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Brückenschlag zwischen NRW und Israel

Israel Film Fund und Filmstiftung NRW unterzeichnen „Joint Project“

Die Filmbranche in Israel und Nordrhein-Westfalen soll enger vernetzt werden. Dafür haben Katriel Schory, Leiter des Israel Film Fund, und Michael Schmid-Ospach, Geschäftsführer der Filmstiftung NRW, mit dem Abkommen „Joint Project“ in dieser Woche die nötige Starthilfe gegeben. Ziel des Abkommens ist es, den grenzüberschreitenden kulturellen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen israelischen und nordrhein-westfälischen Autoren und Filmemachern zu fördern sowie Verleih- und Vertriebsunternehmen dabei zu unterstützen, Filme des Partnerlandes in die heimischen Kinos zu holen.

Vorgestellt wurde das „Joint Project“ während der fünftägigen Veranstaltung REEL IL 02 in Bonn. Noch bis zum 15. November präsentieren zehn israelische Filmschulen dort ihre Arbeit und Filme ihrer Studenten im Kino in der Brotfabrik. REEL IL 02 ist eine Initiative der Bonner Kinemathek in Zusammenarbeit mit der Filmstiftung NRW.

Das „Joint Project“, das der Israel Film Fund und die Filmstiftung NRW zunächst für zwei Jahre beschlossen haben, umfasst zwei Bereiche:

Die Verleih- und Vertriebsförderung richtet sich an deutsche und israelische Verleih- und Vertriebsfirmen. Um Filme des Partnerlandes in die eigenen Kinos zu bringen, können israelische Verleiher für Produktionen, die von der Filmstiftung NRW gefördert oder in NRW produziert wurden, bzw. bei denen ein NRW-Talent beteiligt war, in ihrem Heimatland Verleih- und Vertriebsförderung erhalten. Umgehrt gilt das für deutsche Verleiher mit israelischen Filmen in NRW selbstverständlich genauso. Als Anreiz locken dafür bei der Förderung besondere Erleichterungen im Hinblick auf die Höhe der Eigenmittel, die Höhe der im jeweiligen Land zu verwendenden Mittel und die Rückzahlungsverpflichtungen.

Bei der Stoffentwicklung des „Joint Project“ können israelische Autoren und Produktionsfirmen eine Unterstützung für Spielfilme erhalten, deren Geschichte oder Protagonisten eng mit Israel und Deutschland verbunden sind. Die fertigen Drehbücher sollen später im Idealfall als Koproduktionen zwischen Israel und NRW realisiert und wenn möglich u.a. auch in NRW gedreht werden. Unabhängig hiervon sind auch Autoren und Produktionsfirmen mit Sitz in NRW bzw. Deutschland herzlich eingeladen, bei der Filmstiftung Förderung für Projekte mit entsprechenden Themenschwerpunkten im Rahmen der regulären Einreichtermine zu beantragen.

„Israel ist zurzeit mit einer der aufregendsten Filmplätze der Welt. Wenn wir nun die Filmemacher aus NRW mit Israel durch unser „Joint Project“ oder Veranstaltungen wie REEL IL vernetzen, können daraus spannende Koproduktionen entstehen. Durch die Verleihförderung israelischer Filme im Rahmen des Abkommens profitiert der Kinobesucher NRW auf jeden Fall. So kann er Filme im Kino erleben, die er sonst vielleicht nicht zu sehen bekommen hätte“, so Michael Schmid-Ospach.