Film und Medien Stiftung NRWNewsPressemitteilungenZwei Oscar-Nominierungen für filmstiftungsgefördertes Drama „Werk ohne Autor“

Zwei Oscar-Nominierungen für filmstiftungsgefördertes Drama „Werk ohne Autor“

  • Bester nicht englischsprachiger Film und Beste Kamera
  • Produktion von Wiedemann & Berg Film mit Tom Schilling, Paula Beer, Sebastian Koch, Saskia Rosendahl u.v.m.
  • Oscar-Verleihung am Sonntag, 24. Februar 2019

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat soeben bekannt gegeben, dass das filmstiftungsgeförderte Drama „Werk ohne Autor“ von Florian Henckel von Donnersmarck für einen Oscar in der Kategorie Bester nicht englischsprachiger abendfüllender Kinofilm sowie für Beste Kamera nominiert ist. „Werk ohne Autor“ wurde von Kameralegende Caleb Deschanel fotografiert, für den dies die sechste Oscar-Nominierung bedeutet. Die Produzenten Wiedemann & Berg, die auch schon das Oscar-prämierte Werk „Das Leben der Anderen“ mit Florian Henckel von Donnersmarck produzierten, können nun auf den zweiten Academy Award hoffen. Die 91. Oscars werden am Sonntag, 24. Februar 2019, im Dolby Theater verliehen.

„Never change a winning team! Herzliche Glückwünsche an Florian Henckel von Donnersmarck, an Max Wiedemann und Quirin Berg, an Caleb Deschanel und nicht zuletzt an das herausragende Ensemble um Paula Beer, Sebastian Koch und Tom Schilling! Wir freuen uns sehr, dass die Filmstiftung zur Entstehung dieses außergewöhnlichen Films beitragen konnte“, so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW.

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Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt das Drama über drei Epochen deutscher Geschichte von dem dramatischen Leben des Künstlers Kurt (Tom Schilling), seiner leidenschaftlichen Liebe zu Elisabeth (Paula Beer) und dem folgenschweren Verhältnis zu seinem undurchsichtigen Schwiegervater Professor Seeband (Sebastian Koch), dessen wahre Schuld an den verhängnisvollen Ereignissen in Kurts Leben letztlich in seiner Kunst und seinen Bildern ans Licht kommt. In weiteren Hauptrollen sind Saskia Rosendahl und Ina Weisse zu sehen. Sebastian Koch wurde für seine Darstellung des Professor Seeband mit dem Bambi in der Kategorie „Bester Schauspieler National“ ausgezeichnet. „Werk ohne Autor“ feierte im Wettbewerb des Internationalen Film Festivals Venedig Premiere und wurde als Special Presentation in Toronto gezeigt, zudem war das Drama für einen Golden Globe nominiert.

Die Dreharbeiten fanden u.a. in NRW an der Düsseldorfer Kunstakademie statt. Wiedemann & Berg produzierte mit Pergamon Film unter Senderbeteiligung von ARD Degeto und BR. Walt Disney Studios Motion Pictures Germany zeichnet für den Verleih verantwortlich, der Film startete am 3. Oktober in den deutschen Kinos und zählt bislang über 200.000 Kinobesucher. Beta Cinema hat den Weltvertrieb übernommen, Sony Pictures Classic wird den Film in die US-Kinos bringen. Die Filmstiftung NRW unterstützte die Produktion mit 400.000 Euro. Weitere Fördermittel kamen von MBB, FFF Bayern, MDM, FFA und DFFF.

Die vier weiteren Anwärter für den besten fremdsprachigen Film sind „Shoplifters – Familienbande“ (Japan), „Capernaum“ (Libanon), „Roma“ (Mexiko) und „Cold War“ (Polen). Neun Filme erreichten im Dezember 2018 eine Platzierung auf der Shortlist, fünf Filme gehen nun letztendlich ins Rennen um den Oscar. Im vergangenen Jahr war mit Fatih Akins „Aus dem Nichts“ ebenfalls ein filmstiftungsgeförderter Film auf der Oscar-Shortlist, „Toni Erdmann“ erhielt 2017 eine Oscar-Nominierung.