch? Als die beiden Kinder einer ambitionierten Journalistin ihre Erzieherin in den Ofen schubsen, weil die Mutter sie „Hexe“ nannte, bricht ein Sturm der medialen Entrüstung los. Im TV-Selbstversuch erforscht sie, was Märchen anrichten.

 Produktionsnachbereitung

„Alipato – Brief Life of an Ember“, Produzent: Rapid Eye Movies, Regie: Khavn De La Cruz, Förderung: 17.000 Euro
Eine Gang von Straßenkids stiehlt und mordet in der Hauptstadt Mondomanila, der Kohlen-Metropole. Eines Tages haben sie genug von den Schmalspur-Überfällen, sie planen den ganz großen Coup: die Zentralbank auszurauben. Leider missglückt der Überfall, das Geld verschwindet und Mitglieder der Gang werden nach und nach ermordet. Panik macht sich unter den überlebenden Gangstern breit und der Verdacht wächst, dass einer von ihnen hinter den Morden steht.

Animation / Experimentalfilm

„Was wirklich geschah auf der Arche Noah“, Regie: Albert Radl, Förderung: 25.000 Euro
Unter welchen Umständen sind die Dinosaurier wirklich ausgestorben? Der Film bietet eine Antwort auf diese Frage. Und die restlichen Tiere haben auch einiges damit zu tun.

 „1 Prozent“, Produzent: Fürst Film, Regie: Peter Böving, Förderung: 18.000 Euro
Die Zerstörung des Hambacher Forsts (Garzweiler, Otzenrath, Immerath) durch den Braunkohletagebau steht im Mittelpunkt des Trickfilms. Wenige Kilometer westlich von Köln wird das „größte Loch Europas“ gegraben. Der Tagebau hat im Rheinland bereits 32.200 Hektar Kulturlandschaft zerstört, was ziemlich genau 1 Prozent der Gesamtfläche von NRW entspricht.

„Catador“, Regie: Igor Shin Moromisato, Förderung: 15.000 Euro
Ein Straßensammler läuft ziellos durch die Stadt. Er läuft, ohne zu wissen wohin. Eines Tages trifft er auf ein Wasserschwein, das ein Daruma ausspuckt. Dies bringt seine Erinnerungen aus einer längst vergessenen Vergangenheit zurück. So geht er weiter seinen Weg und findet immer mehr Objekte, die ihn zurück in seine führen. Alte Träume und Wünsche tauchen wieder auf. Dabei fängt er an, die Kontrolle zu verlieren.

 Als Jury für die Förderentscheidungen benannte das Filmbüro NW die Regisseurin und Produzentin Ulrike Franke, die Regisseurin Sonja Heiss und den Produzenten Herbert Schwering.